Film-Realitäten 3 – Visualisierungen und der Film deines Lebens

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Weiter geht es mit den Film-Realitäten.

Zum Hintergrund dieses Textes: Ich suchte ja schon immer nach dem idealen Partner und war eigentlich ständig in irgend jemanden verliebt, von dem ich dachte, der wäre es jetzt – mein Traumpartner oder Seelengefährte oder was auch immer. 😉 Als ich mit meinem Höheren Selbst dieses Channeling machte, war ich auch mal wieder sterblich verliebt und wollte darüber natürlich unbedingt mehr wissen. Deshalb ist das Beispiel hier in diesem Text, wie man sich eine glückliche Beziehung erschafft. Aber es läßt sich natürlich auch genauso gut auf alles andere anwenden.

Die letzten Abschnitte über die Meta-Ebene kann man sich immer wieder mal zu Gemüte führen … ich bin nach all den Jahren immer noch dabei, mein Gehirn darum zu wickeln. 😉

Viel Spaß beim Lesen!

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Filmedrehen im Kopf: Eskapistische Visionen

Okay, und zwar wollte ich noch wissen, mit den Filmen. Weil du hast – einerseits sagst du, Filme drehen im Kopf ist Scheiße (YKW schenkt mir einen ironischen Blick: Wann soll ich das denn gesagt haben?), oder bringt einen halt aus dem Hier und Jetzt. Und an­dererseits sagst du aber auch, die ganze Realität ist einfach nur ein großes Filmstudio, wo je­der seinen Film dreht, wie er halt Bock hat. Und manche drehen halt – was weiß ich -: Die guten Lichtarbeiter retten die Erde, und andere drehen: Ogott, die Zeiten sind schlecht, und es gibt keine Jobs, und die dritten drehen einen Liebesfilm und die vierten Actionfil­me oder was auch immer. Ja? Also das kann ich noch nicht so ganz miteinander vereinba­ren, wenn du einerseits sagst, die ganze physische Realität ist einfach nur ein großes Filmstudio, und dreh doch besser die Filme, auf die du Bock hast. Und anderer­seits sagst du aber eigentlich, man soll GAR KEINE Filme drehen. Kannst du mir dazu mehr sagen?

Ja klar (lacht) kann ich dir dazu mehr sagen. Es ist halt nur die Frage, was du wissen willst. (mehr Lachen)

Na, das hab ich doch gesagt, was ich wissen will. Ist jetzt Filmedrehen unausweichlich, weil man sowieso in einem großen Filmstudio sich befindet und es nur die Frage ist, ob man den Film bewußt dreht oder unbewußt? Oder sollte man auf das ganze Filmedrehen weitestgehend verzichten?

Okay, das ist jetzt konkreter. Also: Das Filmedrehen im Kopf bringt dich aus der Wahrnehmung von dem, was in deiner Filmrealität jetzt gerade vor sich geht. Ja?

Naja, es gibt doch zum Beispiel Leute, die benutzen das. Also die drehen einen Film in ih­rem Kopf davon, wie sie wollen, was ihre Realität ist, um diese Realität dann so zu er­schaffen. Was man halt eben Visualisieren oder Affirmationen oder sowas nennt.

Das ist noch mal ein Sonderfall. Das normale Filmedrehen im Kopf ist eine reine Fluchtreaktion, wo man sich in eine angenehmere Realität begibt, die man auch vollkomm­en kontrolliert, um nicht dem ausgesetzt zu sein, was passieren könnte, was man nicht kontrollieren kann und wovon man irgendwo unterschwellig das Gefühl hat, das könnte vielleicht nicht ganz so angenehm sein wie das, was man sich da selber ausdenken kann. Das Filmedrehen im Kopf, um eine bestimmte ausgewählte Realität zu erschaffen, hat ähnliche Konnotationen, ist aber zumindest ein bewußter Akt, was das andere halt eben nicht ist, sondern da driftest du einfach nur so rein.

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Kreatives Visualisieren als bewußter Schöpfungsakt

Das heißt also, wenn du hingehst und sagst, du möchtest, sagen wir mal, eine dich erfüllende Beziehung erschaffen, dann mußt du dir ja schon deine Gedanken machen, wie die sein soll. Das ist ein bewußter Akt der Schöpfung. Das heißt, du mußt da ja auch Be­reiche mit einbeziehen, die jetzt in irgendwelche romantischen Liebesphantasien nicht unbedingt reinkommen, wie zum Beispiel: Wie soll euer Alltag sich gestalten? Geht ihr gemeinsam zum Bei­spiel auf irgendwelche Konzerte? Wovon lebt ihr? Lebt ihr zusam­men, oder lebt ihr in ge­trennten Wohnungen? Reist ihr zu­sammen? Habt ihr zum Beispiel ein gemeinsames Be­rufsleben, oder macht ihr getrennte Sachen? Wenn ja, welche?

Ja? Das heißt, in eine solche Visualisierung mußt du schon gewisse Dinge der sogenann­ten Konsensrealität mit einfließen lassen, die in einen reinen Film, der nur dazu dient, dir die unangenehmeren Aspekte der Konsensrealität zu ersparen, nicht unbedingt einfließen. Das heißt, wenn du dir vorstellst, wie ihr euch in die Arme sinkt und ewige Liebe schwört oder was auch immer, ja? (grinst) – dann kommt da vielleicht nicht unbedingt drin vor, in dieser Vision, daß es Dinge geben könnte, die Konfliktpotential beinhalten, und wie löst ihr diese Konflikte? Zum Beispiel. Löst ihr die über­haupt? Oder laßt ihr die unterschwellig vor sich hinköcheln, bis es dann wirklich knallt? Oder führen diese Konflik­te letzten Endes zum Auflösen der Beziehung? Ja? All diese Dinge kommen da drin nicht vor. Genau wie natürlich in einem klassischen Lie­besfilm sowas nicht vorkommt, sondern da geht es nur darum, wie man die Hindernisse überwindet, bis die beiden sich dann end­lich kriegen. Aber wie es danach weitergeht, das interessiert kein Schwein mehr. Haupt­sache, die haben sich dann. Das ist schon in dem Tucholsky-Gedicht ganz schön be­schrieben. (lacht)

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Die Schöpfung muß sich frei entfalten können

Das heißt: In einen bewußten Akt der Schöpfung, in eine Visualisierung, die du zum Zwe­cke des Erschaffens einer bestimmten Realität dir vorstellst oder dir auch zusammen­stellst aus bestimmten Elementen, fließen viel mehr Elemente ein, die in eine rein eska­pistische Vision einfach nicht passen würden. Das ist schon mal die eine Sache. Dann ist es aber trotzdem immer noch so, wenn du sagst: „Ich will genau das erschaffen, und das soll so und so sein“, daß du damit den Raum nimmst für Dinge, die sich ereignen könn­ten, wenn du nicht so festgefügte Vorstellungen davon hättest.

Es ist gut, eine Idee zu haben. Das ist richtig. Aber zum Beispiel hast du ja bei Bärbel Mohr gelesen, daß sie dann eine 25-Punkte-Liste hatte davon, wie der Typ sein soll, mit dem sie gerne zusam­men wäre. Und dann lernte sie prompt jemand kennen, bei dem alle 25 Punkte zutrafen, und trotzdem (lacht) hat das mit den beiden einfach nicht hingehauen. Ja? So kann es gehen, wenn man diese schöpferische Visualisierung an­wendet, weil die manchmal ein­fach zu starr ist. Weil da einfach kein Raum ist für Frei­heit, dafür, daß die Dinge sich auf eine organische Weise entfalten.

Und natürlich ist es so, daß, wenn du dir deinen Traumpartner vorstellst, wie er sein soll – dann verhinderst du oft geradezu, daß du den Menschen treffen kannst, der wirklich zu dir passen würde. Sagen wir mal, du sagst, der Typ soll Anfang Dreißig sein, eine lange Mähne haben und Gitarrist in einer Rockband sein. Aber der Typ, der wirk­lich zu dir pas­sen würde, ist vielleicht Mitte 50, hat von Musik keinen blassen Dunst (lacht) und erfüllt auch sonst nicht dein Klischee vom perfekten Lover oder so, ja?

So. Wenn du dir jetzt manifestierst, daß du diesen Rockmusiker triffst, dann läufst du an dem Typen vorbei, der es vielleicht wirklich sein könnte, mit dem du glücklich sein könn­test. Du kannst natürlich sagen: „Okay, ich erschaffe mir jetzt einfach, glücklich zu sein und vollkommen akzeptiert in einer Beziehung, die mich vollkommen erfüllt und in der wir uns beide gemeinsam entfalten können, und zwar besser als wir das je­der für sich al­leine könnten“. Das kannst du machen. Aber wenn deine Vorstellungen, die du in die Vi­sualisierung einfließen läßt, zu detailliert sind, dann kann einfach viel­leicht nicht mehr das passieren, was passieren könnte, wenn du da offener für andere Sachen wärst. Denn die Bestellungen müssen dir ja so ausgeliefert werden, wie du sie halt eben auch aufgegeben hast. Und du kriegst dann so lange vielleicht die Sachen, die nicht zu dir passen, bis du irgendwann sagst:“So, jetzt reicht’s mir! Ich merke einfach, das, was ich glaube, was mich glücklich machen würde, das macht mich gar nicht glücklich. Mach du mal!“

Und dann kann dann vielleicht wirklich das zu dir kommen, was es wirklich ist, wenn du dich dafür öffnest. Und oftmals ist es so, daß die Öffnung wirklich erst dann erfolgt, wenn man eine ganze Latte an nicht funktionierenden Bestellungen irgendwie abgearbeitet hat. (lacht)

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Der Film deines Lebens

So. Das war der eine Punkt – der Unterschied zwischen Filmen im Kopf, in die du einfach driftest oder die du dir selber auf schöpferische Weise halt erschaffst, kompilierst, oder wie auch immer. Jetzt noch mal zu den Filmen, die du für dein Leben drehst. Das ist, sa­gen wir mal, sowas wie ein Betrachtungswinkel. Das heißt, du bist ja immer, in deinem Leben – du hast immer einen begrenzten Blickwinkel. Das ist einfach so. Du könntest sonst in einer physischen Existenz gar nicht sein. Die Fülle an Informationen würde dich erschlagen. Und du hast dich ja auch in diese Inkarnation hineinbegeben, weil du eine bestimmte Erfahrung genau aus diesem Blickwinkel machen wolltest. Das heißt, das ist schon ganz okay so.

Aber jetzt ist es innerhalb dieser persönlichen Betrachtungsweise noch mal so, daß du unterschiedliche Sachen machen kannst. Du kannst innerhalb dieses Lebens einen Film drehen, der sich vollkommen in der Konsensrealität abspielt – was weiß ich, zum Beispiel: „Ewiger Loser arbeitet sich aus dem Sumpf und hat dann doch Erfolg“, oder so. Oder du könntest einen Film gehen, bei dem es darum geht: „Jemand, der sich immer für einen Menschen hielt, entdeckt auf einmal, daß er ein ganz anderes Wesen ist, findet daraufhin ähnliche Wesen und erschafft mit denen eine neue Realität.“ Das wäre eine an­dere Möglichkeit. Oder du könntest auch einen Film drehen mit dem The­ma: „In der Kon­sensrealität zutiefst verankerter Mensch erweitert sein Bewußtsein und erkennt schließ­lich, daß alles Wahrgenommene Illusion ist und daß dahinter nur die eine Wirklichkeit existiert.“ Das alles ist innerhalb dieser einen Lebenszeit eine denkbare Option eines Fil­mes, den du drehen könntest. Das heißt, du hast da schon unterschiedliche Möglichkei­ten, was du machen kannst. Es bleibt natürlich ein Film. (lacht) Das muß dir immer klar sein.

Nur ist es halt da auch wieder so, genau wie mit den Visualisierungen oder den Filmen, in die du driftest, kannst du auch auf dieser Ebene dich entweder in die Dinge reinschlid­dern lassen und dann immer wieder das gleiche erschaffen – denn die unbe­wußt erschaf­fenen Filme haben eine Tendenz, immer wieder dieselben Themen zu wiederholen -, oder du kannst sagen: „Okay, da es halt nun mal so ist, daß ich so­wieso einen Film er­schaffe, egal, was ich mache, kann ich das doch genauso gut auch so machen, daß ich selber da­bei Spaß habe und etwas erschaffe, was mir dann halt auch eben nachher Spaß machen würde anzugucken“ oder so, ja? Damit bist du dann schon sozusagen auf der Ebene der Visualisierung, wo du sagst: Okay, ich schliddere jetzt nicht mehr immer in die gleichen Manifestationen, sondern ich halte mal einen Moment inne und überlege: Was für einen Film will ich hier eigentlich drehen? Und ist das, was ich bis jetzt gedreht habe … paßt das denn dazu?

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Die Lange Nacht der Monsterfilme

Dann gibt es natürlich noch die Meta-Ebene. Das heißt, du machst den Film ganz aus und guckst dich mal in dem Kino um, was da ist. Oder wenn wir jetzt die Metapher des Film­studios nehmen, dann, wenn der Dreh zu Ende ist, guckst du dich halt mal um, und dann siehst du einfach ein Studio, und da sind diese ganzen Kameras und Kulissen und Requi­siten, und was man da alles so hat. Ja? Das heißt, du kannst ja, als dieser Regisseur, kannst du dich entweder auf diese Handlung konzentrieren. das, was du machen willst. Oder du kannst gucken: Was steht denn hier in diesem Studio überhaupt rum? Was ist diese Realität, mittels deren ich überhaupt diese Illusion erschaffe? Wie sieht die aus?

Oder als Kinobesucher, als sozusagen Rezipient des fertigen Filmes dann hinterher, kannst du sagen: Okay, ich war jetzt die ganze Nacht in der Langen Nacht der Monster­filme. (lacht) Und jetzt sind mir die Augen etwas verquollen, und ich stehe auf, und was ist da um mich rum? Da ist einfach nur ein Raum, da sind ein Haufen Stühle, da sind ein paar andere Leute, die auch schon etwas müde aussehen (lacht), und wenn ich jetzt da rausgehe, gibt es irgendwo eine Theke, wo ich nen Kaffee krie­gen kann. (lacht) Und das ist die Realität. Die Monster sind einfach nur Bilder ge­wesen, die dich er­schreckt haben und die aber letzten Endes nicht wirklich existieren.

Laß es uns jetzt mal dabei belassen, okay? Wir können später noch mal darüber re­den.

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Text © Zarah Zyankali 2007, Foto © Zarah Zyankali 2015. Bitte diesen Text nur verlinken oder rebloggen, nicht woanders hin kopieren! Danke.

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