Herzmeditation 2: Aktivierung des Sternenportals

Hier ist jetzt die Fortsetzung vom letzten Post … wie es mit der Herzmeditation weiterging.  Es ist die direkte Abschrift der Audio-Aufnahme, ich hoffe ihr stört euch nicht an der „gesprochenen“ Sprache. Es war teilweise nicht so einfach, den genauen Ablauf zu rekonstruieren … wie bei einem Traum, der nach dem Aufwachen schnell verfliegt.

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

31. Dezember 2019, 15:54 Uhr

Ich hab gerade eine Meditation gemacht, oder ich bin noch dabei, aber ich wollte schon mal das Bisherige festhalten, weil es sonst ein bißchen viel wird mit den Details, wenn man erst hinterher sich erinnern muß.

Und zwar bin ich – weil ja Sandra Walter sagt, wie wichtig die  Herzkohärenz ist -, bin ich da noch mal in meinen Herzraum gegangen, so wie er aussah, als wir die Meditation bei Celia gemacht haben, mit den vier Herzkammern und dem goldenen Thron in der Mitte und so. Und als ich zuletzt nachgesehen hatte, war es so, daß mein Göttlich-Männliches (der Typ aus dem Studierzimmer) da auch  mit mir auf dem goldenen Thron saß, so auf der Armlehne. (lacht) Und dann dachte ich heute, das muß doch höllisch unbequem sein, wenn man immer auf der Armlehne sitzen muß! (lacht) Und da habe ich ein Bänkchen draus gemacht, einen Loveseat oder so.

Verbindung mit dem Göttlich-Männlichen

Und dann kam es aber so – das habe nicht ich gemacht, sondern es kam so –, daß wir jeder einen Stuhl hatten und einander gegenüber gesessen haben, also mit dem Gesicht zueinander. Und in der Mitte war ein kleiner Springbrunnen. Und in dem Springbrunnen war scheinbar irgendwie auch noch ein Fisch drin. Das kam einfach von allein. Also Wasser schien irgendwie wichtig zu sein.

Und dann sollten wir erstmal einen Blickkontakt aufnehmen. Das haben wir dann  gemacht,  und dann kamen … beim Springbrunnen ist ja immer so ein bißchen Wasserdunst, so kleine Partikel, die drumherum schweben. Und da kamen so kleine Partikel von Gold rein, als wir den Blickkontakt gemacht haben. Goldene Glitzerteilchen.

Und dann sollten wir (überlegt) – genau, dann sollten wir einen Ton machen. Da habe ich gesagt: „Wie machen wir denn das? Ich hab nur eine Stimme.“ (lacht). Und dann hab ich Obertöne gesungen, und er hat quasi dazu so geistig – in meinem Geist konnte ich’s hören – die tiefere Oktave dazu gesungen.

Und ich weiß nicht mehr, was dann genau passiert ist, aber ich glaube, dann sollten wir von Herz zu Herz verbinden. Oder? Nee. Ich weiß gar nicht. Siehst du, es geht schon weg, die Reihenfolge. Gut, daß ich’s aufnehme.

Ich glaube, wir haben erst den Ton gesungen, und dann kam in dem Springbrunnen, in der Fontäne ein großes rotes Herz. Und da drum war quasi sowas wie eine rote Aura, so ein Oval, ovale Umrisse zu erkennen. Also es war kein ganz komplettes Oval, sondern nur so, wie wenn es in Klammern stehen würde.

Die Paradiesschlange und die Herzversiegelung

Dann haben wir noch einen Ton gesungen. Und dann kam etwas, was aussah wie ein Äskulapstab, an dem die Schlange so hochkriecht.. Dann wurde mir aber gesagt, das sei kein Äskulapstab, sondern die Paradiesschlange, die am Baum sich hochwindet. Und es ging darum, daß durch diese Story von dem Sündenfall und der Ursünde, weil das so viele Leute geglaubt haben, daß dadurch das Herz versiegelt wurde mit einer Membran. Das konnte dann nicht mehr so richtig offen sein oder war nicht mehr zugänglich oder so. Also es war auf jeden Fall versiegelt. Und es ging jetzt irgendwie darum, diese Versiegelung aufzuheben.

Und dann sollten wir eine Herz-zu-Herz-Verbindung machen. Das haben wir dann gemacht. Wir saßen ja einander gegenüber, dann haben wir erst den Augenkontakt gemacht, also einfach verbunden von ihm zu mir, von mir zu ihm, und dann den Ton, und dann das Herz verbunden. Und dann kam als letztes, was ich gesehen habe, auf das Herz quasi sowas wie eine goldene Banderole. Manchmal sieht man ja so Zeichnungen von einem Herz, wo eine Banderole drauf ist mit so Schrift, wo dann „Love” oder sowas draufsteht. Und da stand auch was drauf, aber das konnte ich nicht lesen. Die Banderole war golden, und die Schrift war schwarz. Und es kann sein, daß es einfach Light Language war. Also keine Sprache, die ich irgendwie lesen kann.

Und das war das, was als letztes passiert ist, bevor ich beschloß, den Recorder anzumachen. Und jetzt müssen wir mal gucken, wie es weitergeht, ja.

Der Ursprüngliche Herzraum

Wie war denn das noch mal? Ich glaube, dann haben wir erst die Herzverbindung gemacht, nachdem die Banderole kam. Ja, wie gesagt, die Reihenfolge ist schon nicht mehr ganz klar. Aber auf jeden Fall hat es sich auf das hin, was wir dann gemacht haben, in einen großen Raum ausgeweitet. Also wir waren ja auch schon vorher in einem Herzraum, aber es war dann ein viel weiterer Raum, also im Grunde ein dimensionaler Raum, denn der Raum, in dem wir dann drin waren, war viel zu groß, als daß er noch irgendwie in den Körper paßt.

Es war ja sowieso … ja, es ist schwer zu erklären. Denn wir saßen ja schon drin. Also du kannst ja nicht in dir selber normalerweise sitzen. Also es war ja sowieso schon größer als der Körper. Aber das war halt eben noch mal VIEL größer – wie eine große Kuppel oder sowas. Genau. Das war dann quasi so ein durchsichtiger Raum. Und das war das – ah, jetzt höre ich! – das war das, was der Herzraum ursprünglich war, bevor die Versiegelung stattfand, und dann hat es sich quasi in diese vier Kammern aufgeteilt, weil eben die Spaltung war. Ja – weil eben diese Dualität dann gekommen ist. Und der eigentliche Herzraum war dann versiegelt.

Haben wir das jetzt geöffnet? Oder kommt da noch mehr? (Pause) Ich guck noch mal, was ich sehen kann. Jetzt sollen wir nochmal singen. Okay. Und zwar einen Ton, der dann diese ganze Kuppel quasi ausfüllt. (Es kommen tiefe Töne wie von tibetischen Mönchen mit Obertönen, gefolgt von Light Language.)

Es ist wichtig, seine eigenen Meditationen zu machen

Und jetzt fällt mir auch wieder ein, was ich eigentlich am Anfang machen wollte. Das hatte ich schon wieder vergessen gehabt. Weil ganz viele Leute und auch Sandra Walter sagen, daß das Herz ein Stargate ist, ein Sternentor, ein Portal. Christine Day sagt das auch. Und da wollte ich halt mal dieses Portal dann öffnen. Und das ist mir jetzt erst wieder eingefallen, daß das eigentlich (lacht) meine Absicht war.

Und es scheint wirklich so zu sein – ich weiß nicht genau –, wie wenn man das auf seine eigene Art machen muß. Also wenn ich das so mache, wie Christine Day das beschreibt, dann passiert irgendwie nicht viel, weil das ihre Art ist, das wahrzunehmen oder zu beschreiben, was da ist. Aber ich muß meine eigenen Bilder sehen und meine eigenen Wahrnehmungen herausrufen, damit diese Aktivierung stattfinden kann.

Und zwar, wie ich höre, weil das der Wechsel ist von sich auf etwas Äußerliches konzentrieren oder auf etwas, was jemand dir erzählt hat. Denn die Trennung vom Selbst, die bewirkt ja, daß man dann nach außen guckt, um Anweisungen, Weisheit, Informationen (lacht) und alles mögliche halt zu bekommen. Du gehst halt dann zum Lehrer, der erzählt dir das, dann machst du, was er gesagt hat – aber du gehst nicht zu dir. Und die Rückkehr zu dir selbst bedeutet, daß du deine Informationen aus dir ziehst und nicht von irgendwem anders bekommst. Obwohl, ich muß sagen, Celias Meditation, die hat das ja alles in Gang gesetzt. Da fing das an zu passieren. Aber auch nicht da, wo wir das mit ihr gemacht haben, sondern wo ich gesagt hab, ich mach die Meditation jetzt noch mal allein. Da kam dann alles.

Das heißt also, die eigenen Bilder, die sind wichtig. Wenn sie jetzt z.B. sagt: „Du siehst da Jesus und Maria Magdalena kommen“ und ich die aber nicht sehe, weil bei mir irgendwas anderes ist, was wichtig ist, dann muß ich meine Meditation damit machen. Aber das Grundgerüst von der Meditation, das war gut! Und ich bin ja dann auch gegangen und hab mein eigenes Göttlich-Weibliches und Männliches besucht. Und so ist das ja überhaupt alles in Gang gekommen. Also ich denke, Anstöße von außen können schon helfen, daß man das Innere entdeckt. Aber du mußt dann wirklich deine eigene Meditation machen, um damit weiterzukommen. Sonst hilft es nicht.

Und gerade das Portal – genau, das Portal – Christine Day macht das zwar so, daß sie sagt: „Sing den Heiligen Klang IIIII, dann wird das Portal auf deine Stimmfrequenz reagieren.” Also du bringst etwas von dir selber mit hinein, worauf es dann reagiert. Aber viel besser ist es eigentlich, wenn du selber rausfindest, was du dort machen mußt. Ja. So habe ich es jetzt hier mehr oder weniger bekommen.

Okay. Gucken wir mal weiter. Jetzt muß ich erst wieder reinkommen.

Das goldene Licht und die Riesenfontäne

Jetzt ist der Raum von einem goldenen Licht erfüllt, dieser Kuppelraum. Wir können das aber noch – also da geht noch was. Wir können es noch intensivieren. Also das ist der Anfang. Okay. Und wenn wir jetzt noch ein paar mehr Töne singen, dann wird es so richtig aufleuchten. (singt Obertöne, dann einen hohen Dauerton, dann wieder Obertöne, etwas tiefer, dann kommt Light Language durch)

So, jetzt ist die Fontäne angewachsen und hat jetzt quasi – ich weiß nicht, wie das gekommen ist, aber sie ist quasi über die Kuppel hinausgegangen, und das Wasser läuft jetzt oben drüber. (singt mehr Obertöne) So, jetzt fühle ich Sachen in meinem Körper direkt – in meinem Hals und oberen Rücken. Und vorhin, als wir die Herzverbindung gemacht haben und dieses Herz in der Fontäne erschien, da habe ich auch mein Herz gefühlt, wie es puckerte. (klopft einen Rhythmus auf die Tischplatte und singt ein rhythmisches Lied in Light Language, dann folgt kurz gesprochene Sprache)

Was ist jetzt eigentlich aus dem Herz und dem Baumstamm mit der Schlange geworden, was da in der Fontäne war? Hat sich das aufgelöst? Ich konnte es dann irgendwie nicht mehr sehen, ja. Aber vielleicht auch nur deshalb, weil ich da mit der Aufnahme beschäftigt war.

Jetzt fühle ich was in meinem Hinterkopf. (Eine sehr sanfte, liebevolle Stimme meldet sich auf Ashkani und singt ein Lied in sehr hohen Tönen) Also jetzt ist es so ein rotgoldener Schein geworden, schön warm. Mmmm, das gefällt mir. 🙂

Und jetzt ist es, wie wenn neben dem Wasser auch noch so ein Feuerchen ist. Sollen wir alle Elemente herbeirufen (lacht), oder was passiert hier? Und ich fühle da so am Haaransatz, und in den Ohren habe ich auch so ein Gefühl, aber das könnte von den Kopfhörern kommen. Ja, und überhaupt die ganze Stirn vibriert. Und der Baum ist auch gekommen. Das ist dann wohl das Erdelement. (sucht das Göttlich-Männliche) Aber wo bist du denn jetzt hier eigentlich? Ich sehe dich gar nicht mehr. (er lacht) Also der Baum ist gekommen, dann bräuchten wir ja nur noch die Luft, oder? Luft und Äther. Naja, Äther. Plasma! (lacht) Sandra erzählt immer so viel vom Plasma. Aber Plasma, sagt sie, ist quasi die höhere Oktave von Wasser. Und das Wasserelement haben wir ja schon hier. Also Plasma hat nichts mit Äther zu tun.

Einfache Meditationen sind die besten

Wenn nichts weiter mehr kommt, dann können wir es auch hierbei erst mal belassen und später wieder hingehen und weitermachen. Aber auf jeden Fall finde ich das hier, muß ich sagen, mir mehr gemäß als irgendwie eine Ayahuasca-Zeremonie. (er lacht) Ja, weil Tamra hat erzählt, in der Ayahuasca-Zeremonie war ihr Herz erst ganz leer, und zwei wütende Hunde waren davor, die aufgepaßt haben, daß keiner zu nahe kommt. Und hinterher hatte sie das ganze Weltall quasi drin, alle Lebewesen. Und dafür mußte sie aber 12 Stunden lang in der Sitzung Ho’oponopono machen und immer sagen: Ich liebe dich, bitte verzeih mir, es tut mir leid, und Danke. 12 Stunden lang. Ich hab das Gefühl, es kann einfacher sein (lacht)

Vorläufer Abschluß und Integration

Stellen wir einfach mal die klassische Frage: Muß hier noch irgendwas passieren, oder war es das jetzt erstmal? Beziehungsweise was muß passieren, damit dieses Sternentor sich öffnet? Oder ist es das jetzt schon? (Pause) Ich hab ja das Gefühl, da müßte noch das vierte Element mindestens kommen. Wir haben Wasser, Feuer und einen Baum, da könnte Luft kommen. Aber Luft ist ja eigentlich auch schon drin, oder? Oder ein Symbol, das Luft verkörpert. (Pause) Es scheint, als ob das jetzt erst mal reicht. Der Schluß war es noch nicht. Aber es reicht erst mal. Irgendwas sagt: Okay – so, das muß jetzt integriert werden. – Okay, dann beende ich die Aufnahme an dieser Stelle. Ich weiß gar nicht – geht man dann einfach raus aus dem Raum? Ja, vermutlich.

Ein Teil von dir ist jetzt immer da drin. Das, was du rausnimmst, ist deine bewußte Aufmerksamkeit, die du dann anderen Dingen zuwendest, ja. Aber ein Teil von dir ist immer jetzt in diesem Raum anwesend, und das ist, was der Unterschied ist.

Ah! Aber wir können es doch nicht bei drei Elementen belassen! Das ist doch unvollständig.

(lacht herzlich) Glaub mir, das ist in Ordnung so.

Echt?

Ja. Das wirst du noch sehen.

“I hope so”, sagte der Engländer. Na gut, dann lasse ich es jetzt erst mal dabei und wende meine Aufmerksamkeit anderen Dingen zu. (lacht) Bis später!

Text © Zarah Zyankali 2019,  Foto © Zarah Zyankali 2016. Bitte diesen Text nur verlinken, nicht irgendwo reinkopieren. Danke.

Herzmeditation 1: Initiation mit dem Göttlich-Weiblichen

19.12.2019

Die folgende Geschichte ist das erste von mehreren Abenteuern, die ich vor kurzem beim Meditieren mit meinem Herzzentrum erlebt habe. Wir hatten bei Celia Fenn eine Meditation gemacht, bei der man durch einen Wald  ging und auf eine Lichtung kam, auf der ein kristalliner Herztempel stand. In der Mitte des Tempels war ein goldener Thron, und drumherum befanden sich vier Herzkammern – eine für die Erde, eine für den Himmel, eine für das Göttlich-Weibliche und eine für das Göttlich-Männliche. Man sollte nacheinander in alle vier Kammern gehen und erleben, was darin war, dann sollte man sich auf den goldenen Thron setzen und alles miteinander verbinden.

Da die Meditation beim erstenmal für mich nicht so richtig geklappt hatte, beschloß ich, sie später einfach in Ruhe für mich noch einmal zu machen. Die Kammern für die Erde und den Himmel waren recht einfach. Ich sah in der Erdkammer wunderschöne Landschaften und die ganze Schönheit der Erde, in der Himmelskammer sah ich den Sternenhimmel.

Das Göttlich-Weibliche in Tausend Gestalten

Als ich dann aber in die Kammer für das Göttlich-Weibliche kam, da war alles in Rosa und Gold, und eine engelhafte Präsenz schwebte zu mir heran und sagte: „Ich bin das Göttlich-Weibliche.“ Das schien so meine Satire auf das typische weibliche Klischee zu sein. 😉 Also versuchte ich es noch einmal, und dieses Mal erschien eine Frau in schwarzem Leder mit Nieten und Ketten behängt und sagte: „Ich bin Kali, und ich bin das Göttlich-Weibliche.“

Doch dann hörte ich eine Stimme sagen: „Nein.“

Ich sagte : „Wie –  nein?“

Sie meinte: „Das ist nur ein Aspekt des Göttlich-Weiblichen.“

Ich fragte: „Kann man alle Aspekte kriegen, oder ist das zuviel?“ Daraufhin erschien eine Riesengestalt, die anfing zu flimmern und ständig das Aussehen wechselte. Wie bei so einem GIF-Bild mit einer Orakelkarte oder einem Satz, der ständig wechselt, und wenn man dann draufklickt, bleibt es stehen, und das ist dann das Ergebnis. So war das.

DiE Afrikanische Schamanin

Also beschloß ich, draufzutippen und zu sehen, was herauskommen würde. Und dann war es eine afrikanische Kriegerin, deren Haare oben so abstanden, sie trug einen Bastrock und einen Speer. Und der Raum veränderte sich und war dann so eine afrikanische Hütte. Und sie hatte diese Trommel – sie war scheinbar eine Schamanin dort oder so – und Masken und Tierschädel an den Wänden. Es war eine runde Hütte ohne Fenster und mit Lehmfußboden, und vorne war die Tür,.

Dann tanzte sie da und sagte zu mir: „Los! Mach mit! Tanz!“ Und dann haben wir da zusammen ziemlich wild getanzt. Am Anfang war ich eine schwarze Frau mit unglaublich langen Hängebrüsten. Das hat sich dann immer wieder verändert zwischendurch, als wir anfingen zu tanzen. Es war ein sehr merkwürdiges Gefühl, oben ohne zu tanzen, und die Brüste hingen so runter.

Draußen vor der Tür waren die Männer, die auf Djembes trommelten. Ich fragte sie: „Sollen die nicht reinkommen zum Trommeln?“ Darauf sagte sie: „Nein, die können hier nicht rein.“ Ich fragte sie: „Warum nicht?“ Da meinte eine von meinen Guides aus dem Off in ihrem typischen Gouvernantenton: „Weil das eine Frauenhütte ist.“ Ah so. Das ergab dann natürlich Sinn. 😉

Dann fragte ich, was für eine Art Hütte es denn sei – eine Menstruationshütte? Sie sagte: „Nein, es ist für alle Lebensphasen – bevor man anfängt zu bluten, wenn man blutet, und auch wenn man aufgehört hat zu bluten.“

Der Geistertanz

Wir tanzten eine Weile, und dann meinte sie: „So, und jetzt machen wir den Geistertanz.“ Auf einmal trug sie eine Maske aus weißen, blauen und roten Bastfäden und gab mir auch eine, und dann haben wir den Geistertanz gemacht. Erst dachte ich, es würden dann Geister in den Raum kommen – es waren wohl die Geister der Ahnen -, aber sie kamen durch einen durch und benutzten den Körper, um sich durch einen auszudrücken. Irgendwann konnte ich nicht mehr und mußte mich hinlegen. Es war dann auch irgendwie so erotisch. Dann war es nicht mehr so, als ob ich in den Körper bin und es selbst erlebe, sondern ich sah mich selber wie von außen, wie ich mich da auf dem Boden wälzte und schrie.

Und dann kam sie und hat unten irgendetwas Lebendiges in mich reingetan, das so wie schlangenartig, aber flach war, und das hat sich dann in mich reingekräuselt. Ich wußte nicht, was es war, was sie mir da verabreichte, ob das irgendein Parasit oder dergleichen war. Und dann rumorte es da in mir drin. Dann mußte ich auch noch mal aufstehen, und ganz viele Frauen sind auch noch gekommen und haben mich festgehalten, weil ich sonst gleich wieder umgekippt wäre. Die eine meinte: „Stützt sie! Sie fällt gleich!“ Und dann mußte ich mich aber doch wieder hinlegen.

Schließlich kam dieses Ding, das sie reingetan hatte, aus mir rausgekrabbelt und hatte so ein schwarzes Vieh im Mund, so eine Art Insekt, und ist dann aus der Hütte rausgegangen und hat das schwarze Vieh raus in die Landschaft geschickt. Es war so eine Sandlandschaft, und das Vieh ist dann in einem Erdloch verschwunden.

Dann wurde noch mehr getrommelt, und an einem bestimmten Punkt wurde die Tür zugemacht. Am Anfang, als die draußen getrommelt haben, war die Tür noch offen gewesen. Und immer, wenn sie schneller trommeln sollten, riß sie die Tür auf und sagte: „Weiter! Weiter!“ Und dann wußten die, daß sie wieder loslegen müssen.

Und dann waren wir quasi fertig, und ich sollte aus der Hütte rauskommen. Davor mußten die Männer aber in ihre Männerhütte gehen, damit sie mich nicht sehen, weil der Eingang ihrer Hütte in eine Richtung zeigte, wo sie nicht in unsere Richtung gucken konnten. Da brachten sie mich dann raus in die Sonne, und ich sagte ihr, daß ich mal muß. Sie führte mich dann in ein Stück Busch, wo ich hinpinkeln konnte, weil man das nicht mitten im Dorf macht. Da geht man raus.

Das Göttlich-Männliche

Aber ich war ja noch nicht fertig. Ich mußte ja noch in die Kammer des Göttlich-Männlichen gehen. Und ich dachte schon, da würde jetzt sowas Ähnliches kommen, so ein Krieger mit einem Speer oder ein muskelbepackter Bodybuilder oder so. Und so war es gar nicht! Da war so ein Typ in seinem Studierzimmer, der Pfeife rauchte. Das war alles. Und wir haben da auch nicht großartig was gemacht, nur rumgesessen. Nach der ganzen Action war das doch recht überraschend, so nach dem Motto: Wie, das war es jetzt? Erst saß er auf seinem Stuhl vor seinem Schreibtisch und ich auf meinem Stuhl, und dann sagte er: „Ich hab hier auch noch ein Sofa.“ Das war so ein kleines rotes Rokoko-Sofa. Und dann haben wir uns da nebeneinander draufgesetzt. Und ich wußte nicht, ob der Rauch jetzt irgendwas Halluzinatorisches enthielt, aber das war im Prinzip echt alles.

Das war jedenfalls die erste Herzmeditation. Ich war sehr erstaunt und erfreut, daß ich nach so langer Zeit endlich mal wieder was sehen konnte, und sogar in solchen Details! Jetzt muß ich mich noch auf den goldenen Thron in der Mitte setzen und das alles miteinander verbinden, und Celia sagt, wenn das passiert, dann werden unglaubliche schöpferische Kräfte frei. Da bin ich schon echt gespannt!

Meditation: Sanat Kumara und der Aufstieg der Erde

Zarahs Abenteuer gehen jetzt hier weiter, da mein Blog „Zarahs Abenteuer im Hier & Jetzt“ von Facebook weiterhin blockiert wird. Die inneren Abenteuer werden in letzter Zeit wieder recht interessant, nachdem es eine Zeit lang ziemlich ruhig gewesen war. Hier ist das erste … viel Spaß damit!

Vor einigen Wochen hatte ich mich zu einer geführten Online-Meditation angemeldet, auf der man Drachen begegnen sollte. Leider klappte das nicht so gut, da ich zwischendurch aus dem Internet flog und mir auch die Meditation selbst eher vorkam, als wäre ich in einem Disney-Film gelandet, in dem knuffige bunte Zeichentrick-Drachen durch die Lüfte sausen, was aber mit echten Drachen eher wenig  zu tun hatte.

So beschloß ich am nächsten Tag, es einfach noch mal selbst zu versuchen. Ich begab mich in meiner Vorstellung auf eine Bergspitze, da mir das als der geeignetste Ort erschien, um ein paar Drachen zu begegnen, und hielt nach ihnen Ausschau.

Die Lastesel und die Botschaft

Es kamen aber keine Drachen. Stattdessen sah ich eine lange Reihe von schwerbepackten Eseln langsam den Bergpfad hochlaufen. Jeder Esel hatte rechts und links je eine schwere Satteltasche, deshalb kamen sie nur äußerst langsam voran. Währenddessen stand ich oben auf dem Berg und sah von oben einen großen Vogel kommen mit einer altertümlich wirkenden Schriftrolle im Schnabel, die er mir hinhielt. Zuerst dachte ich, es sei ein Brief, doch als ich sie entrollte, war darauf nur eine Zeichnung von drei großen Fliegenpilzen mit lachenden Gesichtern, ein Bild wie aus einem Kinderbuch. Ich fragte, ob das bedeute, daß ich einen Fliegenpilz-Trip machen sollte, aber es hieß, nein, ich solle nur die Energie der Fliegenpilze in mich aufnehmen, es bedeute nicht, daß ich welche essen sollte. Das tat ich dann auch.

Sanat Kumara und der Aufstieg der Erde

Inzwischen waren die Esel auf der Bergspitze angekommen, und ich machte mich daran, sie von ihren Lasten zu befreien, damit sie ausruhen oder grasen konnten, je nachdem, wonach ihnen war. Nach einer Weile kamen von hinten drei Männer an, die ich zuerst für die Besitzer der Esel hielt. „Nein“, sagten sie, „wir kommen wegen dir.“ Dann sah ich auf einmal den mittleren wie eins von diesen buddhistischen Bildern: Er schwebte im Lotussitz in der Luft und leuchtete von innen heraus in goldenem Licht, und ich wußte in dem Moment irgendwie, daß das Sanat Kumara war. Die anderen sahen mehr wie normale Menschen aus und waren beide von asiatischem Typ. Der eine war scheinbar Djwhal Khul und der andere Konfuzius, aber ganz sicher war ich mir nicht. (Es soll auch noch einen asiatischen Meister namens Lantu geben.)

Leider kam es nicht zu einem Gespräch, da sie sofort anfingen, an meinem Schädel herumzuarbeiten, sodaß ich mich hinlegen mußte. Hinterher fand ich nur noch heraus, da0 es sich bei dem Berg um Machu Picchu handelte.

Claire Avaon: Wie Sanat Kumara zur Erde kam

Am nächsten Tag las ich in dem Buch Wesen und Wirken der weißen Bruderschaft von Claire Avalon die Geschichte, wie Sanat Kumara zur Erde gekommen war. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Vor etlichen Jahrmillionen waren angeblich die Menschen recht widerspenstig geworden und wollten sich nicht weiter entwickeln, sodaß man höheren Orts bereits darüber nachdachte, die Erde vollständig aufzulösen, weil der göttliche Plan nicht funktioniert hatte. Schließlich wurde jedoch beschlossen, jemanden hereinzubringen, der sich darum kümmern sollte, und das war Sanat Kumara, der auf der Venus ein vollendeter Meister war.

Bevor er jedoch überhaupt zur Erde kommen konnte, mußte er 30 Seelen von der Venus vorausschicken, die Shambhala für ihn bauen sollten. Zu der Zeit gab es auf der ganzen Erde nur zwölf Menschen, die als Eltern für diese Seelen überhaupt in Frage kamen, sodaß jedes Elternpaar fünf Venuskinder großziehen mußte. Die Seelen von der Venus inkarnierten sich über einen Zeitraum von ca. 1000 Jahren immer wieder und fanden sich auch immer wieder zusammen, um Shambhala zusammen zu erbauen. Schließlich war es dann geschafft, und Sanat Kumara konnte zur Erde kommen.

Er begann damit, überall nach Menschen zu suchen, die bereit waren, sich geistig weiterzuentwickeln, was scheinbar nicht so einfach war. Sobald eine Seele zu erkennen gab, daß sie interessiert wäre, sich weiterzuentwickeln, wurden diese in Shambhala geschult. Diese Schulungen nachts während des Schlafes statt, was die Menschen dann tagsüber wieder vergessen hatten.

Irgendwann, nach sehr langer Zeit, fand Sanat Kumara, daß er das nicht mehr alleine machen wollte, da es doch recht beschwerlich war, und er beschloß, Leute auszubilden, die ihn unterstützen konnten. Das war der Beginn der Weißen Bruderschaft und der Aufgestiegenen MeisterInnen. Seine Absicht war, genügend Leute auszubilden, die die Aufgabe für ihn übernehmen konnten, damit er wieder zurück auf die Venus gehen konnte. So geschah es dann auch. Als er genügend Leute ausgebildet hatte, die auf der Erde für ihn weitermachen konnten, ging er zurück zur Venus, bat sich aber aus, daß er auf der Erde weiterhin nominell Regent bleiben würde, bis der Aufstieg vollständig abgeschlossen sei, auch wenn er nicht mehr wirklich anwesend war.

Deutungsversuche und Synchronizitäten

Mein Gefühl ist, daß bei dieser Geschichte ziemlich viel ausgelassen wird, aber ich kann es nur so zusammenfassen, wie es im Buch steht. Auf jeden Fall schien mir dann die lange Reihe der schwerbepackten Esel ein Symbol dafür zu sein, wie mühselig der kollektive Aufstieg war (da es ja viele Esel waren). Was ich noch nicht ganz ergründet habe, ist, warum diese Meister sagten, sie kämen wegen mir. Es scheint aber doch so zu sein, daß Sanat Kumara die Botschaft bringen wollte, daß der Aufstieg jetzt wirklich geschafft ist (die Esel hatten ja die Bergspitze erreicht).

Kurze Zeit nach dieser Meditation fing ich an, auf Facebook überall Fliegenpilze zu sehen. Alle möglichen Leute, die ich kannte, posteten Fotos von Fliegenpilzen, die sie bei ihren Spaziergängen gemacht hatten. Eine Freundin machte mich auf einem Video aufmerksam, in dem der Fliegenpilz als Symbol für die Freude und Unschuld der Kindheit beschrieben wurde, zu der wir zurückkehren sollten. Das schien mir ganz gut zu passen, da es ja wirklich wie ein Bild aus einem Kinderbuch ausgesehen hatte und die Gesichter der Fliegenpilze auch breit grinsten. Interessant war aber, dass es gerade in diesem Herbst besonders viele Fliegenpilze zu geben schien. Vielleicht ist es ja ein Zeichen dafür, daß die Menschheit als Kollektiv jetzt mehr zur magischen Seite der Realität erwacht …

Bild: Zahara Celestial

Indischer Swami: Das Wichtigste ist dein Wunsch, frei zu sein

Manchmal begegnen einem Wesen, die alles in Frage stellen, was man schon gelernt zu haben glaubte. Als ich, durch diverse Lektüre inspiriert, nach Antwort auf meine Fragen bezüglich Erleuchtung und Manifestation suchte, meldete sich ein indischer Meister, der meinte, Manifestation sei gar nicht wichtig, da alles, was man innerhalb der Weltillusion erschaffe, ja ebenfalls Illusion sei. Wichtig sei allein der Wunsch, frei von all dem zu sein.

Dieses Gespräch fand vor über einem Jahr statt, und ich spiele immer noch in der Illusion. Genau genommen hat sich da in den zehn Jahren seit den „Filmrealitäten“-Channelings nicht viel geändert. Schon damals war mir ein spannender Film lieber, als mir einen Haufen Stuhlreihen anzugucken. Ob ich also in diesem Leben noch erleuchtet werde, wage ich eher zu bezweifeln. 😉

Aber ich wäre super interessiert an euren Kommentaren, falls ihr welche habt.

Viel Spaß mit dem Text!

Wenn man erleuchtet ist, kann man dann alles manifestieren?

Ich kontemplierte über das Thema (lacht), ob die Erleuchtung einen in den Stand versetzt, Dinge einfach so manifestieren zu können, oder ob sie das nicht tut. Weil ich hab einerseits hier ein Buch, das heißt. „Die Meister des Fernen Ostens“ oder „Das Leben der Meister des Fernen Ostens“, und da trifft er Leute, die ständig Brot und Essen quasi aus der Luft manifestieren. Noch nicht mal wie Jesus, der ja noch zwei Brote und drei Fische irgendwie hatte, sondern die manifestieren das ohne alles. So. Und dann wiederum … und sie sagen nämlich auch, wenn du das Christusleben führst, dann wird das für dich ein ganz normaler Zustand, daß du das machen kannst. Und dann hast du nie wieder ein Problem, das Lebensnotwendige zu haben. Und dann gehen sie auch von Ort zu Ort, und überall sind tolle Unterkünfte, und das Essen steht immer gleich auf den Tisch, und man braucht für nichts irgendwas zu tun – sogar in der Wüste Gobi. 🙂

Und dann wiederum – also ich hab das ja schon stark angezweifelt, ob das wirklich ein Erlebnisbericht ist oder etwas, was der Typ sich einfach ausgedacht hat, weil er eben seine Jesus-Geschichten an die Leute bringen wollte und so ein paar Wunder dafür ja immer ganz praktisch sind. Da sind die Leute ja immer gleich interessiert so.

So. Und auf der anderen Seite las ich heute einen Bericht von einem Typ, der also so per Satsang und Meditation und so wirklich die Erleuchtung erlangte. Und dann wollte er Satsang-Lehrer werden, oder spiritueller Lehrer. Aber er mußte feststellen, daß nicht genug Leute Interesse hatten, und die, die Interesse hatten, die hatten kein Geld, sodaß er schließlich gezwungen war, nach einem Jahr – oder er dachte, daß er gezwungen ist – also jedenfalls nach einem Jahr hat er die Sache fallenlassen und sich nen Job gesucht.

So. Meine Frage war: Wenn er doch erleuchtet ist, und wenn doch die Erleuchtung dich in den Stand setzt, Dinge aus der hohlen Hand zu manifestieren, sodaß du nie mehr wieder irgendwie für Geld arbeiten mußt oder so, ja (lacht) – steht so in dem Buch mit den Meistern des Fernen Ostens! –, wieso konnte er das denn dann nicht?

Und das, was mir vorhin schon so ansatzweise geflüstert wurde, war: Weil er dafür das alte System benutzen wollte. Er wollte seine Erkenntnisse aus der Erleuchtung für Geld verkaufen, während aber eigentlich die Erleuchtung ihm hätte sagen müssen, daß alles aus dieser einen Substanz besteht, und daß du aus dieser einen Substanz alles, alles machen kannst, was du willst! Und das hätte er benutzen müssen, dieses Wissen, um direkt das zu erschaffen, was er haben wollte, statt es zu verkaufen, Sitzungen zu geben und Satsangs anzubieten. Das wär gar nicht nötig gewesen.

Interview mit dem Swami:

Die Leute wollen erleuchtet werden, um ihrem Leiden zu entkommen

Okay, das war jetzt das, was ich dazu schon in Erfahrung bringen konnte. Und als ich noch so darüber rumsinnierte, hat sich jetzt irgendwie scheinbar ein indischer Meister hier eingeschaltet, der mir darüber interessante Dinge – oder vielleicht auch nicht so interessante Dinge – berichten will aus seiner Sicht. Und ich übergebe ihn hiermit das Wort (lacht) nach dieser langen Einleitung.

Ja, sagt er, ihr habt immer sehr lange Einleitungen.

Ach, immer nicht. Nur damit eben klar ist, wie ich dazu kam, deine Bekanntschaft zu machen, und um welches Thema es eigentlich geht.

Jetzt fängt er erst mal an, mir Energie zu senden – warte. (Pause) Und dann schickt er mir so Bilder – so unterschiedliche Bilder. Ich weiß aber nicht, ob die nicht doch aus meinem eigenen Fundus kommen von was ich gelesen habe. Das eine, was er mir schickt, ist das Wurzelchakra. Das Wurzelchakra, wenn du einmal dieses Chakra ganz gemeistert hast, dann hast du keine Angst mehr vor dem Tod, und du hast auch keine Probleme mit Überleben in irgendeiner Form, weil diese Energie dann quasi … ah, er sagt: „Wenn du es nicht gemeistert hast, dann beherrscht dich diese Energie, und wenn du sie gemeistert hast, dann dient sie dir.” Aha.

Genau. Wenn du sie nicht gemeistert hast, dann wirst du ständig halt am Arbeiten sein und am Überlegen: „Wie kann ich genug zum Leben haben?“ und so. Und wenn du sie gemeistert hast, das heißt wirklich, du hast keine Angst mehr vor dem Tod, weil du weißt, daß dein Leben ewig ist. Du weißt das dann in jeder Zelle von dir.

Und das ist, was die heutigen Schüler, die heutigen nach Erleuchtung Suchenden, könnte man sagen – ja, „Adepten“ ist ein Wort, das er nicht möchte –, was die gerne überspringen. Die wollen immer gleich die Ergebnisse vorwegnehmen. Und deswegen ist ihr Erwachen dann eben auch nicht … ja, was schickt er mir? Nicht tief genug und auch nicht … ja, tiefgreifend. Also das ist noch mal anders als tief. Wie kann ich das beschreiben? Es geht nicht bis ganz unten hin, könnte man sagen, bis wirklich in die DNS, bis in die tiefsten Gründe deines Seins. Es ist mehr so oberflächlich.

Genau. Weil der heutige Suchende, der will hauptsächlich seine Probleme lösen und seinen Leiden entkommen. Er sucht nicht wirklich nach Erkenntnis, er sucht nicht wirklich nach Befreiung. Das ist aber die Motivation, die du haben mußt, um wirklich … wirklich frei zu werden, ja! Da geben sich die Leute mit so einer oberflächlichen Erfahrung dann zufrieden und damit, daß sie auf einmal das Leben als unmittelbar erfahren. Das ist ja auch schön, aber das ist doch noch lange nicht alles. Da geht es noch weiter – noch viel, viel weiter!

Und da hören die Leute auf, weil sie denken, das war’s jetzt schon. Und das liegt oftmals leider daran, daß sie keinen Lehrer haben, oder einen selbst nur halb erwachten Lehrer. Weil jeder kann sich heute hinsetzen und Satsang geben. Es hat ja keiner ein Ding, einen Stempel, den er braucht, um das machen zu können oder so, ja. Oder es gibt auch kein Prüfungskomitee, das guckt, wie tief deine Erleuchtung ist. Die Zenleute, die haben das, ja. Aber bei den Leuten, die zu Satsangs gehen, und vielleicht zu Satsangs von Leuten, die selber eben nicht vollständig erwacht sind, dann werden auch sie dieses unvollständige Erwachen schon für das Ganze halten. Und dann hören sie auf! Und da wird es ja eigentlich erst richtig interessant, da, wo diese Leute aufhören.

Ja gut, da bin ich ja überhaupt noch weit von entfernt. Ich hab nie ein Erleuchtungserlebnis gehabt. Also noch nicht mal das hab ich geschafft. (lacht)

Wenn das nicht deine Absicht ist, dann brauchst du dich auch nicht wundern, wenn du dann diese Absicht auch nicht erreichst. Aber die Leute, die es machen und die die Absicht haben, die haben oftmals eben eine – hm, sagen wir mal, wie ich schon eben angemerkt habe, eine eher negative Absicht. Sie wollen etwas entkommen. Sie wollen etwas weghaben. Sie wollen ihr Leiden weghaben – ihr Leiden an der Welt, ihre Probleme, ihren Streß. Und das ist nicht die Motivation, die dich bis zu der wirklichen Befreiung führt. Weil du wirst dann aufhören, wenn du aufhörst zu leiden. Dann wirst du aufhören, weiter zu suchen, weiter zu forschen, weiter zu gehen mit deinem Bewußtsein. Wenn du sagen kannst: „ich bin frei“, dann bist du frei. Aber die Leute wollen nur frei von Leiden werden. Frei von Beziehungsproblemen, frei von Geldproblemen, frei von all den Dingen, die sie plagen. Ja, das kann man auch! Aber das ist nicht – wie gesagt, das ist nicht, was dich motiviert, weiter und weiter und weiter zu gehen.

Warum willst du die Erleuchtung?

Und was eben auch noch oft leider dazukommt, ist, daß viele sehr begierig darauf sind, sich eben selbst schon als einen fertigen Meister betrachten zu können und dann ihre – ähem! – halbgaren Wahrheiten (lacht) anderen Leuten geben zu können, ja? Nicht wissend, daß sie nichts weitergeben als ihre eigene Unwissenheit und vielleicht auch den eigenen Weg und ihre Erfahrungen, was sie ja machen können. Aber das … so werden deine Leute, die zu dir kommen, auch nicht frei, weil du es ja auch schon selber nicht bist! Und wenn das deine Motivation ist, das überhaupt zu machen, daß du dann irgendwie dieser Guru für andere sein willst, dann solltest du dich erst recht fragen: Warum willst du überhaupt die Erleuchtung? Warum willst du die Befreiung? Willst du bloß mehr Geld verdienen? Das kannst du auch anders schaffen. Das ist nicht der Weg dahin.

Erst wenn tief, tief in dir der Wunsch brennt, diese Befreiung zu erlangen, dann bist du wirklich auf den Weg. Und dann kannst du auch so weit kommen, ja. Es ist noch nicht mal ein Irgendwohin-Kommen, ja? Nur ist es schwierig, in normaler Sprache darüber zu sprechen. Aber erst dann, wenn dich NICHTS mehr interessiert, nur noch das, dann hast du die richtige Motivation dafür. Und dann interessiert dich nicht mehr, wie viel Geld du verdienst, dann interessiert dich nicht mehr, wie viele Follower du auf Facebook hast, und dann interessiert dich auch nicht, ob du deine bisher gemachten Erfahrungen in irgendwelchen Satsangs irgendwelchen Leuten erzählen kannst. Das interessiert dich dann ALLES nicht mehr. Alles, was du dann noch willst, ist wirklich die Befreiung.

Und du selbst kannst dir die Frage beantworten: Ist das bei mir so? Oder nicht? Ja? Und wenn’s nicht so ist – mach dir keine Vorwürfe, aber mach dir auch keine Illusionen. Dann hast du hier vielleicht noch ein paar andere Dinge, die du vorher machen willst, ja?

[Störung durch permanentes Sirenengeheul] Warte mal eben. Das nervt mich zu sehr. (Pause)

Ja. Das muss das einzige sein, was dich überhaupt noch interessiert. Und dann hast du die Motivation, dann hast du die Energie, dann hast du auch das Durchhaltevermögen – weil du es nicht mehr in andere Sachen reinsteckst, die nebensächlich sind dafür! Die meisten Leute kommen nicht hin, weil sie in zig anderen Aktivitäten drinstecken, sowohl mentale als auch physische Aktivitäten, ja? Wenn du überlegst, wie du Marketing machst, damit du deine Satsangs an den Mann bringst, hast du keine Zeit mehr für die Befreiung. Ja? Wenn du acht Stunden am Tag arbeitest und dann platt bist, hast du auch keine Zeit mehr für die Befreiung, und vor allem keine Energie! (fängt Gedanken von mir auf, daß das doch Leute schon geschafft haben) Es ist möglich, ja. Es ist möglich, einen Acht-Stunden-Job zu machen UND zu erwachen. Aber das bedeutet, du mußt diese acht Stunden VOLL präsent sein, in jeder Sekunde, und immer wissen, daß es alles Illusion ist und daß auch dein Gedanke, Geld zu brauchen, um leben zu können, ebenfalls Illusion ist. All dieses ganze Zeug ist alles Illusion! Und wenn dir das noch nicht mal klar ist, würde ich sagen, du bist nicht wach.

Na, er sagt, er hat jetzt dieses ganz normale Leben, und das macht ihn auch glücklich.

Ja, das kann er ja! Ich gönne es ihm von Herzen. Aber das ist nicht wach sein. Das ist nicht frei sein. Und wirklich wach und frei wirst du erst, wenn das alles ist, was du überhaupt noch willst im Leben, wenn du alles andere verbrannt hast. All deine Jobgeschichten, deine Beziehungsgeschichten, deine Überlebensängste, deine Machtgeschichten – alles, was dich da noch irgendwie in dieser Illusion drin hält. Das ist nämlich eigentlich der Punkt. Wenn du ne Obsession mit Macht hast, wenn du Beziehungsgeschichten hast, wenn du Geldthemen hast – all diese ganzen Sachen, die halten dich in der Illusion.

Und deswegen musst du sie auflösen, nicht, damit du ein besseres Leben führen kannst. Damit du von dieser Illusion FREI wirst! FREI!!! Damit du durchsehen kannst und sehen: Es hat nie, nie gestimmt! Es war keine Realität, zu keinem Zeitpunkt! Es gibt noch nicht mal etwas, was man Zeit nennen könnte! Es ist immer, immer DEINE Illusion gewesen, die du selbst gebaut hast. Und in dem Moment, wo du das wirklich, wirklich erkennst – dann kannst du frei davon sein. Weil dann ist das auch nichts anderes als das Kino, wo du drin sitzt, und du WEISST, daß es ein Film ist. Ja? Du bezahlst dann Eintritt, dann gehst du hin, guckst den Film an, du weißt aber die ganze Zeit, es ist ein Film. Das weiß der normale Mensch, der ein Leben führt hier auf Erden, meistens nicht. Er denkt, das wär alles real. Frei bist du dann, wenn du weißt, daß nichts davon real ist und daß auch du nichts davon zu einem Problem machst.

Die Motivation, die du haben musst

Ja, und ist es denn dann so, daß man, wenn man so frei geworden ist, wie du sagst – kann man dann die Dinge aus der Luft manifestieren? Oder wie lebst du dann? Also das Leben nach der Befreiung ist ja auch ne interessante Sache mal zu erforschen. Okay, vielleicht bin ich sowieso noch gar nicht der Mensch, der berechtigt ist, diese Frage zu stellen. Weil diese Motivation, die du gerade aufgerufen hast, die besitze ich ja gar nicht. Ich wäre ja schon froh, wenn ich hier meine Heilarbeit machen kann und damit genug Geld verdiene. Aber das ist ja nicht die Motivation, frei zu werden. Das ist einfach nur die Motivation, ein Leben zu haben, wo man Menschen helfen kann und dabei eben auch selber ein gutes Leben haben.

So – wenn ich dir jetzt sagen würde, daß das alles, alles auch Illusion ist? Es gibt niemand, dem geholfen werden müßte – niemand! Natürlich kannst du in dieser Illusion spielen, solange du willst …

Aber du hast gesagt vorhin, man müßte, wenn man sich da auf dem Weg begibt, erst mal diese Chakren durcharbeiten, damit man dann eben die Angst vor dem Tod verliert und so. Ist das dann nicht auch alles Illusion?

(lacht herzlich) Letzten Endes ja. Letzten Endes brauchst du gar nichts zu machen, außer wach werden. Aber die meisten Leute erwachen nicht einfach so. Und es gibt aber auch unterschiedliche Wege. Es gibt Leute, die haben nen Unfall, fallen ins Koma, sind sechs Wochen bewußtlos, kommen dann aus dem Koma und sind wach. Und es gibt auch Leute, die viele und lange Jahre meditieren oder Kundalini-Yoga machen und dann erwachen. Das ist immer auch, was der betreffende Mensch sich für einen Weg aussucht, oder was er glaubt, was nötig ist dafür. Und wie tief und wie stark seine Motivation tatsächlich ist. Davon hängt das unter anderem ab. Letzten Endes brauchst du es eigentlich nicht wirklich, weil sowieso alles Illusion ist. Du kannst auch zu deinem Lieblings-Gott beten, daß er dich von der Illusion befreit.

Ach, und der macht das dann, ja?

Wenn du das tief genug glauben kannst, ja – auch wenn du es dann im Prinzip selbst erschaffst –, dann kannst du dir damit deine eigene Befreiung auch erschaffen, ja. Letzten Endes bist das alles du! Auch die Gottheit, zu der du betest, bist auch du. Auch ich, der ich jetzt mit dir spreche, bin auch du. Weil es gibt – nichts – anderes. Ja? (leise) Es gibt nichts anderes. Aber die Frage ist halt: Willst du das wirklich wissen? Oder willst du weiter da auf dem Spielplatz verbleiben, wo du Geldprobleme und Beziehungsprobleme lösen kannst und all das? (lacht leise)

(erschüttert) Oh Mann!

Ja, da kommen wir nämlich dann an den Punkt, nicht. Warum willst du das? Damit du dich endlich mal was wert fühlen kannst. Und warum willst du das? Weil du denkst, daß du nichts wert bist, wenn du nicht irgendwas Nützliches tust, oder wenn du nicht genug Geld verdienst, oder wenn du nicht was leistest, oder wenn du nicht am Aufstieg mitarbeitest, ja, bist du nichts wert. Das ist, was du denkst. Deswegen machst du all diese Dinge.

Na, was hältst du denn dann von diesen Aufstiegsbemühungen? Ist das dann auch alles Quatsch? Sollten wir einfach singen und fröhlich sein und es uns gut gehen lassen, und vielleicht werden wir irgendwann erleuchtet, vielleicht auch nicht – ja, und ob in Syrien Krieg ist, interessiert ja keinen, weil es eh alles Illusion ist?

(lacht heftig) Es ist Illusion, ja. Auch Kriege sind Illusion. Auch das ganze Leiden ist Illusion. Alles, was du hier siehst.

Also was empfiehlst du denn dann? Man sollte sich’s gut gehen lassen und seine Spielchen spielen, und wenn man wach werden will, dann wird man sich auf den Weg begeben? Und ob die Menschheit als Kollektiv erwacht, ist auch nicht so wichtig, oder wie?

Wenn sie als Kollektiv erwachen, dann werden alle diese Spiele nicht mehr sein – weil dann nämlich alle begreifen, daß das immer Blödsinn war. Okay., dann kannst du noch Spiele spielen, weil sie dir Spaß machen, aber nicht mehr, weil du das noch irgendwie für ne Realität hältst.

Aha. Okay. Das muß ich jetzt glaube ich erst mal sacken lassen.

(lacht leise) Das denke ich mir, ja.

Aber du hörst dich an wie einer von meinen üblichen Verdächtigen, nicht wie ein indischer Yogi.

Vielleicht sind ja unter deinen üblichen Verdächtigen auch ein paar indische Yogis. Hast du darüber mal nachgedacht?

Bis jetzt noch nicht, nee. Ich dachte immer, das sind alles Galactics.

Ja und? Können die nicht als indische Yogis hier gewesen sein?

Doch, doch, sicher. Aber eine Galactic-Identität ist ja dann irgendwie auch hinfällig, weil das ja alles sowieso Illusion ist.

Richtig! Genau das. Es spielt keine Rolle mehr. Und dann kannst du anfangen, das Spiel zu genießen oder aufhören, zu spielen, und einfach nur noch wach sein.

Mhm. Okay. Also wenn ich das möchte, sagst du, dann müßte ich erst mal diese entsprechende Motivation entwickeln, wo ich nichts anderes mehr will, richtig?

Ja. Das ist die Grundvoraussetzung, daß du das hast oder entwickeln kannst auf dem Weg, ja. Nicht jeder hat das schon gleich, wenn er anfängt. Aber irgendwann, wenn es dir wirklich ernst ist, dann wirst du es entweder haben, oder du wirst aufhören. Und wenn du nur die Erleuchtung verfolgt hast, gesucht hast, um deine menschlichen persönlichen Probleme zu lösen, dann wirst du irgendwann aufhören – irgendwann vor dem, was eigentlich wirklich deine Befreiung hätte sein können. (lacht)

Ja, du bist echt auch so ein Scherzkeks!

(er lacht sich weg) Nee! Ich bin einfach nur jemand, der sich keine Illusionen mehr macht. Und deswegen kann ich sehen, wie die Dinge wirklich sind. Und deswegen kann ich auch sehen, daß viele Leute jegliche Motivation haben, nur nicht die einzige, die eigentlich wirklich dich ans Ziel bringt. Ja? Aber es macht nichts. Letzten Endes ist es eh egal. Wenn diese Leute das Spiel spielen wollen „Ich strebe nach Erleuchtung“, dann sollen sie das halt eben tun. Und vielleicht wird es ihnen ja wirklich sogar was bringen – nur vielleicht nicht das, was sie selbst denken.

OM mani padme hum!

(lacht) Ich denke, es reicht erst mal.

Ja, das glaube ich auch. (Lacht) Ich danke dir vielmals für die sehr bedenkenswerten Ansätze hier. Und vielleicht kann ich mich ja noch mal an dich wenden, wenn ich das alles etwas habe sacken lassen. Geht das?

Ja sicher. Immer.

Und wie rufe ich dich dann? Den Swami, mit dem ich gesprochen habe, oder …?

Von mir aus kannst du mich Swami rufen, ja.

Das Wichtigste ist dein Wunsch, frei zu sein

Okay. Hmmm … aber noch so eine ganz dämliche Frage vielleicht zum Schluß?

Ja?

Dann wäre ja aus deiner Sichtweise das, was ich hier mache mit Sacred Activations und irgendwie versuchen, damit den Lebensunterhalt zu bestreiten – das würdest du ja dann wahrscheinlich völlig irrelevant finden, oder nicht ratsam, oder wie auch immer, ja.

(lacht) Das ist, wie ich dir gesagt habe: Wenn du weiter in den Spielen spielen willst und das für real halten, dann steht dir das völlig frei. Aber es ist nicht real. Und es ist nie real gewesen. Und es wird auch nicht realer davon, dass du es dir noch weiterhin vormachst. Ja? Das ist, was ich dazu sage. Und welche Entscheidung du triffst, innerhalb deiner Illusion, das (lacht) – ja, einmal spielt es nicht wirklich eine Rolle, aber andererseits gibt es nur wirklich eine Entscheidung, die dich wirklich frei machen kann – nämlich, daß du diese Freiheit wählst und daß du nichts anderes … von nichts anderem dich ablenken lässt davon. Daß du nichts anderes wichtiger oder von höherer Priorität für dich findest, ja? Das ist das einzige – die einzige Entscheidung, die wirklich, wirklich zählt. Und was du sonst machst, ja – hab Spaß damit, wenn du in der Illusion spielen willst, ja. Aber auch das Satsang-Spiel, und auch das Erleuchtungs- und „Ich strebe nach Erleuchtung“-Spiel ist auch nur ein Spiel in der Illusion, was viele Leute einfach nicht begreifen.

Ach, du meinst, man braucht gar nicht all die Meditationen und das?

Das einzige, was du brauchst, ist, daß du es wirklich willst. Und wenn du es wirklich willst, dann wird dich alles, was du machst, dahin bringen. Und wenn du es nicht wirklich willst, dann wird nichts, was du machst, dich dorthin bringen. Weil es geht ja nicht um irgendetwas, das du tust.

Und warum machen die Leute dann Yoga und das alles?

(lacht)

Wenn das einen da doch nicht hinbringt?

Wenn du mit dieser Intensität Yoga machst, mit diesem Wunsch, frei zu werden – dann hilft’s! Ja? Aber mit der gleichen Intensität könntest du auch Bilder malen oder Lieder singen oder sonst was. Es muß nicht Yoga sein. Das einzig Wichtige ist dein Wunsch, frei zu sein. Und wenn du den hast, und wenn du ihn festhältst, und wenn du ihn weiter verfolgst, dann bringt er dich in deine Freiheit. Aber du darfst nicht denken, daß Geld oder Liebe oder Macht oder irgendetwas wichtiger ist als das. Weil in dem Moment, dann kommst du von deinem Weg ab. Dann wirst du die Macht verfolgen und das Geld und die Liebe und die schönen Konsumgüter, die es heute so gibt, ja – und nicht mehr deine Freiheit. Und damit möchte ich dich für heute verlassen, mit diesem Gedanken.

Danke! (lacht) Ich danke dir vielmals. Ich werde das bestimmt noch öfter anhören.

Das hoffe ich. Vielleicht wird es jedes Mal ein kleines bißchen tiefer sacken. Das würde mich sehr freuen.

Mhm. Gibt es doch noch was, was dich freut außer deiner Freiheit, ja? (lacht)

Ja! Wenn andere Leute auch frei sind, das freut mich ebenfalls. Wobei auch „andere Leute“ ne Illusion sind, ja? Aber jeder, der aus der Illusion aufwacht, fügt auch zu meiner Freiheit was hinzu. Ja? Sieh es mal so.

Ah, okay.

Und deshalb – wenn das dazu beiträgt, daß du deine Freiheit verfolgst und nicht mehr irgendwelchen Bullshit, dann war dieser Abend nicht umsonst. (lacht)

Scherzkeks! Okay, ich danke dir. Ich beende jetzt diese Aufnahme.

Bis vielleicht bald – wer weiß?

Text © Zarah Zyankali 2017, Foto © Zarah Zyankali 2014. Wenn ihr diesen Text teilen wollt, bitte nur verlinken oder rebloggen, nicht woanders reinkopieren. Danke!

Die Holodeck-Realität und das Leiden als Illusion

In letzter Zeit kommt mal wieder das Thema hoch, wie real diese Realität hier eigentlich ist. Daher habe ich auch mal wieder alte Channelings ausgegraben, in denen es um diese Frage geht. Wer die „Film-Realitäten“ gut fand, wird mit dem Holodeck sicher keine Probleme haben. Wer meint, daß diese Sichtweise nur eine Verdrängung des Leidens bedeutet, wird mit dem Text wahrscheinlich eher wenig anfangen können. Also – ihr seid gewarnt! 😉 Wobei ich sagen muß, dass ich es selbst auch immer noch nicht einfach finde, über die holographische Realität hinauszublicken …

Die Holodeck-Realität und das Leiden als Illusion

29.4.2014

Die Hathoren haben ja irgendwann mal gesagt: “It is possible to live in heaven while others are living in torment. Ultimately, it is only a matter of choice.” Also du kannst im Himmel auf Erden leben, während andere in der Hölle sind, und es kommt halt nur drauf an, was du wählst. Und dann hab ich mal gefragt: Wenn man jetzt sein Bewußtsein so erweitert, daß man sich dann als Eins wahrnimmt, dann fühlt man ja auch das Leiden von den Wesen, die halt leiden. Das ist ja dann auch ein Teil von dir. Also kann man ja nicht sagen: „Oh, ich sitze hier in meinem schönen Himmel, und von dem Leiden kriege ich nichts mit.“ Das geht ja eigentlich nur so lange, wie man noch ein Gefühl von Getrenntheit aufrechterhält – oder nicht?

Und er [mein höheres Selbst] meinte daraufhin, es wäre anders, denn wenn du dich als das Ganze wahrnimmst, dann wärst du mit keinem von den einzelnen Teilen mehr identifiziert. Dann bist du nicht mehr im Himmel, du bist auch nicht in der Hölle, du bist auch nicht in irgendeiner von diesen Erfahrungen mehr drin, sondern du bist dann das, was all diese Erfahrungen im Prinzip hervorbringt. Habe ich das richtig verstanden?

(lacht) Ja.

Und du hast erzählt vom Holodeck. Daß das eigentlich alles im Prinzip ein Riesen-Holodeck ist, und in dem Moment, wo du sowas wie Leiden noch ernst nimmst, hättest du das eigentlich noch nicht richtig begriffen oder so. Also die ganzen Buddhisten sind eigentlich Idioten, weil sie das Leiden als eine Tatsache verstehen, oder wie?

(lacht) Solange du noch irgendwas als ne Tatsache verstehst und nicht als ne Projektion deines eigenen Geistes, bist du auf dem Holzweg, ja. Und das hat der Buddha aber auch gesagt. Leiden und Kämpfe und aber auch die schönen Dinge – das ist alles Illusion! Und es ist alles dein Holodeck, auf dem du das kreierst, was du da kreieren möchtest.

[Mikrofonstörung] Scheiße! Das kreiere ich mir irgendwie.

(lacht)

Warte mal … ich muß das irgendwo dran festmachen. Aber nicht an meinen Klamotten. [Mikrofon-Rumgestöpsel und Gekräckel] Ja, das Mikrofon hat nen Wackelkontakt. Jetzt habe ich das mal befestigt. Und, ja. Also das Holodeck.

Ja. In dem Moment, wo du zum Universellen Bewußtsein erwachst, dann siehst du ja, daß das alles Projektionen sind deines eigenen Geistes. Nämlich deines Geistes, der alles umfaßt, diese ganzen Manifestationen alle. Und wenn du dann siehst, daß in dieser gesamten Projektion, die du erschaffen hast, die Illusion von Leiden existiert, dann bist ja nicht du es, der leidet.

Oder doch. Also …

Nein! Weil du siehst ja, daß es illusorisch ist. Du durchschaust es ja. Du bist ja nicht mehr drin gefangen. Verstehst du?

Ja, aber solange die Teile von mir da noch drin gefangen sind, dann ist ja irgendwie ein Stück von mir auch drin, oder nicht?

Ja, das Stück von dir, das sich damit identifiziert, das ist drin. Das ist richtig. Aber dein universeller Geist, der die Dinge betrachtet, der die Dinge hervorbringt und auch wieder auflöst, der ist nicht drin gefangen, und der leidet nicht und macht auch sonst nichts damit.

Aber ich dachte, der Universelle Geist bringt die Dinge hervor, um sie zu erfahren?

Er erfährt sie in den einzelnen Wesen, die er erschafft, die ja eigentlich nicht wirklich einzelne Wesen sind – genau wie eine Zelle in deinem Körper kein Einzelwesen ist, sondern sozusagen ein kleines Stück eines größeren Organismus darstellt. Das ist ja nicht getrennt. Aber diese Einzel-, vermeintlichen Einzelwesen, die machen Erfahrungen. Und diese Erfahrungen, die kannst du dir von da, wo du dein gesamtes Selbst bist, in Ruhe angucken einfach.

Ach so – wir machen die Filme für sozusagen den Universal Mind oder wie, damit er gucken kann?

(lacht) Ja, was bist denn du auf der Ebene, wo du diesen Film erschaffst, wenn du ihn nicht bewußt erschaffst?

(verwirrt) Äh, Moment – was willst du jetzt wissen?

(lacht herzlich) Du hast gesagt: „Wir machen die Filme.“ Wer sind denn „wir“? „Wir“ sind kleine Teile von dem Ganzen, und das Ganze ist das, was überhaupt die Erfahrung erst erschafft. Und in dem Moment, wo du sie erschaffst, bist du nicht mehr das Opfer davon, wie ich auch schon an anderer Stelle mal gesagt hab, ja? Nur wenn du sie unbewußt erschaffst, dann kannst du eine Illusion erfahren, ein Opfer von irgendetwas zu sein.

Uff! Nja.

Ja! Der Buddha zog aus, um eine Lösung zu finden, wie man das Leiden besiegen kann und die Krankheit und das Alter und den Tod. Und die Lösung, die er gefunden hat, bestand darin, zu erkennen, daß das alles Illusion ist! Und in dem Moment, wo du das erkennst, bist du frei davon. Und dann gibt’s natürlich andere Teile von dir, die noch nicht frei davon sind. Aber in dem Moment, wo du es erkennst, löst sich für dich in dem Bewußtsein, in dem du dann bist, all das auf. All das, was sich noch damit identifiziert.

[weitere Mikrofonstörungen] So. In welchen Bewußtseinszustand muß ich mich begeben, damit das für mich ne Illusion ist?

(lacht) In diesem Bewußtseinszustand möchtest du dann gar nicht mehr irgendwas aufnehmen oder channeln, weil du das dann ja sowieso weißt. Weil du bist es ja dann. Du bist das allumfassende Bewußtsein, aus dem alles strömt. So. Und da hat vielleicht an einer Stelle ein Teil von dir ein Problem mit einem elektronischen Gerät, und woanders haben Teile von dir Hunger und wissen nicht, wo sie was zu essen herkriegen, und an einer dritten Stelle haben Leute mehr zu essen, als gesund für sie ist, und an einer vierten Stelle sitzen Leute vielleicht einfach in der Sonne, lassen sich’s gut gehen – und das sind alles Teile von dir. Das sind alles Erfahrungen, die du durch diese Wesen machst. Aber du bist nicht derjenige, der leidet! Das ist der Punkt. Das bist nicht du.

Na, wer ist es denn dann?

Das ist extrem schwer zu erklären, weil … im Prinzip muß man als allererstes sagen, daß Leiden als solches nicht wirklich existiert, weil das gesamte Framework, in dem die Illusion von Leiden existiert, nicht wirklich real ist.

Aber gut, wenn … sagen wir mal, ich bin auf diesem Holodeck, und da gibt es sowas wie Leiden.

Ja, dann ist es deswegen da, weil du das eingegeben hast. Weil dein Holodeck reagiert auf das, was du da einprogrammierst. Auf nichts sonst.

Ja, gut. Ich hab das irgendwann mal eingegeben, daß dort dieser Planet ist, und auf dem existiert sowas wie eine Illusion von Leiden, die aber in dem Moment real erscheint, in dem man sich da reinbegibt.

Das kannst du so sagen, ja.

Und ich hab diese Programmierung für mein Holodeck gemacht, um mal zu gucken, was da rauskommt, wenn ich so eine Sache erschaff.

Genau. Und jetzt siehst du, was rauskommt. (lacht)

Ja. Und sagen wir mal, daß mir das jetzt nicht mehr gefällt, was da rausgekommen ist. Und wenn ich das programmiert hab, kann ich das ja dann auch umprogrammieren.

Richtig. Du kannst es auch ausmachen, nicht? Du kannst sagen: „Okay, Holodeck-Session beendet. Ich geh raus, ich mach was anderes.“

Was mach ich denn dann, wenn ich kein Holodeck mehr hab, außerhalb dessen?

Du kannst natürlich ne neue Session anfangen mit anderen Programmierungen. Oder du kannst die Sache ganz bleibenlassen. Du kannst dich einfach in dein unendliches Bewußtsein ausdehnen, das keine Manifestationen braucht.

Das ist ja langweilig.

(lacht) Nö, das muß gar nicht langweilig sein. Guck, wenn du hier rausgehst und dich in die Sonne setzt – mußt du irgendwas tun? Mußt du irgendwas erschaffen? Du kannst es dir einfach so gutgehen lassen. Du mußt nichts tun.

Ja, aber ich hab ja hier die Manifestationen um mich rum: die Bäume und die Vögel und die Sonne und all das. Das ist ja schon da. Das brauch ich ja nicht mehr selber erschaffen, sondern das ist ja schon da.

Nee. Das ist deswegen da, weil dein Bewußtsein das erschafft! In dem Moment, wo du aufhörst zu erschaffen, ist es nicht mehr da. Das ist nur jetzt deine Sichtweise, daß das schon da wär und du gehst jetzt raus. Aber so ist es nicht.

(verblüfft) Wie jetzt? Der Baum da, der ist doch da!

(lacht) Ja. Innerhalb dieses Frameworks, wo du ein Mensch bist und da die Erde ist und die Bäume und der Himmel und so, da ist das alles real. Genau wie du vorhin gesagt hast: Du gehst in dein Holodeck rein, und in dem Moment, wo du mal drinne bist, sind die Dinge real für dich, ja. Aber nur solange du in diesem Framework dich drin befindest, erschafft sozusagen die Programmierung deines Decks, was eine Erweiterung oder extension deines Bewußtseins ist, diese Dinge, die du wahrnimmst, als wären sie bereits da. Ja? Und es erschafft auch sozusagen die Illusion von etwas, was wächst oder erst entsteht oder noch kommt, ja?

Das ist wie ein Riesen-Computerprogramm. Da kannst du alles machen. Du kannst Zeit einprogrammieren: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Parallelzeiten, Zeitlinien, Wahrscheinlichkeiten … das kannst du alles machen. Und dann kannst du innerhalb dessen Illusionen erschaffen von, daß z.B. was wächst, blüht, wieder verwelkt, von neuem anfängt zu wachsen … Das ist wie ein Video auf Youtube, wo du siehst, wie sich so ein Blatt entfaltet oder halt wieder weggeht. Aber in Wirklichkeit ist es nur ein Video! Es ist nicht echt, Mann! Es ist ein Bildschirm, und da ist ein Bild drauf, und das verändert sich. Und das sind alles Pixel und kleine elektronische Impulse, die eine Illusion erschaffen eines Blattes oder einer Pflanze oder eines Meeres mit Delphinen drin oder was auch immer, ja? In Wirklichkeit ist das einfach nur ein Viereck auf nem Bildschirm, auf dem bestimmte Impulse die Illusion von Bildern erzeugen.

Ja, so gesehen, ja, sicher. (lacht)

Ja, und was anderes ist deine normale Realität auch nicht. Ist nur schwerer zu sehen, wenn man drin ist. (lacht)

OM. Warum ist es dann wichtig, daß ich diese Energie durch mich fließen lasse, wenn das eh alles illusionär ist?

Das ist in dem Moment wichtig, wo du beschlossen hast, eine bestimmte Holodeck-Erfahrung zu machen. In dem Moment, wo du das nicht mehr willst, kannst du es einfach vergessen. Ja. Das kannst du immer.

Ach, du verwirrst mich. Laß uns in die Sonne gehen.

(lacht)

Ja! Ich würde ungern draußen sitzen und irgendwie denken, daß das alles Illusion ist – dieser schöne Frühling und dieser wundervolle Himmel und die Kastanien, die fast überquellen von Kerzen und alles, und der Vogelgesang. Ich möchte eigentlich nicht denken, daß das irgendwie jetzt nur ein Computerprogramm ist, in dem ich bin.

Ja, deswegen kannst du auch nicht drüber hinaus sehen – weil du möchtest, daß es real ist.

Na, was mache ich denn, wenn ich jetzt erkenne, daß das alles nur Bits und Bytes sind und so?

In dem Moment, wo du das erkennst, kannst du diese Bits und Bytes zu allem, was du willst, verschieben, manifestieren, verdichten, was auch immer. Du bist dann wie der Programmierer von dem Holodeck. Jetzt bist du wie ein Hologramm auf dem Holodeck, das denkt, daß es eine reale Person ist. Aber wenn du kapierst, daß diese Bits und Bytes – daß es wirklich nur das ist, dann bist du der Programmierer, der das umschreiben kann auch, wenn er will.

Ja, aber es macht ja keinen Spaß, wenn ich nicht mehr denke, daß es echt wäre, oder?

Ist nicht gesagt. Guck, wie viele Leute jeden Tag Computerspiele spielen, obwohl sie genau wissen, daß es nicht echt ist, die ganzen Dunkelelfen und Magier, die da drin vorkommen. Ja? Das ist ja auch nicht echt. Aber es macht ihnen anscheinend trotzdem Spaß.

Na gut, jedem Tierchen sein Pläsierchen, hm?

(lacht) Du bist auch oft genug am Computer. Wenn es dir keinen Spaß machen würde, warum machst du es dann?

Manchmal weiß ich das gar nicht so genau, ey. Gewohnheit vielleicht auch nur.

Ja, dann kannst du dich ja mal fragen: „Okay, was würde ich lieber tun? Was würde mir jetzt mehr Spaß machen?“

Ja, genau. Mir würde es jetzt mehr Spaß machen, rauszugehen.

Dann machen wir das doch.

Okay, bis später.

Text © Zarah Zyankali 2014 , Foto © Zarah Zyankali 2018. Bitte diesen Text nicht irgendwohin kopieren, sondern nur verlinken. Danke.

Liebe und der Pfad des Dienens

Da meine alten Channelings scheinbar doch auf Interesse stoßen, kommt hier gleich das nächste. Ist auch von 2007, und es ging in dem Gespräch um meine aktuellen und verflossenen Beziehungen. Im Verlaufe dessen kamen wir auf die Frage, was denn nun eigentlich Liebe ist … und was sie nicht ist.

Was ist wirklich Liebe?

Wenn du glaubst, du mußt dir irgendwelche Sachen reinziehen, die dir wehtun, aus Liebe zu ei­nem anderen, dann hast du etwas Grundlegendes an der Liebe nicht richtig verstanden. Denn wirkliche Liebe guckt immer, daß alle Beteiligten glücklich sind. Und wenn du dir Leiden reinziehst aus angeblicher Liebe zu einer anderen Person, dann ist es nicht Liebe, sondern dann ist es ir­gendwie … ich will nicht sagen, Maso­chismus, aber schon eher sowas wie Selbstopferung oder so. Denn Liebe ist immer auch das, was für dich und auch für die andere Person das Beste in dem Moment ist. Und das Beste kann manchmal sein, daß man auseinandergeht. Denn der andere hat auch nichts davon, wenn du dich jetzt ständig quälst, oder wenn du ständig leidest, oder wenn du dein Leben nicht leben kannst, weil du ständig mit seinen Problemen beschäftigt bist. Was natür­lich auch irgendwie eine Art Fluchtmechanismus natürlich von dir in dem Moment ist. Denn wenn man sich je­manden sucht, dessen Probleme so heftig sind, daß man damit voll beschäftigt ist, dann kann man sehr schön die Dinge umgehen auch, die sonst eigentlich angesagt wären. […] Etwas, was dich dazu bringt, deine Belange zu opfern, um jemand anders zu helfen, das ist niemals Liebe. Niemals.

Gibt es nicht solche Leute, die so das Dienen üben und daran wachsen und deren Pfad es halt eben ist, anderen zu dienen und so?

Ja, es gibt einen Pfad des Dienens. Das ist aber etwas, was dann die betreffende Per­son stärkt. Wenn Dienen wirklich deine innere Berufung ist, dann wirst du merken, daß, wenn du einen Dienst jemandem gegeben hast, das dich innerlich . . . daß du richtig leuchtest, weil du merkst, es ist ge­nau das, was du tun willst. Es hält dich nicht von irgendwas anderem ab, was eigentlich für dich wichtiger wäre, sondern es ist ge­nau das, worin du in diesem Moment deine Erfüllung findest. Und du leidest dann da nicht drunter. Und du mußt dich auch mit niemand rumstreiten. Sondern du dienst dann aus freiem Herzen und weil du das geben willst und weil du merkst, genau das ist das, was du am liebsten auf der ganzen Welt machst.

Und dann ist es Liebe, denn dann ist es auch Liebe zu dir selber, weil du das tust, was dein Herz will. Du tust das, was dein Herz will, und du hilfst auch dem anderen. Und du hilfst dem anderen aber auch so, daß es für ihn nicht begrenzend ist. Es gbt ja viele Helfer, die wollen damit sich nur selber ein bißchen unentbehrlich machen auch, um das Gefühl zu haben, daß man sie braucht. Und damit halten sie die „Geholfenen“, also die (lacht) Klienten […] oder wem auch immer sie dienen, halten sie in Abhängigkeit, und das ist auch nicht Liebe. Das ist ein falsch verstande­ner Helfertrip, der aus einer inneren Unsicherheit entsteht, die halt immer wieder glaubt, sich dadurch bestätigen zu müssen, daß jemand anders sie halt eben braucht. Und wenn sie mal jemand nicht mehr braucht, dann würden sie in ein tiefes, tiefes Loch fallen und in Depressionen, weil sie dann nämlich glauben, nichts wert zu sein, wenn sie nicht irgend-jemand anderem helfen können oder irgendwie gebraucht werden. Das heißt, da ist dieser innere Selbstwert, dieses innere Leuchten, das vom wahren Dienen kommt, das ist da überhaupt nicht vorhanden, sondern das ist eine reine Kompensationsgeschichte.

Und das ist, was man dabei beachten muß. Also was ist wirklich die innere Motivation für das Hel­fen? Und wenn du merkst, daß dein Herz leuchtet, wenn du das machst, wenn du merkst, du wür­dest es am liebsten noch ganz viel mehr machen, wenn du merkst, das ist genau dein Ding, das ist dein Weg im Leben – dann mach’s!

Wenn du aber merkst, du wirst immer genervter, du hast immer weniger Lust, dich mit den Men­schen zu befassen, glaubst aber, du müßtest ihnen irgendwie helfen, weil ein guter Mensch das halt eben macht, oder weil du sein Freund bist, oder was auch immer – dann kannst du hundert Prozent sicher sein (lacht), daß du auf dem Holzweg dich gerade befindest (lacht) und daß das, was du da machst, nicht Liebe ist, son­dern auch nur einem Helfersyndrom entspringt oder einer falsch verstandenen Ver­pflichtung einem anderen gegenüber.

Und das, denke ich mal, ist nicht schwer zu unterscheiden, wie du dich dabei fühlst. Also kannst du dir merken: Was aus dem Herzen strömt, was frei gegeben wird, und wo du dich innerlich bes­ser fühlst, wenn du es machst – das ist es! Und das, was du widerwillig machst, oder weil du denkst, daß du es mußt, oder weil du glaubst, du bist ein guter Mensch, wenn du es machst, oder weil du glaubst, das gibt dir eine Existenzberechtigung – das sind die Dinge, um die du einen großen Bogen machen solltest, weil das nicht wirklich deins ist und das dann auch mit Liebe nichts zu tun hat.

Wenn du es liebst zu singen, dann sing! Aber wenn du es liebst zu singen, du glaubst aber, du müßtest jetzt Krankenschwester werden, weil so viele Menschen leiden – ver­giß es! Es ist nicht dein Weg.

Wenn du aber Krankenschwester wirst, weil es das ist, was du immer schon sein wolltest, und weil du den Leuten, die da in den Krankenhäusern sind, Freude und gute Pflege und ein Lächeln und Wertschätzung und Anerkennung geben willst, um ihren Aufenthalt dort angenehmer zu ma­chen und damit sie vielleicht auch schneller gesund werden – ja, dann werd Krankenschwester! Wow! Mach das!

Es ist niemandem damit gedient, einen Pfad zu gehen, der nicht wirklich einem selber gemäß ist. Ja? Und ob dein Pfad dir gemäß ist, merkst du daran, ob du dabei Spaß hast, ob du merkst, daß es dich stärkt, ob du merkst, daß du dich drauf freust – all diese wohlbekannten Dinge, die zeigen dir, daß du auf dem richtigen Weg bist mit et­was. Und das ist dann auch Liebe – auch zu dir selber, weil du das machst, weil du dich genug liebst, um das zu tun, was wirklich deins ist. Weil du dich genug liebst, um dich zu nichts zu zwingen, was du eigentlich gar nicht machen willst. Das ist dann Liebe, und diese Liebe, die strömt aus von dir in deine Umgebung. Du hast dann gute Laune, du bist gut drauf, du rennst rum und singst, alle Leute, die dich sehen, freuen sich auch. Ja? So funktioniert das. (lacht)

Wenn du aber mit einer solchen Fresse rumläufst, aber einem inneren Gefühl von er­füllter Pflicht und daß du ein weiß Gott wie guter Mensch bist, weil du bist ja Thera­peutin, und Tag und Nacht kümmerst du dich um die armen geknechteten Seelen die­ser Welt, ja? Dann hilft dir dein gutes Gewissen überhaupt nichts, weil – phh! Es ist einfach nicht das, was dich glücklich macht. Und et­was, das dich nicht glücklich macht, kann niemals dein authentischer Pfad sein, NIE! (lacht)

Das Dumme ist halt eben, daß bestimmte Dinge als besonders nachahmenswürdig hingestellt wer­den, oder als besonders verdienstreich oder so. Und du bist halt ver­dienstreicher, wenn du Mutter Theresa bist, als wenn du einfach nur … was weiß ich … Britney Spears bist und das machst, was du schon immer wolltest oder so, ja?. Dann bist du halt egoistisch, vergnügungssüchtig, weiß der Henker was. Aber daß du vielen, vielen Leuten Freude bringst auch mit dem, was du machst, das wird einfach nicht so hoch bewertet, wie wenn du selber im Staub kriechst vor den Leprakranken dieser Welt. Das ist halt in eurer Gesellschaft leider einfach mit mehr Status behaftet. Und deswe­gen versuchen viele Leute, diesen Weg zu gehen, für die er gar nicht ge­dacht ist, für die was ganz anderes eigentlich besser wäre

Wenn du aber anfängst, dich selber zu kennen und zu wissen, was dein Herz zum Singen bringt, und das dann auch zu tun, dann könnten dich auch solche Vorbilder, die da so hochgehalten wer­den, nicht mehr wirklich davon abbringen oder irritieren oder so. Aber es irritiert halt schon viele Leute, die nicht gut genug wissen, wer sie eigent­lich sind und was sie wollen und was sie gerne machen und was wirklich ihres Herzens tiefe Sehnsucht ist. Und es gibt eine ganze Industrie, die versucht, zu verhindern, daß die das rausfinden. (lacht)

Text © Zarah Zyankali 2007, Foto © Zarah Zyankali 2016. Bitte diesen Text nur verlinken oder rebloggen, nicht woanders reinkopieren. Vielen Dank!

Bei Angriffen durchlässig bleiben

Dies ist ein Auszug aus einem längeren Gespräch mit meinem Höheren Selbst von irgendwann 2007 (das genaue Datum weiß ich jetzt nicht mehr). Meine Frage war gewesen: Wie soll man reagieren, wenn von anderen Leuten Angriffe kommen? Irgendwie schien ich damit zu rechnen, daß welche kommen würden, obwohl gar nichts dergleichen vorgefallen war.

Jetzt, aus einer Distanz von über 10 Jahren, kann ich sagen, daß er mir damals nicht erzählt hat, wie unglaublich schwer es ist, diesen Grad an Durchlässigkeit zu erreichen. So locker-flockig, wie er es hier darstellt, gehtKam es nämlich keineswegs. Eigentlich bräuchten wir dazu mal ein Follow-up-Gespräch …

Ich wüßte ehrlich gesagt nicht, warum das für dich ein Problem sein sollte. Denn die Leute sehen, was sie denken, und sie denken, was auch ihre persönlichen Vorurteile oft sind. Und dadurch wird die Wahrnehmung beeinflußt, um es mal neutral zu sagen. Und dadurch sehen sie dann im Prinzip in dir ihre eigene Spiegelung. Und wenn je­mand sein eigenes Spiegelbild sieht und dann sagt: „Iiih, du bist häßlich, du gefällst mir nicht!“ – dann ist das wohl dessen Problem, oder? (lacht)

Ja, bloß wenn er dich dann angreift, weil er denkt, du bist das …?

Du bist es aber nicht. Und wenn du dieser Spiegel sein und bleiben kannst und einfach nur reflektieren, was auf dich auftrifft, dann gehen diese Dinge durch dich durch. Wenn du dir das nicht zu Herzen nimmst, wenn du einfach mitfühlend sehen kannst, daß dieser Mensch mit sich selber kämpft, nicht mit dir, und ihm dieses Mitgefühl einfach zur Verfügung stellen kannst und wissen, daß er gar nicht dich meint – dann hast du kein Problem! Das … ah, ich will nicht sagen, das prallt an dir ab, sondern das geht halt durch dich durch! Du kannst es aufnehmen, du kannst es durch dich durch­lassen.

Bloß in dem Moment, wo du zumachst und einen Widerstand dagegen kriegst, dann hast du es. Ja? Du mußt dir das so vorstellen wie … sagen wir mal, du bist ganz of­fen, ganz durchlässig, etwas geht durch dich durch, dann geht das vorne rein und hin­ten wieder raus, es hat dich irgendwie gar nicht jetzt verletzen können, es ist einfach durchgegangen. Wenn das aber vorne in dich reingeht, und du machst zu, dann kann es nicht hinten wieder rauskommen. Logisch? Logisch. Es kann nicht hinten wieder rauskommen, das heißt, es steckt in dir fest, und da hast du es dann halt eben. Und da macht es dir natürlich dann auch Schmerzen, nicht?

Und deswegen ist das Beste, was du immer machen kannst, wenn dich Leute angrei­fen, zu wissen, daß sie sich selbst angreifen in deiner Gestalt, in dem Moment, wo du neutral bleiben kannst. Und dann kannst du ihnen helfen, mit sich selber halt zu kämpfen und zu sehen, daß sie (lacht) eigentlich gegen sich selber nicht gewinnen können. Manche Leute sehen das dann und andere halt nicht. Die kämpfen dann halt auf ewig weiter, und das ist zwar traurig, aber in gewissem Sinne eben auch ihre Wahl, denn sie könnten es ja sehen, was sie da eigentlich tun, und haben sich davor verschlossen. Und die mußt du dann einfach lassen. Und wende dich deinen eigenen Sachen zu. Kämpf du nicht mit denen dann auch noch. Die haben schon genug zu tun.

Ja, aber wie ist es mit all den Leuten, die halt auch dachten, daß das so ist, und dann doch diese Leute, die in dir einen Gegner sehen, dann kommen und dir Probleme machen – auch juristische Probleme?

Das zeugt immer noch von einer dualistischen Sichtweise, diese Frage, denn es kann dir niemand ein Problem machen. Nur du kannst dir ein Problem machen. Du kannst zulassen, daß du ein Problem manifestierst. Denn wenn du dieses Problem nicht ent­stehen lassen willst, dann kannst du ganz einfach sehen: Hier, da und dort kannst du angreifen, und dann entsteht dieses Problem gar nicht erst. Wie diese Tasse, die vom Tisch herunterrutscht.* Du siehst das dann rechtzeitig, du streckst die Hand aus, du nimmst die Tasse weg, und nichts ist passiert. Nur wenn du kämpfst – sagen wir mal, dieser Tisch fängt an zu vibrieren, und du fängst jetzt an, gegen diesen Tisch zu kämpfen, damit er ruhig wird, dann wird wahrscheinlich noch viel eher passieren, daß die Tasse herunterfällt. Aber so streckst du einfach die Hand aus, nimmst die Tasse weg, und dann kann der Tisch so viel wackeln, wie er will, das macht dann gar nichts mehr. *

*ein Beispiel aus „Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst“ von Thaddeus Golas

Text © Zarah Zyankali 2007, Foto © Zarah Zyankali 2014. Bitte diesen Text nur verlinken oder rebloggen, NICHT woanders hinkopieren! Vielen Dank!

Quanten-Realität und Quanten-Manifestation

Das folgende ist die Abschrift einer Aufnahme, die ich am 29. Februar 2012 gemacht habe, als eine Flut von Informationen darüber durchkam, wie die Realität sich eigentlich manifestiert. Durch den neuen Text von Sandra Walter bin ich jetzt wieder daran erinnert worden.  Das, was sie „Schablonen“ nennt, sah ich damals als „Pläne“.  Sie beschreibt, wie es technisch funktioniert, mit der Sonne als Projektor. Ich habe nur gesehen, wie es sich konfiguriert. Aber ich finde, die beiden Sichtweisen ergänzen sich sehr gut.

Ich habe die Transkription so stehen lassen, wie die Wahrnehmungen durchkamen … wer einen perfekt aufbereiteten Text möchte, kann ja gerne woanders hingehen. 😉

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Außerhalb der Zeit: Der Quanten-Moment

Es kommen gerade unglaublich viel Informationen oder, ja, Erkenntnisse irgendwie. Und bevor das wieder alles weg ist, dachte ich, ich nehm es mal auf.

Und zwar, das erste, was kam – ich saß auf dem Klo und ging durchs Bad und auf einmal fiel irgendwie so der Groschen, daß ja die Arkturianer gesagt haben, daß es so ein 3D-Ding ist, zu denken, beim Aufstieg geht es darum, irgendwo hinzugehen, und das käme daher, daß wir gewöhnt sind durch den physischen Tod, zu denken, wir verlassen den Körper und gehen dann halt wo hin.

Und dann fiel mir ein, daß ich ja mal diese Geschichte geschrieben hatte, wo der Typ diese ganzen Flammen, diese weiße Flamme trifft. Und auf einmal ist er in einer Realität, die er gar nicht mehr wiedererkennt, wo nur noch so weißes waberndes Licht irgendwie ist. Und er denkt: „Wo ist denn die Erde hingekommen?“ Und irgendeine Stimme sagt zu ihm: „Eigentlich hast du dich von dem Platz, an dem du warst, nicht wegbewegt, aber trotzdem bist du eine weite Strecke gekommen.“

Und so hab ich mir das gerade vorgestellt, daß in die fünfte Dimension gehen nicht heißt: Du gehst wohin, weil – genau, das ist vielleicht wichtig noch mal zu wiederholen – diese Vorstellung: Du bist ein kleines Etwas, und um dich rum ist die Welt, und du taperst da so durch, das ist nämlich genau das 3D-Konzept, die 3D-Weltsicht. Und die 5D-Weltsicht ist: Die Welt ist etwas, was jeden Moment aus dir heraus entsteht eigentlich erst!

Das habe ich gesehen wie so einen Quanten-Augenblick irgendwie. Also einen Bruchteil eines Bruchteils einer Sekunde so. Ein winziger, winziger Augenblick, und – haaa, jetzt geht es noch weiter als eben! Jetzt, wo ich noch mal drauf gucke – das ist noch nicht mal in der Zeit, in der Sekunde! Das ist zwischen der Zeit! Zwischen dem normalen Zeitablauf sind diese winzigen … äh ja … „Momente“ kann man gar nicht sagen, weil es ist keine Sekunde, es ist irgendwie … kann ich es nicht beschreiben.

Und in diesen Quanten – ich muß „Moment“ sagen, weil ich hab kein anderes Wort, aber man bedenke bitte, daß es sich hier nicht um Zeit handelt – ja, in diesen Quanten-Momenten baut sich in jedem von diesen Momenten die Realität, die man um sich rum sieht, neu auf. Dieser Quantenmoment befindet sich außerhalb der Zeit, der normalen Zeit, die man halt so kennt. Und insofern, hab ich dann gesagt, ist es ja recht erstaunlich, daß man immer wieder die gleiche Realität um sich rum vorfindet und daß es so schwierig scheint, da irgendwelche Veränderungen auch drin herbeizuführen, weil man ja eigentlich jeden Quantenmoment nutzen kann, um eine vollkommen neue Realität entstehen zu lassen! Es MACHT bloß keiner! Das ist, glaube ich, wirklich der Knackpunkt. Es macht keiner.

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A Self-Induced Myopia

Da kann ich einschieben, es hat sich ein neuer Typ im Forum angemeldet, und der hat diesen Satz geschrieben: „Meine Erfahrung ist leider, daß 99% der Menschen Sklaven sind und es nicht wissen.“ Und das ging mir so im Kopf rum, dieser Satz. Und dann immer dieses Lied von Monster Magnet:

Life is good

A working slave utopia

A self-induced myopia

You gotta love this place, yeah

(Das Leben ist gut / Eine Arbeitssklaven-Utopie / Eine selbstverursachte Kurzsichtigkeit / Man muß diesen Ort einfach lieben)

Also halt, ja … die Leute laufen in der Welt rum, weil sie nicht wissen, daß sie mit jedem Quantenmoment ne neue Welt erschaffen können, und denken, sie müßten in der Welt irgendwie was ändern.

Das war nämlich … ich hatte auch vorgestern in der Badewanne mit ihm [meinem Höheren Selbst] noch ein längeres Gespräch drüber, wo ich gesagt hab: „Ja gut, was machst du denn, wenn dein Planet überfallen wurde, und da sind jetzt deine Tyrannen, und du willst nicht kämpfen?“ Weil er hatte gesagt, man kann in jedem Moment aufhören zu kämpfen. Und dann sagt er: „Du hast wohl immer noch nicht begriffen, daß die Realität sich nicht verändert, indem du was im Außen machst. Sondern die verändert sich nur alleine durch dein Bewußtsein.“

Und das ist nämlich der Punkt. In dem Moment, wo du dein Bewußtsein vollständig veränderst, projizierst du nach außen eine neue Realität! Genau wie dieser Typ in meiner Geschichte, der … ja, die alte Realität war einfach weg! Er hat sie sozusagen nicht mehr projiziert. Es war nicht mehr da. Weil er sich auf eine andere Energieebene begeben hat, oder in ein anderes Bewußtsein gegangen war, ja.

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Die Realität erschafft sich durch dein Bewußtsein

Und dann hab ich gesagt: „Okay, dann hat man die alte nicht mehr …“ – genau, jetzt bin ich wieder an dem Punkt, wo ich gesagt hab, das sollte man doch mal aufnehmen. Weil dann hab ich nämlich gesehen, wie … ach so! Ach Gott, daß ich das alles draufkriege hier.

Es hat mich nämlich auch noch erinnert an das Buch von dem Paul Devereux, so ein Geomant, der über Landschaften und so schreibt. Und der hat eine Übung angegeben: Man soll laufen und dabei das Bewußtsein auf dem Vorgang des Laufens haben, bis man das Gefühl hat, nicht man selber bewegt sich und die Landschaft steht still, sondern man selbst steht still und die Landschaft bewegt sich durch einen durch! Das hab ich zwar nie geschafft, aber das ist mir im Gedächtnis geblieben. Und dann hatte ich das Gefühl – ja, wirklich, das erschafft sich durch dich durch, deine ganze Realität, die du wahrnimmst. Und in Wirklichkeit gibt es nichts außer diesen winzig feinen Partikeln, was so ähnlich ist wie das, wo der Captain gesagt hat, was aus dem Allerheiligsten strömt. Diese kleinen Goldpartikel, das ist wie so Staubkörnchen, nur noch viel, viel, viel feiner. Also Staub ist im Vergleich zu dem noch ziemlich grob. Und das ist alles, was es überhaupt gibt – ist das, sind diese Partikelchen. Und du kannst da draus bauen, was du willst.

Und dann funktioniert es halt so: Je nachdem, wie dein Bewußtsein geartet ist, findest du dich wieder in der entsprechenden Realität. Also wenn du z.B. jemand bist, der kleine wuschlige Tiere mag, die er streicheln kann, dann findest du dich irgendwo, wo es das gibt. Oder wenn du viel Angst in deinem Bewußtsein hast, dann findest du dich in einer angsterfüllten Realität. Wenn du viel Liebe in deinem Bewußtsein hast, findest du dich in einer liebeserfüllten Realität. Wenn du nicht so gerne was zum Anfassen hast, sondern lieber mit einer Energieform verschmelzen willst, dann findest du dich dort wieder, wo du das machen kannst. Und wenn du gar keine äußere Realität willst, sondern einfach nur reines Bewußtsein, dann findest du dich halt dort. Und das kommt alles aus dir raus! Also es ist nicht wie … wie soll ich das beschreiben? Es ist noch nicht mal, wie wenn es das überall gibt, und du gehst hin. Du gehst nicht hin, sondern du projizierst aus dir heraus die Realität, die korrespondiert mit deinem Bewußtseinszustand. Uff! Ja.

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Die Baupläne

Jetzt mußt du mich mal eben erinnern … da wollte gerade noch was Neues kommen. Noch ne neue Information. Ach ja, genau! Da habe ich ja dann gesagt: Okay, wenn dann die alte Realität verschwunden ist, und ich sitze in so einer weißen Soße rum, was erschaffe ich denn dann? Und da hatte ich dieses Gefühl, in mir drin ist quasi wie ein Bauplan von den Sachen, die ich bauen will. So eine Art Matrix, ja, oder halt wirklich wie ein Plan. Wie wenn du ein Haus baust, und du hast da diesen Grundriß und so. Da gibt es diese Pläne, und die muß man aktivieren dann, damit man nicht sozusagen wieder dann das Alte, das man gewöhnt ist, projiziert.

Das ist halt, was man machen muß: Bewußt rausgehen aus dem, was man immer schon erschafft, und in diesen Quantenmoment reingehen, wo nichts ist, auch keine Zeit. Da existiert nichts als dein Bewußtsein. Und je nachdem, wie das ist, und was daraus strömt, das erschafft sich dann in diesem Moment. Und wenn du dann mit diesen Plänen, die in dir bereits angelegt sind, verbunden bist und einen klaren Fokus darauf richtest, daß du das jetzt rausschickst sozusagen – wobei es eigentlich ein Raus und ein Rein oder ein Innen und Außen in dem Moment gar nicht wirklich gibt! Das ist noch das Paradoxe dran! Du schickst es in ein Außen, das du eigentlich dadurch erst erschaffst, daß du es schickst! (lacht) Ja!

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Es gibt kein Außen

Also die 3D-Vorstellung ist ja: Es gibt ein Außen, und das ist unabhängig von dir, und du schickst etwas hinein. Aber das ist nicht so. Das existiert gar nicht, das Außen. Das existiert erst, wenn du sagst: Da ist was! Aaaaarghhh!!! (lacht) Ja.

Und wenn du also sagst: Okay, hier sind diese Pläne, ich richte meinen Fokus drauf, daß diese Pläne jetzt sich umsetzen, sich verwirklichen. Und das ist nicht ein Plan wie „Ich plane meinen nächsten Urlaub“ oder so, sondern das ist mehr wie ein … ja, wie ein Grundriß oder ein Stadtplan oder halt sowas in der Art. Oder vielleicht noch genauer, wenn du einen Computer hast oder eine Hifi-Anlage, dann gibt es doch da manchmal diese Zeichnungen, wo die ganzen Elektroden sind und so. Sowas in der Art. Und das ist natürlich immer noch räumlich, aber es dient ganz gut als Vergleich. Also es ist eigentlich in Wirklichkeit auch mehr wie so ein Quantenplan. Es sind Informationen, die auf eine bestimmte Art und Weise angelegt sind. Und die kann man in eine … ja, fühlbare, greifbare oder sichtbare Realität übersetzen, wenn man das dann will, so daß sich halt das dann manifestiert. Und dazu muß man damit verbunden sein, einen klaren Fokus haben, daß man das jetzt manifestieren will und dann sozusagen einfach senden, wie wenn du so ein Radiosender bist und schickst es raus.

Okay, hier mach ich mal eine Pause. Bis gleich.

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Die Schichten der Pläne

Okay, also ich hab das jetzt ausprobiert, und dann hab ich erstmal gefragt, woran man denn erkennt, daß man den Quanten-Moment hat, erwischt hat. Und das war so ein Gefühl auf dem Kronenchakra. So eine Bewegung. Ich kann es nicht richtig beschreiben, aber man merkt es. Und dann war ich da drin und hab mich mit den Plänen verbunden. Und dann hab ich auch gesagt: „Das ist mir alles sehr abstrakt – wie weiß ich denn, daß ich das jetzt wirklich gemacht habe, daß das auch funktioniert hat und so? Könnte ja sein, daß ich mir hier viel einbilde, und dabei passiert gar nichts, oder ich hab das nur visualisiert, aber es ist nicht wirklich passiert.“

Und das war dann so wie: Da gibt es ein Gefühl dazu, und das ist recht ähnlich wie das, was diese Leute mit Matrix und der Zweipunktmethode beschreiben, dieses Fallen. Und zwar ist es nicht wie … man muß nicht physisch umfallen, aber es ist ein inneres Gefühl von Fallen, oder Kippen eigentlich vielmehr. Daran merkst du, daß die alte Realität gekippt ist.

Und dabei ist es so, daß dieses mit den Plänen, die da angelegt sind – du brauchst dir nicht vorzustellen, daß du irgendwas in deiner alten Realität veränderst – die kann komplett gehen! Oder nicht gehen – also sie kann weiterbestehen, nur du bewegst dich raus sozusagen aus dieser Manifestation. Und „bewegen“ ist eigentlich auch noch nicht mal der richtige Ausdruck dafür. Es ist einfach nicht mehr da. So. (lacht) Und statt dessen ist was Neues da, was du aber vielleicht noch nicht unmittelbar sehen kannst. Aber an diesem Gefühl des Fallens merkst du, es ist gekommen. Und ich weiß jetzt noch nicht, wie sich das dann gestalten wird, wenn man jetzt so rausgeht und seinen Geschäften nachgeht, sage ich mal. Ob dann eine andere Wahrnehmung kommen wird, oder woran sich das bemerkbar macht, daß das Alte wirklich weg ist. Vielleicht werde ich auch in einer vollkommen neuen Energieebene erwachen und mir die Augen reiben und überlegen, was ich da eigentlich für einen komischen Traum hatte. Das ist, was ich noch nicht weiß.

Aber was ich weiß, ist: Was die Matrixleute machen, ist, sich auf was zu konzentrieren, was man verändern will, und dann die zwei Punkte verbinden.* Aber das mußt du gar nicht! Du mußt gar nichts verändern wollen! Du brauchst nur in den Quantenmoment reinzugehen und mit den Plänen zu verbinden, die bereits da sind, in dir drin. So. Und dann hab ich gefragt, ob diese Pläne, ob die statisch sind, ob die ein für allemal festgelegt sind, ob man die verändern kann. Und da hieß es, oder ich hab gesehen, wie stapelweise diese Pläne in so Schichten, also unglaublich viele davon. Das ist nicht, wie wenn du eins gesendet hast, zack, und das war’s dann oder so, sondern da kommt dann immer mehr. Aber, hieß es dann so gleichzeitig, es ist schon ganz gut, wenn man mit Schicht 1 erstmal anfängt. (lacht) Ja, und dann kann man weitergehen, wenn man sich an dieses Quanten-Manifestieren erstmal gewöhnt hat.

Okay, so weit erstmal. Bis gleich.

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Text © Zarah Zyankali 2012, Foto © Zarah Zyankali 2015. Bitte diesen Text nur verlinken oder rebloggen, NICHT woanders reinkopieren. Vielen Dank!

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

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An sich ist das ja fast schon eine Binsenweisheit, daß die Energie der Aufmerksamkeit folgt. Aber wie viele Leute sagen diesen Spruch auf, ohne wirklich darauf zu achten, wo ihre Energie hingeht? Für mich war dieses Gespräch damals ein Augenöffner, weil ich keine Ahnung hatte, daß man sich durch ein Urteil an das Verurteilte bindet.  Seitdem hab ich mit dem Urteilen fast ganz aufgehört (bei manchen Sachen fällt es mir noch nicht ganz so leicht). Als ich dann Jahre später mal wieder in Felder von Leuten kam, die so ziemlich alles und jeden verurteilen, wurde mir erst klar, wie anstrengend diese Realität war ….

Zur Situation: Damals hing mein Mitbewohner C.  ständig am Computer in der Küche herum und ich hatte das Gefühl,  bestimmt Dinge nicht tun zu können, so lange er da war, hatte andererseits aber auch nicht den Mut, ihn einfach rauszuschmeßen. Und obwohl ich das Gefühl hatte, ihn zu ignorieren, ging doch ziemlich viel Energie in diesen Widerstand, wie mir durch das Gespräch dann klargemacht wurde.  😉

Das heißt also, auch wenn man selber denkt, daß man etwas gar nicht beachtet, kann unterschwellig sehr viel Energie in diese Sache bzw. in deren Unterdrückung gehen … es lohnt sich also, genauer hinzuschauen.

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Der Unterschied zwischen Verschiebung und Vermeidung

Und die andere Sache ist halt die, was ich gerade anheben wollte zu sagen, daß dein Bewußtsein – nicht, genau wie bei Huna – halt sich dort befindet, wo deine Aufmerksamkeit drauf gerichtet ist.

Ja, das ist so eine Sache. Ich hab ja jetzt gerade dieses schöne Traumbuch gelesen aus den 40er Jahren. Da schreibt er z.B., es gibt so Leute, die ganz irre Träume haben und dann davon so fasziniert sind, daß sie ihr normales Leben vernachlässigen und so. Dann kann das ja auch so eine Art Flucht sein, daß man sagt, man richtet die Aufmerksamkeit halt auf was anderes oder so.

Es ist ein Unterschied – das hab ich dir auch schon glaub ich des öfteren gesagt -, ob du die Aufmerksamkeit auf was richtest, weil du das erschaffen willst in deiner Realität, oder ob du die Aufmerksamkeit auf was richtest, weil du was anderes vermeiden willst. Wenn du sagst: „Dies und das, das gefällt mir überhaupt nicht, damit will ich nix zu tun haben, ich richte meine Aufmerksamkeit lieber auf dies und das“ – wenn es jetzt so ist, daß das, wovon du die Aufmerksamkeit abziehst, daß das für dich keine starke Ladung in irgendeiner Form hat, dann ist es einfach ne Verschiebung. Dann ist es, wie wenn du ein Fernrohr hast, und guckst erst auf den einen Punkt und verschiebst es und guckst dann den anderen Punkt an. Dann ist es keine Flucht. Dann ist es einfach ein Wechsel deines Betrachtungspunktes. Und daß das irgendwas Verwerfliches hätte, hab ich bis jetzt noch nicht gehört.

Oder sagen wir mal … sagen wir mal, du warst immer Fußballfan. Und jetzt stellst du fest, Fußball interessiert dich gar nicht mehr so. Du möchtest dich lieber mit Fotografie beschäftigen oder mit Golf oder weiß der Henker was. Dann werden vielleicht deine ehemaligen Fußballfreunde sagen: „Du spinnst ja wohl!“, aber niemand wird sagen, es ist ne Flucht vor dem Fußball oder so. Das ist doch Quatsch.

Flucht vor dem Fußball! (kichert)

(lacht) Ja, ich weiß, das Beispiel ist bescheuert. Aber es kommt klar genug raus, worauf ich hinaus will. Das ist eigentlich meine wichtigste Absicht dabei. Braucht nicht schön sein, das Beispiel, es braucht nur zu funktionieren. (acht) Ja?

Das passiert ja ständig. Früher hast du vielleicht gerne Hermann Hesse gelesen. Irgendwann hast du festgestellt, daß andere Sachen dich mehr interessieren. Und das heißt nicht, daß du Hermann Hesse jetzt Scheiße findest, es heißt nur, daß andere Dinge dich jetzt mehr interessieren. So.

Und so ist das da auch. Wenn du jetzt deine Aufmerksamkeit von was abziehst, weil partout du dich nicht damit beschäftigen willst, dann wird es dich natürlich so lange verfolgen, bis du hinguckst. Wenn du jetzt irgendwie Angst hast, oder sonst irgendein anderes stark aufgeladenes negatives Gefühl – Widerwille, Abscheu (lacht), Genervtheit oder was auch immer, dann wirst du nicht davon loskommen. Weil jegliches starke Gefühl erschafft ne Bindung. Ob das ein starkes positives oder ein starkes negatives Gefühl ist, ist eigentlich scheißegal. Aber es ist ne Bindung. Und das heißt, diese Sache wird an dich gebunden bleiben, solange du diese Gefühle nicht irgendwie veränderst. Wenn du den Abscheu in eine milde Langeweile verwandeln kannst, dann hast du schon gute Chancen, daß es dich dann irgendwie nicht mehr so verfolgen wird, wie wenn du es was wirklich Schreckliches findest. Ist vielleicht immer noch gefärbt, wenn du sagst: „Es langweilt mich“, aber es ist halt einfach nicht mehr so stark aufgeladen.

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Auch Urteile erschaffen Bindungen

Was anderes, was auch noch Bindungen erschafft, sind Urteile. Wenn du was verurteilst, dann bindest du dich dran. Das wird dann so lange in deiner Realität vorhanden sein, wie du dieses Urteil nicht irgendwie aufheben kannst. Nehmen wir jetzt nur mal so ein ganz plattes Beispiel: Du verurteilst Leute, die Kinder mißbrauchen. Kann man irgendwie sogar nachvollziehen. Nur: Dein Urteil bindet dich an eine Realität, in der das vorkommt! Das heißt, du erschaffst es mit dadurch, daß du es verurteilst.

(denkt darüber nach) Ahaa.

Ja. Der gute Golas hat mal irgendwo geschrieben: Wenn du was Unangenehmes irgendwo siehst, frag dich immer: Was mach ich in einer Realität, wo so was existiert? Und halte deine Aufmerksamkeit drauf gerichtet, bis du es schön finden kannst, oder irgendwie akzeptieren. Weil es gibt ne Energie, eine Bewußtseins … (überlegt) –ebene, sag ich mal, von der aus das alles wunderschön aussieht. Auch das Leiden. Auch ein ganz fürchterlicher Horror. Weil es alles Leben ist, weil es alles auf ne bestimmte Art auch Liebe ist, auch wenn aus einer Bewußtseinshaltung der Trennung heraus das nicht nachzuvollziehen ist, was da dran Liebe sein soll. Das ist mir völlig klar, nicht.

Ja, das ist schwer zu sehen, auch von mir jetzt.

Du kannst es mal probieren. Ich geb dir das jetzt einfach mal als eine (grinst) freiwillige Hausaufgabe. Die kannst du machen oder auch nicht, ganz wie du willst

Das kann ich sowieso immer. (lacht)

(lacht) Ich weiß! Aber ich sag das jetzt extra, damit du keinen Widerstand aufbaust. Schlau, nicht? (lacht) Vielleicht machst du’s eher, wenn ich sage, es ist freiwillig, als wenn ich sage: „Mach mal!“ Mal gucken, wie das funktioniert.

Na, wenn du schon sagst, daß du’s machst, um mich zu manipulieren …

Na, ich sag einfach, es ist ne freiwillige Sache, die du tun kannst, daß du erstmal so eine Szene dir vorstellst mit nem Urteil, daß das schrecklich ist. Und dann veränderst du langsam deinen Blickwinkel … ganz allmählich … so lange, bis du einen Punkt erreicht hast, oder eine Ebene oder wie immer du das nennen willst – einen Zustand, eine Sichtweise, wo du die Schönheit da drin sehen kannst, wo du auch die Liebe da drin sehen kannst. Wo du auch sogar die Liebe sehen kannst in demjenigen, der das Urteil fällt. Das kannst du mal ausprobieren. Es dürfte dich recht überraschen, glaube ich. (lacht)

Das kann sein, ja. Falls ich das schaff.

Deswegen sage ich ja: Mach dir keinen Druck, daß du es mußt, aber probier’s mal aus. Und dann guck mal, was du für ne Erfahrung machst, oder was du für Erkenntnisse daraus gewinnst. Das könnte für dich ganz interessant sein.

Ja, das kann gut sein. (lacht)

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Durch dein Urteil erschaffst du die Dinge in deiner Realität

Ja. Urteile binden dich an die Dinge, die du verurteilst. Wenn du Krieg verurteilst, mußt du immer gegen den Krieg kämpfen, bist du selber in der gleichen Energie drin, nämlich Kampf.

Hmmm. Ich bin in so nem Zwischenzustand gerade. Also es gibt nen Punkt, wo ich irgendwie nachvollziehen kann, was du sagst, und es gibt auch nen Punkt, wo ich irgendwie denke: „Wie kann man Krieg als was Positives sehen?“

Ja – das ist wenigstens sozusagen ne ehrliche Art, deine eigenen Gefühle zu betrachten, also nicht so zu tun: „Oh, ich akzeptiere sowieso schon alles“, sondern mal zu sehen, was für ein Gefühl hast du wirklich dazu? Da ist schon noch ein Urteil, nicht? Es ist vielleicht nicht mehr ganz so extrem, wie es mal war, aber es ist da. Und dann kannst du einfach mal sehen, daß es da ist, und daß es dir schwerfällt zu sehen, was da dran schön sein soll, an Leuten, die vielleicht auf sehr schmerzhafte Weise sterben und fürchterliche Qualen vielleicht noch leiden davor. Was soll da dran schön sein? Was soll dran schön sein, wenn Kinder vergewaltigt werden? Klar. Von dem Standpunkt aus ist das nicht nachzuvollziehen. Ist völlig klar.

Und es ist auch klar, daß das, was ich jetzt sage, daß das nach gefährlichem moralischem Niemandsland klingt. Als würde ich die ganzen Täter entschuldigen und sagen: „Aber es hat doch auch seine Schönheit“ und bla, und deswegen ist es nicht schlimm, und deswegen ist sozusagen der Täter fein raus dann. Und aus einer Sichtweise des Urteilens heraus ist das ne Haltung, die vollkommenen Sinn ergibt. Wenn du sagst: „Okay, so was ist Scheiße, das hat man nicht zu machen, und wenn das doch jemand macht, dann bestrafen wir den“, nicht, da ist das dann vollkommen logisch, daß du sagst: „Also was soll daran schön sein? Was soll daran liebevoll sein? Warum soll ich den nicht verurteilen? Nur damit er’s weiter machen kann?“

Das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist, daß durch dein Urteil diese Dinge eigentlich überhaupt erst ins Leben gerufen werden. In dem Moment, wo du was verurteilst, erschaffst du es. Das ist der Punkt. Und ich weiß, daß im Moment das für dich noch schwer ist zu sehen, wie du es erschaffst, auch wenn du irgendwo schon ne Ahnung hast, daß es so ist.

Das heißt, alle Sachen, die ich jemals irgendwie verurteilt habe, habe ich erschaffen? Aber die gab’s doch schon!

(lacht) Sobald du ein Urteil sprichst über etwas, dann sagst du: „Dieses Etwas existiert. Ich gebe ihm Leben durch meine Aufmerksamkeit, durch meine Gefühle, die ich da rein investiere.“ Und das heißt, du hältst es am Leben. Sagen wir mal, es war schon da. Andere Leute haben es erschaffen. Wie du die Sache siehst, erschaffst du selber – immer. Ja? Das Haus da hinten, das du sehen kannst, wenn du jetzt aus dem Fenster guckst, haben andere Leute erschaffen. Das stand schon lange da, bevor du hierhergezogen bist. Ja? Ob du dieses Haus als häßlich oder schön siehst, das ist ganz allein deine Entscheidung, deine Sichtweise.

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Daß etwas noch aktuell ist, merkst du daran, daß es sich weigert zu verschwinden

Und genau auch deine Probleme da mit C. – so lange wie du das verurteilst, bleibst du dran gebunden. Und dann kannst du dich vielleicht von ihm trennen, aber wenn du das Urteil weiter aufrechterhältst, werden dir ähnliche Leute dann, ähnliche Beziehungen, auch wieder begegnen. Weil du erschaffst sie dir ja.

M-hm.

So. Und was jetzt der Punkt war all dessen – weil es ist natürlich an sich ein interessantes Thema, aber was ja eigentlich der Punkt war: Wenn ich meinen Blickpunkt verlagere, meine Aufmerksamkeit verlagere, von einer auf eine andere Sache – wann ist es einfach ne Verlagerung, wie wenn ich sage: „Ich lese jetzt nicht mehr Hermann Hesse, sondern Harry Potter“, ohne daß damit ein Urteil irgendwie verbunden ist, sondern einfach nur eine Interessenverlagerung stattgefunden hat? Und wann ist es die Flucht vor etwas, womit du eigentlich nichts zu tun haben willst, woran du dich aber gerade dadurch bindest? Ja?

Wenn du jetzt sagst: „Dieser ganze Alltag, dieser Muggle-Kram, der ist so Scheiße – ich möchte lieber ein paar spannende Außerirdische treffen!“ – dann hast du ein Urteil gesprochen, und dann passiert, was ich dir gerade erzählt hab, nicht: daß du dich bindest an die Realität, die du verurteilst, wo du gesagt hast: „Das ist Scheiße“ – das hast du in dem Moment erschaffen, für dich.

Das ist vielleicht ein Punkt, den man noch mal etwas betonen muß: Für dich hast du es erschaffen. Was andere Leute für sich weiterhin erschaffen, was das Kollektiv erschafft, ist an dem Punkt gar nicht wichtig – sondern du erschaffst für dich die Sachen, wo deine Aufmerksamkeit hingeht. Und wenn du was ablehnst, dann geht da viel Aufmerksamkeit hin. Auch wenn du denkst, daß du deine Gedanken davon abgezogen hast, aber durch dein Urteil, durch deine Ablehnung, gibst du eine Menge Energie dort rein. Und so lange du da Energie hingibst – ob dir das jetzt bewußt ist oder nicht, ist egal, ja? – solange du Energie hingibst, bleibt das in deiner Realität. Und an dem Punkt, wo du keine Energie mehr hingibst, dann löst sich das auf, verschwindet aus deiner Realität.

Sagen wir mal, daß du jetzt jemand kennst, aber dich bei dem nicht mehr meldest oder so, und auch keine Energie in diese Beziehung gibst. Dann wird sich das wahrscheinlich nach einer Zeit auflösen. Es sei denn, du gibst deswegen keine Energie rein, weil du mit dem Menschen ein Problem hast. Dann ist das Problem aber unterschwellig weiterhin da, und da geht weiterhin Energie rein. Aber wenn du was einfach vergißt – also was nichts mit Ablehnung zu tun hat, sondern du meldest dich einfach nicht mehr bei dem, weil du andere Dinge zu tun hast, oder weil’s dir einfach nicht so wichtig ist –, dann geht das auseinander. Dann schläft es halt ein. Und genauso mit allen anderen Sachen auch. Das, wo du keine Energie reingibst, verschwindet aus deiner Realität. Und die Schwierigkeit besteht nur darin, zu erkennen, wo du noch Energie reingibst. Weil manchmal macht man sich da ganz gerne was vor, daß man sagt: „Aber das hab ich doch schon längst ad acta gelegt!“ Und dabei ist es nach wie vor aktuell – nur daß du das nicht mehr zur Kenntnis genommen hast, daß es immer noch aktuell ist.

Woran kann ich denn das dann erkennen, daß es noch aktuell ist?

Ja, das erkennst du einfach daran, daß es sich weigert zu verschwinden! Ganz einfach! Ich meine, das sollte doch nach dem Bisherigen relativ klar sein: Das, was weiterhin in deiner Realität sich manifestiert, das ist noch aktuell. Sonst wär es nicht da. (lacht)

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Erkennen, wo die Energie hingeht

Aha. (überlegt) Hm. Wie ist es denn dann mit C.? Weil er ist noch in meiner Realität, aber wir haben fast nichts mehr miteinander zu tun. Zum Beispiel.

Da brauchst du nur mal hinzugucken, wo deine Energie hingeht. Weil da geht ein nicht geringer Energiebetrag immer noch in die Ablehnung von gewissen Verhaltensweisen von ihm, von Sachen, die dich an ihm nerven und so weiter und so fort.

Oder z.B. – mal ein anderes Beispiel – wenn du glaubst, daß du bestimmte Dinge nicht machen kannst, wenn er da ist, und dann darob einen Widerstand anfängst zu kriegen gegen ihn – dann ist das Energie, die da reingeht! Da geht erstmal rein, daß du nicht in deinem Flow sein kannst, weil du dich von ihm gehindert fühlst, und dann entsteht natürlich ein (Pause) … mal sehr milde ausgedrückt, ein negatives Gefühl: „Ich kann nicht machen, was ich jetzt gerne würde, weil der da ist! So’n Scheiß!“ Nicht, also wenn du es einfach machen würdest, das, was du gerne willst, ganz egal, ob er da ist oder nicht, dann können zweierlei Dinge passieren. Also mal grob gesagt zwei. Wahrscheinlich auch noch mehr. (lacht) Aber zwei, die erstmal direkt ins Auge fallen. Das eine ist: Du kannst feststellen, daß das die ganze Zeit gar kein Hindernis gewesen wäre, daß du das immer hättest tun können und nur dachtest, daß er da irgendwie im Weg ist. Oder aber du wirst feststellen, daß es Streß gibt deswegen, wenn du das dann trotzdem machst.

Im ersten Fall gewinnst du mehr Freiheit und kannst deine Ablehnung fallen lassen, weil du siehst: „Okay, ich kann das machen! Brauch mich da gar nicht behindern zu lassen.“ Dann siehst du auch, daß die Behinderung dessen, daß das die ganze Zeit deine eigene Schöpfung war, daß du das nämlich dachtest, und deswegen hast du dich nicht getraut. Und in dem Moment, wo du erkennst, irgendwas ist deine eigene Schöpfung, dann kannst du das auch erstens akzeptieren und zweitens ändern. Dann sagst du: „Okay, das waren meine Gedanken – deswegen hab ich das nicht gemacht.“ Und dann kannst du erstmal sehen, warum – was dein eigenes Interesse war, da eine Behinderung wahrzunehmen oder eben die Dinge nicht zu tun, von denen du dachtest, daß er da das Hindernis darstellt.

Oder aber, wenn es wirklich im Außen Streß gibt wegen den Dingen, die du dann einfach trotzdem machst, dann kann halt passieren, daß die Sache auf eine eher explosive Weise sich auflöst dann, indem entweder er weggeht oder du, oder aber er sich damit abfindet, daß du es dann machst, obwohl er es nicht gut findet. Aber in beiden Fällen ist das Hindernis dann nicht mehr vorhanden, weil du die Energie rausgezogen hast, die du darin investiert hattest.

Und jetzt weißt du aber, warum das noch da ist. Dann ziehst du deine Energie raus, machst die Sachen einfach, schmeißt ihn aus der Küche, wenn dir danach ist, veränderst deine Gedanken, nämlich die Gedanken, die da besagen: „Oh, ich muß warten, bis er mal außer Haus ist, bevor ich die und die Sachen tun kann.“ Diese Gedanken kannst du ändern. Und daraufhin wird sich verändern die Menge an Energie, die du in den Widerstand steckst. Und dann werden sich diese Strukturen auflösen.

Oh, ich glaub, ich muß an dem Punkt mal nen Break haben. Das war schon fast wieder ne Dreiviertelstunde.

Ja. Aber so einfach ist es im Grunde. Was immer sich in deiner Umgebung manifestiert, ist deswegen da, weil du Energie reingibst, daß es so bleibt, und zwar auf die eine oder andere Art. Entweder dadurch, daß du es verurteilst, oder dadurch, daß du Widerstände entwickelst, Ablehnung entwickelst, oder aber auch natürlich dadurch, daß du es liebst und pflegst und hegst. Nicht? Auch das ist eine Art, Energie in was reinzugeben.

Stimmt, ja.

Genau. Und wenn sich jetzt was manifestiert, von dem du denkst, das müßte eigentlich schon weg sein – dann guck mal, wo deine Energie da reingeht, wie du das machst, daß sich das weiterhin manifestiert bei dir, in deiner Umgebung.

Hm.

Ja, laß es uns hier erstmal vorläufig beenden. Das ist ein langes Thema.

Ja. Und ich merke, daß ich die Konzentration langsam verliere, weil das bei mir auch so viele Gedanken auslöst.

Ja. Das ist ganz klar. Und gleichzeitig denken und channeln ist immer ein bißchen knifflig, nicht. Laß das erstmal sacken, schreib’s ab, wenn du willst, und guck einfach mal, wo deine Energie hingeht. Und da wirst du schon sehen, warum die Dinge da sind, wo sie sind. Okay. Bis später.

Ja. Danke.

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Text ©Zarah Zyankali 2010. Foto © Zarah Zyankali 2015. Bitte diesen Text nur verlinken oder rebloggen, NICHT woanders hinkopieren. Vielen Dank.

Die holographische Natur des Bewußtseins

Weiter geht’s mit den Unterhaltungen von 2007. Jetzt, da ich die ganzen alten Texte noch mal Revue passieren lasse, wird mir erst klar, wie viel darin schon enthalten war, was ich damals noch gar nicht so richtig würdigen konnte. Inzwischen habe ich so viele Erfahrungen gemacht und so viel dazugelernt, daß ich die alten Texte in einem ganz neuen Licht sehen kann.

Das folgende ist eine Unterhaltung mit meinem Selbst, das ich bis zu diesem Gespräch als mein „Höheres“ Selbst betrachtet hatte. Dann hatte ich beim NET gelesen, das Höhere Selbst sei eigentlich nur so eine selbstgeschaffene automatisierte Einrichtung, die dafür sorgt, daß man „auf Kurs“ bleibt und seinem Lebensplan folgt. Daraufhin beschloß ich dann, den Guten mal zu fragen, wie sich diese Dinge eigentlich verhalten – wer er ist und in welcher Beziehung wir zueinander stehen. Er erklärte mir sehr schön den Unterschied zwischen der Inkarnationspersönlichkeit, der Seele und dem großen Hologramm, das wir alle sind.

Im Lauf des Gesprächs kamen wir dann auch noch auf den Erinnerungsprozeß zu sprechen, und welche Haltung man einnehmen muß, wenn man sich an sein ganzes Selbst und seine anderen Existenzen erinnern will.

Die Übertragung war bei diesem Gespräch teilweise etwas durch Geräuscheinwirkungen gestört, so daß ich in der Wohnung von einem Zimmer ins andere wechseln mußte … dadurch ging mir dann manchmal etwas die Konzentration verloren, wie man merkt. Ich denke aber mal trotzdem, daß in weiten Teilen ein gut nachvollziehbarer Text dabei rausgekommen ist.

Viel Spaß beim Lesen!

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Das Bewußtsein ist wie ein Hologramm

Okay. (lacht) Du bist mich schon am Verarschen hier, also es wird bestimmt eine sehr lustige Sit­zung.

(lacht)

Ja. Und zwar hast du ja letzens mal irgendwann gesagt, daß, wenn ich mir mein Höheres Selbst vorstelle wie etwas, das halt dafür sorgt, daß ich meinem Lebensplan treu bleibe und so, so wie das NET das halt beschreibt, dann bist du das NICHT. […] Ja. Also meine Frage ist so: In welcher Beziehung stehst du jetzt eigentlich überhaupt zu mir? Ja. Und was bist du eigentlich genau? Also wer oder was?

Also, wenn du willst, dann erzähl mal.

(lacht) Ja. (lacht leise) Hmmm … wie beschreibe ich das denn? Also erstmal ist dir ja wohl klar, daß ich nicht irgendwie so eine mechanistische Einrichtung bin, die nur drauf achtet, daß du dei­nem Lebensplan folgst. Ich bin eine eigenständige Wesenheit, und ich denke, das ist hinlänglich klar, daß das so ist. (lacht leise) Und als diese solche eigenständige Wesenheit habe ich diverse In­karnationen von mir auf diesem Planeten und auch noch auf einigen anderen Planeten erschaffen.

Der Erschaffungsprozeß geht halt so, daß du einen Teil deines Bewußtseins nimmst und ihn in eine Form gießt sozusagen. Und diese Form ist dann aber lebendig. Das ist nicht, wie wenn du eine Skulptur oder sowas erschaffst, sondern das lebt dann. Im Prinzip nichts anderes, als wenn ihr hier Kinder kriegt oder so. Nicht, dann erzeugt ihr … ja … nehmt ihr einen Teil eurer selbst und er­zeugt damit was, was aber ein eigenständiges Wesen ist. Insofern könnte man vielleicht sagen (lacht), daß ich sowas wie Eltern bin für dich oder so, ja? Das wäre vielleicht die einfachste Analo­gie.

O mein Gott – Inzest!!!

(prustet los) Laß uns dieses Wort aus unserem Vokabular streichen, okay? Das kommt hier nicht zur Anwendung. Weil du bist zwar eine eigenständige Wesenheit, aber du bist und bleibst ein Teil von mir. Ein Teil von meinem Bewußtsein.

Ja, jetzt ist es aber doch noch so, daß (seufzt) – also wie formuliere ich das jetzt? Also ich bin ja noch mal eine größere Wesenheit. Also ist das das, was du bist? Oder bin ich eine größere Wesen­heit, die auch noch mal ein Teil von dir ist? Weil … ich blick nicht ganz durch … es hieß ja, daß ich das war, die die ganze Zeit die – oder was heißt: die ganze Zeit? -, also die halt diese Sachen ge­macht hat, von denen du behauptet hast, du hättest sie getan. Also war ich das, oder warst du das, oder warst du das, wo ich mit dir sozusagen noch verbunden war, oder bin ich eine eigenstän­dige Wesenheit, die das getan hat, oder … ja, also ich bin etwas durcheinander.

Okay. Du, in dieser Form, wie du jetzt so da bist, weißt du ja, daß du erst auf der Welt bist seit November 1961. Du kannst also diese Dinge nicht getan haben. (lacht)

Ja, gut, aber ich meine, ich hab ja schon ewig viele Leben und so Zeug gehabt. Ich hab mich ja teilweise auch an Sachen erinnert. Und was ist das, was sich dann erinnert? Also das, was erst seit 1961 existiert, kann es ja nicht sein, nicht?

Das ist richtig. Das ist der Teil von dir, den du immer mitnimmst durch deine ganzen Inkarnationen hinweg, der sozusagen das alles verbindet. Und das ist natürlich der Teil von dir, der auch ein Teil von mir ist, durch den du mit mir verbunden bist.

Hm. Ja. Und dieser Teil, ist das noch mal als solches ein eigenständiges Wesen? Oder ist das ein­fach ein Teil vom Bewußtsein, den man irgendwie braucht, damit man sich an seine ganzen Existenzen erinnert? Oder ist das dieser Beobachter? Oder was ist das?

Also du mußt dir das Bewußtsein vorstellen wie ein Hologramm, nicht? Das große Eine Bewußt­sein ist ein riesiges Hologramm, und egal, welche Teile du rausnimmst, sind die alles auch wieder­um die gleichen Hologramme, nur vielleicht ein bißchen unschärfer. Das heißt, wenn du halt einen kleinen Teil rausnimmst, dann erinnert der sich weniger, oder er hat eine weniger starke oder we­niger scharfe, klare Bewußtheit davon, was er eigentlich ist, aber er bleibt es. Verstehst du? Er bleibt das immer. Egal, wie weit er von dem Bewußtsein dessen sich entfernt. Das heißt, das, was bei dir die ganzen einzelnen Bewußtseinsabenteuer (lacht) sozusagen verbindet, das ist dein Teil vom Hologramm. Und es gibt Leute, die würden das Seele nennen. (lacht) Ja?

Also meine Seele macht diese ganzen Inkarnationen?

Ja. Korrekt.

Und die kann sich dann hinterher auch erinnern?

Ja. Wenn du schon längst also diese Identifikation, die du für ein Leben dir erschaffen hast, abge­legt hast, dann kann sich deine Seele immer noch erinnern, was sie da erlebt hat. Die ganzen Er­fahrungen, die gehen dann sozusagen als Information in dein Hologramm mit ein. Das verändert sich ja, nicht. Es bleibt gleich, und es verändert sich. Also es ist ein bißchen schwer zu beschrei­ben. Einerseits ist das was, was ewig ist und was sich im Grunde nicht verändert, weil es immer ein Teil vom großen Hologramm bleibt. Aber es ist erweiterbar. Und durch die Erfahrungen, durch die du gehst, wird es halt erweitert. Es bleibt immer gleich, aber es … wächst, könnte man sagen.

So, wenn du jetzt dein kleines Hologramm nimmst, und du kommst zu mir – ich bin ein größerer Teil vom gleichen Hologramm – und wir das verbinden, dann hast du sozusagen aus deiner Per­spektive einen größeren Teil deines Selbst wieder gewonnen. Dann hast du mehr von deinen Erin­nerungen. Dann hast du mehr von deinem Selbst, mehr von deiner Energie, mehr von deinem Be­wußtsein. Das steht dir dann zur Verfügung.

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Du kannst mit allen deinen Anteilen kommunizieren

Also wenn du dir ein Bewußtsein von Getrenntheit er­schaffst – du bist ein kleines Menschenwesen, das über diesen Planeten wandelt und nicht wirklich weiß, was es hier eigentlich macht und das Gefühl hat, es macht hier irgendwelche Dinge, zum Beispiel Karriere, oder Bücher schreiben, oder Kinder erziehen, oder sonstwas, ja, und nicht weiß, daß es in Wirklichkeit was Größeres ist, und daß dieses Größere existiert, und daß man dazu Kon­takt aufnehmen kann – wenn jetzt ein Mensch wirklich ganz nur auf dieses eine Leben ausgerich­tet ist, dann hat er praktisch keine Verbindung zu dem Größeren, das er ist. Er kann das nicht an­zapfen. Er kann das nicht für sich nutzen auch. Er hat auch keine weitere Bewußtheit, daß er im Grunde viel, viel mehr ist und daß es nicht wirklich drum geht, ob er Karriere macht (lacht), oder ob er sein Haus verliert, oder … ja, daß es darum gar nicht wirklich geht. Das weiß der dann halt nicht.

Und wenn du dich dafür öffnest, für diese Verbindung, dann fängst du an, dich zu erinnern, wie­viel du über die Zeiten gewesen bist, sowohl halt in menschlichen als auch in sonstigen Verkörpe­rungen und auch außerhalb von Verkörperungen. Das fängst du dich dann an zu erinnern, daß du das alles gewesen bist und auch immer noch bist. Denn die Zeit als solche existiert nicht. Du bist das immer noch. Jetzt. Alles, was du je warst, existiert im ewigen Jetzt. Und da kannst du hin kommunizieren zum Beispiel auch, zu deinen ganzen anderen Selbsten, die du überall hast. Und die können im Grunde auch mit dir Kontakt aufnehmen, wenn sie wissen, daß sie es können.

Das ist zum Beispiel ein großer Vorteil, den du jetzt hast gegenüber anderen Inkarnationen: daß du weißt, daß du dich verbinden kannst. Daß du weißt, daß du kommunizieren kannst. Weil in dem Moment, wo du das nicht weißt, dann wird es dir halt eben auch nicht möglich sein. Dann steht dir diese Möglichkeit einfach nicht zur Verfügung. Dann läufst du da rum, betrachtest dich als was Ab­getrenntes und bist vollkommen in dieser Zeit auch, in der du lebst, verhaftet und denkst, das ist es jetzt. Das ist alles. Und das ist natürlich bei weitem nicht alles, nicht (lacht), wie du ja ge­merkt hast. Und da kann man noch ganz, ganz andere Erfahrungen machen, wenn man weiß, daß das halt geht. Und das ist das Geniale für dich, jetzt hier in dieser Zeit zu sein, wo du weißt, daß du das machen kannst. Wo das sogar ganz leicht geht, wo das nicht jahrzehntelanger Exerzitien be­darf, bis du überhaupt mal in der Lage bist, Kontakt aufzunehmen. Ja? Das ist eigentlich ziem­lich genial. (lacht)

So. Also wenn man es jetzt mal mathematisch sagen will, dann bist du eigentlich eine Teilmenge von mir. Du bist ein kleinerer Teil von meinem Hologramm, und ich als Hologramm bin noch mal ein kleinerer Teil von was, was noch viel größer ist.

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Tat tvam asi – Das bist du

Mir kommt das irgendwie so ein bißchen mechanistisch vor. Ich meine, grade letztens haben deine Leute sich bei mir beschwert, unsere Sprache wäre so mechanistisch. Und jetzt fängst du selber an mit Hologrammen und Zeug, und nicht mit lebendigen Wesenheiten.

Das Hologramm, das war ein Beispiel, um klarzumachen, wie ein kleiner Teil im Grunde immer noch das gleiche ist wie das ganz, ganz Große, das es gibt, das alles enthält. Ich wollte das jetzt nicht irgendwie (lacht) technisieren oder so, sondern ich wollte einfach klarstellen, wie die Verbin­dung ist. Du bist das. Ich bin das. Alles, was ist, ist auch das. Die Erde ist das. Alles, was du dir überhaupt vorstellen kannst, ist das gleiche im Grunde. Auch wenn du Unterschiede wahrnimmst.

Oh, das ist mir jetzt ja ein bißchen groß. (lacht) Mach’s mal ne Nummer kleiner, okay?

Ich mach dir das so klein du willst. Atome sind auch das! (lacht) Elektronen. Mikroben. Was immer du willst – es ist das gleiche. Egal auf welcher Ebene. Egal, wie groß. Egal, wie klein. Und das ist eigentlich ganz praktisch zu wissen. Denn wenn du das weißt, daß egal, auf was du im Außen triffst, in deinem vermeintlichen Außen, das du wahrnimmst – daß das alles das gleiche ist: die U-Bahn, die da vorbeifährt, ist das. Die Leute, die da drin sitzen – jeder von denen ist auch das. Je­des ein­zelne Atom, das da irgendwo rumschwirrt, ist dieses Hologramm. Ja? Und dann ist es näm­lich nicht mehr schwer, dahin Kontakt aufzunehmen, wenn du in dir mit dem, was du da bist, wirklich Verbindung hast.

Wenn du dich nicht mit irgendwelchen äußeren Effekten identifizierst wie, was weiß ich, Geburtsdatum und irgendeinem Namen, den du in diesem Leben trägst, oder dei­nem Aussehen oder so – wenn du dich damit nicht identifizierst, sondern mit dem Hologramm, das du eigentl­ich bist, dann kannst du von dort aus mit allem auf der Ebene dieses Hologramms kom­munizieren. Weil du mußt ja nur wissen, daß dieses andere Wesen das auch in sich drin hat. Das ist auch das. Das ist genau das gleiche. Das ist dieses „Tat tvam asi“, das es im Sanskrit gibt. Du bist das. Aber nicht nur du bist das, sondern ALLES ist das. Alles, was du triffst, ist im Grunde ge­nommen das.

Und wenn du das erreichen kannst, oder wenn du wissen kannst, daß das dort ist, ge­nauso wie es in dir ist, dann brauchst du mit keinem anderen Wesen zum Beispiel mehr Konflikte zu manifestier­en, weil du brauchst dich nur auf dieser Ebene zu verbinden. Konflikte entstehen, wenn man sich mit Äußerlichkeiten identifiziert, und so stark identifiziert, daß man denkt, man ist das und man muß das jetzt verteidigen gegen andere Leute, die sich mit was anderem identifizie­ren, nicht. Und in dem Moment, wo du dich identifizierst mit dem, was du wahrhaft bist, mit dem, was deine wah­re Identität, dein wahres Selbst ist, dann fallen alle diese Dinge von dir ab. Dann kannst du die zwar noch manifestieren, du kannst die ausdrücken. Aber das ist dann mehr wie eine Art künstleri­scher Aktivität oder ein Spiel oder sowas, nicht? Du sagst halt: „Ja, ich möchte gerne die­se Form ausdrücken.“ Aber du sagst nicht: „Ich hab recht, und das muß ich jetzt verteidigen.“ Oder „Ich bin das, und der greift das an“ oder so. Weil das, was du wirklich bist, kann niemand angreifen. Weil ihr seid alle genau das gleiche, und ich auch, nicht?

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Verschiedene Wahrnehmungen

Also eigentlich sind wir gar nichts anderes, du und ich, oder wie?

Nicht im … im Kern. Im Kern sind wir alle gleich. Der einzige Unterschied ist, daß ich mir mehr dessen bewußt bin. Ich weiß, was ich alles war. Ich weiß, daß ich das alles immer noch bin. Ich weiß, daß, wenn ich um mich rum auf was treffe, daß das auch ich bin. Daß das alles dasselbe ist. Ich bin mit all dem verbunden, was ich je war. Das bist du nicht auf dieser Ebene. Noch nicht. Wir arbeiten dran. (lacht)

Das ist halt der Unterschied, nicht. Der Unterschied ist, daß ich mir mehr dessen bewußt bin, was ich bin, all der ganzen unterschiedlichen Sachen. Und ein weiterer Unterschied ist halt der, daß du durch die körperliche Form, die du jetzt halt trägst, halt eben dich auf bestimmte kleine Erfahrun­gen sehr stark konzentrieren kannst, besser als ich das kann. So, wie ich jetzt bin, kann ich nicht da hingehen und mir da so einen Stein angucken, so wie du das kannst. Ich kann mich da reinver­setzen, in die Essenz von dem. Das kann ich machen. Aber ich kann nicht da sitzen und mein Auge irgendwie auf so einen Punkt richten. Das ist das, was du kannst, weil du dir diese Begren­zung er­schaffen hast.

Oder du kannst halt auch solche Sachen wahrnehmen wie Gewicht, nicht. Daß, wenn du was hebst, dann spürst du deine Muskeln. Und solche Sachen, die du halt nur wahr­nehmen kannst dadurch, daß du halt einen Körper hast. Sonne auf deiner Haut. Wasser auf deiner Haut. Wind auf deiner Haut. All diese Sachen kannst du nur wahrnehmen, weil du in der Begren­zung bist. Ich nehm das nicht mehr wahr. Ich nehme andere Sachen wahr. Ich kann Galaxien zum Beispiel wahrnehmen, Sterne und andere Wesenheiten, die, von euch aus gesehen, sich am anderen Ende des Universums (lacht) befinden, kann ich wahrnehmen. Das ist für mich über­haupt kein Problem.

Nicht – also das ist nicht Angeberei, sondern das ist einfach kein Problem, wenn du eine gewisse Ausdehnung hast. Das ist so. Genau wie es für dich normal ist … was weiß ich … wenn du duschst oder so, ja, daß sich das Wasser auf deiner Haut so und so anfühlt, das ist für dich nor­mal. Eine normale Empfindung. Und genauso normal ist es für mich, diese ganzen Sachen wahrzu­nehmen. Das ist nichts, was auf einer bestimmten Ebene was großartig Besonderes wäre, nicht. Son­dern das ist einfach dann, wie du lebst. Wie du bist. Es ist ein Teil deines Wesens, deiner Da­seinsform. Ja.

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Wenn du mit allem verbunden bist, brauchst du gegen nichts mehr einen Widerstand zu haben

Ja, danke für die ganzen Erläuterungen.

Ja, bitte. Kein Problem. Wir wollen ja, daß du was lernst, nicht? (lacht herzlich) Nein, wir wollen nicht, daß du was lernst. Wir wollen, daß du dich erinnerst! Weil du weißt das alles. Du weißt das alles. Weil du bist ich. Und da kommen wir zu dem Punkt, nach dem du gefragt hast: Hast du die Dinge getan, die ich getan habe? Du bist das alles. Du bist das. Ich bin das.

Äh … du verwirrst mich gerade, Entschuldigung. Bin ich jetzt mit dir identisch und habe es nur vergessen oder …? Ich meine, erst sagst du, wir sind alle das gleiche. Und dann sagst du, für mich ist das normal, was du erlebst, nur ich habe das irgendwie vergessen.

Ja, und? Wo ist der Widerspruch, den du da wahrnimmst?

Ja, es ist ein bißchen schwer zu formulieren. Na, wenn ich das gleiche bin wie du, dann kannst du ja irgendwie nicht mein Höheres Selbst sein, oder? Äh … oder ich bin mein eigenes Höheres Selbst, oder …?

Ach, du hängst noch an diesem Begriff fest? Ja, den mußt du natürlich schreddern! (lacht herz­lich) Vergiß das.

Wie jetzt? Warum soll ich das jetzt vergessen? Man hat doch ein Höheres Selbst, oder? Oder bin ich da völlig falsch?

(macht schnurrende Geräusche) Man hat. Mhm. (lacht)

Ja, dachte ich immer. (lacht) Wie – habe ich keins, oder wie? Von allen Leuten, die da rumschwir­ren?

Nein. Ich würde sagen, drück mal diesen Pausenknopf, mach fünf Minuten Pause und krieg mal deinen Kopf frei. Und dann erklär ich dir das, okay?

(halbe Stunde Pause)

So. Jetzt habe ich das nochmal angehört. Irgendwie hat mich das irritiert, das bei C. im Zimmer aufzuneh­men. Jetzt bin ich hier wieder bei mir, hab meinen Baum vor der Nase und meine Steinlein, habe beim nochmaligen Anhören festgestellt, daß du mir das mit dem Höheren Selbst jetzt gar nicht er­klärt hast,, weil wir auf andere Themen gekommen sind. Mea maxima culpa – aber wollen wir das doch grade mal noch nachholen. Wenn du möchtest.

Mir ist das egal, ob du glaubst, daß du ein Höheres Selbst hast. Aber ich erklär dir das gern.

Na wieso? Das kann dir ja nicht egal sein, wenn du sagst, ich soll das schreddern.

Ob du das schredderst oder nicht – solange du mit mir verbunden bist, spielt es keine Rolle, wie du es nennst.

Ja, also was mir noch mal auffiel beim Hören, war: Einmal sagst du, wir sind identisch, und ein an­dermal sagst du, ich bin ein Teil von dir. Und für mich bedeutet das soviel – ein Teil ist wie, daß ich kleiner bin als du. Aber dann können wir ja nicht identisch sein. Also so ganz peile ich das immer noch nicht.

Und was möchtest du jetzt zuerst wissen?

Das ist mir scheißegal, welche Reihenfolge du nimmst. (lacht) Mach einfach, so wie du das am besten erklären kannst.

Okay. (lacht leise) Ja, du bist kleiner als ich, und ja, du bist identisch mit mir. Je nachdem, von wo man guckt.

Mann! Komm, ey.

Ja, Mann, ich kann es doch auch nicht für dich anders machen als es ist, nur damit du es besser begreifst. Es ist beides richtig.

Ich kann nicht gleichzeitig gleich und kleiner sein!

Doch, du kannst. Weil genau das ist die Natur eines Hologramms. Wenn du dich mit dem Teil vom Hologramm in dir verbindest, der ein Teil von mir ist, dann bist du mit meinem ganzen, was ich bin, verbunden. Und dann bist du das. Und gleichzeitig bist du aber auch ein Bewußtsein, das zur Zeit eine gewisse Begrenzung manifestiert, das sich aber in das Große, was ich bin, ausdehnen und sich damit verbinden kann. Und dann bist du nichts anderes, als was ich bin, weil – aaah, warte mal, wie kann ich dir das am besten veranschaulichen? Wenn du dein Bewußtsein, das du bist, von dem Mittelpunkt, den ich dir gezeigt habe, so weit machen kannst, daß es mein ganzes Bewußtsein umfaßt, dann bist du for all intents and purposes nichts anderes, als was ich bin. Und du kannst von da – also du mußt da auch nicht aufhören. Du kannst da auch noch weitergehen und kannst dich noch weiter ausdehnen, und dann bist du das ganze Weltall. Alles du.

Und spätestens ab dem Punkt (lacht) spielt es keine Rolle mehr, womit du dich idenfizierst, weil egal, was du auch immer sein kannst, findet alles IN DIR statt. IN DIR. Alles, was sich manifes­tiert, das ist dann ein Teil von dir, von deinem Bewußtsein. Und du kannst dann nicht mehr hinge­hen und sagen: Ich bin ein Reptil, aber ich bin kein Mensch. Ich bin dies, aber ich bin nicht das. Sondern du bist das dann ALLES. Und du hast auch gegen nichts davon irgendwelche Widerstän­de, weil du weißt doch, daß du es alles selbst erschaffen hast, genau aus dem Grund: weil du das da sehen wolltest, weil du es erfahren wolltest, weil du wissen wolltest, wie es ist. Genau deswe­gen hast du das ja erschaffen. Also warum solltest du jetzt hingehen und sagen: Also diese von meinen Schöpfungen da, die lehne ich jetzt aber ab? Warum solltest du sowas tun? Das sind alles Teile von dir.

Du kannst die natürlich auch wieder zerstören, genau wie du sie erschaffen hast. Aber du brauchst gegen nichts davon einen speziellen Widerstand zu entwickeln, wie das ja viele Leute tun, nicht. Die erschaffen sich was in ihrem Leben, und dann sagen sie: „Iiiih, das gefällt mir aber nicht!“ Und das ist großer Schwachsinn, mit Verlaub gesagt. Weil in dem Moment, wo du deine eigenen Schöpfungen ablehnst, dann trennst du dich ja davon. Und in dem Moment, wo du dich davon trennst, kannst du nichts mehr damit machen.

Wenn du weißt, du hast das erschaffen, dann kannst du es verändern. Wenn du sagst: „Also das habe ich aber nicht erschaffen! Das gehört nicht zu mir. Das ist was anderes. Das ist ein Feind“, zum Beispiel. Oder: „Das ist ein katastropha­les Ereignis, und das passiert mir, aber nicht ich habe es erzeugt“ – ja, was ist denn dann? Dann bist du ein kleines Opferwesen, das nix machen kann. Dann bist du jemand, der einem Feind ge­genübersteht, den er nicht versteht. Und dabei bist das alles du! Das sind alles Emanationen dei­nes eigenen Geistes!

Und deswegen hab ich gesagt: Verbinde dich wieder mit deiner Schöpfer­kraft! Weil in dem Moment, wo du das machst, weißt du, daß das alles deine eigenen Schöpfungen sind. Und in dem Moment, wo du das weißt, kannst du alles machen. Kannst du deine Schöpfun­gen auch verändern. Kannst du neue Dinge schaffen, wenn dir die alten da nicht mehr behagen. Das kannst du dann alles tun. Aber du kannst es halt nur dann, wenn du deine Schöpfungen als solche so annimmst, wie sie sind, und anerkennst, daß du sie geschaffen hast.

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Wie man die Erinnerungen zuläßt

Okay. Ich hab mir jetzt eine Wahrnehmung erschaffen, erstens mal, mich an mein wahres Selbst nicht wirklich zu erinnern, und zweitens, jetzt mit irgendwelchen Wesen konfrontiert zu sein, die behaupten, mich zu kennen (lacht) und sehr beleidigt sind, daß ich mich nicht sofort erin­nert habe oder auch jetzt noch nicht genau weiß, mit wem ich das da zu tun habe. Oder glaube, es nicht zu wissen. Also diese Wahrnehmung habe ich hier erschaffen.

Das ist sehr gut. Das ist Schritt eins. Und in dem Moment, wo du weißt, du hast diese Wahrneh­mung erschaffen, dann kannst du sie verändern. Und die einzige Voraussetzung, die du brauchst dafür, ist zu wissen, wie du sie verändern willst.

Hmmm, naja. Ich will die dahingehend verändern, daß ich meine Erinnerungen wieder zu mir neh­me, so daß ich weiß, wer das da ist, wer du bist, was wir zusammen gemacht haben, und wie die Dinge jetzt aussehen.

Ja. Und da du ein Schöpfer bist, und da das alles deine Erinnerungen sind – das ist alles dein Zeug. In dem Moment, wo du gesagt hast: „Ich möchte das vergessen, um diese Erfahrung ma­chen zu können, ganz abgeschnitten zu sein“, dann hast du dir dieses Vergessen erschaffen. Du konntest das. Du konntest dieses Vergessen erschaffen. Und jetzt erfährst du die Manifestation dessen – nämlich, daß du dich nicht erinnern kannst. (lacht)

So. Und wenn du aber weißt, du hast das Vergessen selbst erschaffen, dann kannst du das auch wieder aufheben. Dann kannst du sagen: „So, ich habe das erschaffen. Ich hab die Erfahrung ge­macht. Und jetzt möchte ich eine andere Erfahrung machen. Und jetzt mach ich mein Bewußtsein so weit, daß da all diese Erinnerungen wieder reinfließen können und da drin Platz haben.“ Und was dann passieren wird, das kann ich dir schon gleich sagen. Weil das ist nämlich das, warum du an dem Vergessen festhältst. Nicht – das ist nämlich noch nicht ganz da. Du sagst zwar: „Ja, ich habe das Vergessen erschaffen“, aber daß du es weiterhin erschaffst, indem du daran festhältst, dich nicht zu erinnern, das ist dir noch nicht ganz bewußt. Und das hat den Grund, daß es Dinge gibt, an die du dich nicht gern erinnern willst, oder wo du Angst hast, daß die schrecklich sein könnten, wenn du dich daran erinnerst. Das ist das, was das Vergessen in der Manifestation hält. Also diese Angst, und dieser Widerstand dagegen, die Erinnerungen in das Bewußtsein ein­fließen zu lassen.

Und da ist es genau wie mit dem Channeln: Wenn du irgendeine Angst hast, das, was du zu hören kriegst, könnte dir nicht gefallen, dann kannst du diese Information nicht bekommen. Auch wenn die Information vielleicht gar nicht das ist, wovor du Angst hast. Vielleicht ist es was ganz ande­res. Aber solange du eine Angst hast und du sagst: „Mmhmm, eigentlich möchte ich das lieber nicht hören“ und so, nicht – oder: „Ich will, daß es so und so ist“, also halt eben eine Fixierung auf ein bestimmtes Ergebnis hast oder so, dann trennst du dich ab von dem, was es sein kann, weil dann trennst du dich sozusagen von der gesamten Wahrnehmung ab. Weil, was du im Prinzip dei­nem Bewußtsein mitteilst, ist: „Bitte laß nichts durch, damit nicht das durchkommt, was ich nicht hören will.“ Und dann kann gar nichts durchkommen, auch nicht das, was du hören möchtest. Und schon gar nicht das, was es eigentlich ist, nicht. Also NICHTS halt. Dann hast du da eine Blo­ckade hingestellt – die ist dann da. Deine Schöpfung. (lacht) Ja?

So. Und mit den Erinnerungen ist es das gleiche. Wenn du Angst hast: „Ogott, wenn ich die Erin­nerungen zulasse, dann könnte das und das kommen, und das möchte ich lieber nicht sehen, das möchte ich lieber nicht wissen, da möchte ich mich lieber gar nicht dran erinnern“ – du kannst nur das ganze Paket kriegen. Du kannst nicht sagen: „Okay, die und die Erinnerungen möchte ich gerne wiederhaben, aber bitte nicht das, das, das und das, weil das wäre mir zu schmerzhaft. Oder davor habe ich Angst, rauszufinden, daß das so sein könnte.“ Ja? Das geht nicht. Du mußt das ganze Paket in Empfang nehmen wollen. Also dazu einfach bereit sein, zu sagen: „Ja, ich bin bereit, meine ganzen Erinnerungen zuzulassen, alle.“ Nur wenn diese Bereitschaft im Innern vor­handen ist, dann kann dieser Prozeß einsetzen. Dann kannst du das wieder an dich nehmen. So­lange das nicht der Fall ist – ja, dann geht’s halt nicht, nicht? Dann kannst du dich auch nicht an die Dinge erinnern, an die du dich gern erinnern würdest.

Naja, aber auf dieser Ebene hier ist eigentlich der Erinnerungsprozeß doch selektiv. Also du kannst manche Dinge vergessen und an andere dich erinnern. Und das geht doch. Also ich hab viel ver­gessen von Sachen, die mir passiert sind, wo vielleicht Leute nach Jahren sagen: „Ja, du hast da­mals das zu mir gesagt.“ Und ich sag: „Hä? Was soll ich gesagt haben? Ich kann mich nicht erin­nern!“ Und andererseits kann ich viele, viele Dinge mich noch genau dran erinnern. Also wieso ist das hier so, daß das geht, und wenn ich aber jetzt meine anderen Erinnerungen wiederhaben will, dann muß ich sie alle gleichzeitig nehmen?

Aahaaah. Da ist ein kleiner Unterschied. Du mußt sie nicht alle gleichzeitig nehmen, sondern du mußt sie alle haben wollen. Du mußt zulassen können, daß, was immer da auch sich zeigt, daß das dann auch kommen kann in dein Bewußtsein. Das heißt nicht, daß du jetzt dich in einer Se­kunde all deiner Manifestationen erinnerst, oder all deiner ganzen Erfahrungen, die du je gemacht hast. Aber es muß die grundsätzliche Bereitschaft vorhanden sein, daß alles kommen kann. Die hast du ja hier auch in diesem Leben. Du bist bereit, dich an bestimmte Dinge zu erinnern, und dann funktioniert auch dein Gedächtnis.

Ja, aber ich hab ja auch andere Sachen verdrängt.

Ja, und alles, was damit zusammenhängt, mit dem, was du verdrängt hast, das kannst du auch nicht dann wieder abrufen. Ja? Aber es ist halt so, nicht: also wenn du irgendeinen Widerstand hast – es muß einfach die Bereitschaft einfach nur da sein, sich zu erinnern. Es darf da nicht dieser Widerstand sein. Und Bereitschaft heißt ja nicht, wie wenn du jetzt deine Psychoanalyse da machst, und dann gehst du (in pathetischem Tonfall) graben nach den Kindheitstraumata und nach den verdrängten Dingen und so, ja? (wieder normal) Das brauchst du gar nicht zu tun. Son­dern du brauchst einfach nur zu beabsichtigen, du mögest dich erinnern, wer du wirklich bist, was du gemacht hast und so weiter, und dann das fließen lassen, was da kommt.

Wenn du jetzt eine Absicht bekräftigst, daß du dich erinnern willst, und dann fangen die Erinne­rungen an zu fließen, und dann sagst du: „Stop! Das will ich aber nicht wissen!“ – zack! Dann hört es wieder auf. Ist genau wie mit dem Geld. Du bekräftigst vielleicht, du möchtest Fülle erschaffen. Sobald die Fülle anfängt zu fließen und das will zu dir kommen, dann sagst du: „Nä! Das ist zuviel!“ Ja? (lacht) „Das kann ich nicht annehmen!“ oder so. Oder : „Es kommt von der falschen Stelle.“ Ja? Dann hältst du diesen Fluß wieder an. Das muß dir klar sein. Du mußt das dann ganz loslassen können. Wenn du gesagt hast, du möchtest, daß das kommt, dann mußt du es kommen lassen. Sonst passiert nichts.

(seufzt) Ich mach mal Pause. Moment.

(Pause)

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Das Höhere Selbst ist gar nicht „höher“

Ja – also hast du das jetzt eigentlich schon gesagt, warum du meinst, daß ich das mit dem Hohen Selbst schreddern soll?

Weil es ein begrenzendes Konzept ist. Erstens mal, du sagst, daß irgendwas höher ist als du. Das ist Blödsinn. Weil, wie schon bereits ausgeführt, sind wir im Kern alle das gleiche. Es gibt nichts Höheres und Tieferes. Das ist schon mal das eine. (Pause) Und das andere ist halt, wie ja im Grunde das NET auch sagt – guck, ich stehe hier neben dir. Ich bin nicht „höher“, ich bin nicht ir­gendwo da draußen oder so. Ich bin IN dir auch, wenn du das zulassen kannst, mich da zu spü­ren. Ich bin jetzt in dir. Ich bin mit dir verbunden. Ich bin du. Du bist ich. Und es gibt in diesem Sinne keine Trennung zwischen uns mehr.

Und wenn du jetzt irgendwas von deiner eigenen Größe aus dir raus projizierst und sagst: „Das ist jetzt mein Höheres Selbst, und ich bin ja nur das kleine Wesen“ oder so, ja? – was machst du denn dann? Dann begrenzt du dich doch wieder. Dann baust du wieder irgendsowas auf, zu dem du auf­blickst, was größer ist als du, was geiler ist als du, was weiser ist als du. Und erstens ist es Blöd­sinn – weil guck: […] Nur weil du eine weiter ausge­dehnte Wesenheit bist als Bewußtsein, heißt das doch noch lange nicht, daß du jetzt irgendwie perfekt bist. Ich hab so … solche Megascheiße gebaut schon in meiner langen, langen Existenz. Und ich kann viel größere Scheiße bauen als was du kannst hier auf deiner Ebene. Sozusagen noch eine ganz andere Dimension des Scheißebauens existiert, wenn du viel, viel größere Macht hast, Dinge zu bewirken. Ja?

So. Und wenn du jetzt hingehst und sagst: „Höheres Selbst“, dann erschaffst du eine Wahrneh­mung von irgendwas, erstens mal, was da draußen irgendwo rumschwebt, wo du nicht bist, und zweitens, was halt eben so perfekt ist, wie du nie sein kannst, oder glaubst, nie sein zu können. Und damit trennst du uns. Aber wir sind nicht getrennt. Ich hab mehr Wirkungsmöglichkeiten, ich hab mehr Macht, und ich hab ein größeres Bewußtsein von dem, was ich eigentlich bin, als du es hast. Das ist der einzige Unterschied zwischen uns! Ich bin nicht unfehlbar. Ich habe Megascheiße gebaut, von einem bestimmten Blickwinkel aus betrachtet. Ich habe Dinge getan, die anderen We­sen wehgetan haben, nur weil ich Bock drauf hatte. Ich bin nicht irgendwie was Abgehobenes, golden Glänzendes oder so, ja? Das kannst du schreddern!

Und das weißt du doch eigentlich auch. Ich meine, wir kennen uns jetzt schon … ich meine, wir kennen uns sowieso. Aber jetzt hier, in dieser deiner Inkarnation, hast du mich inzwischen gut ge­nug kennengelernt, ja, um zu wissen, daß ich nicht (lacht herzlich) irgendein heiliges, spirituelles Wesen bin. Ich kann ein richtiges Arsch sein. Ich kann dich an der Nase rumführen, wenn ich Bock drauf hab, ja? Ich kann richtig schön vulgär sein. […] Du weißt, wie ich drauf bin. Du weißt auch, daß ich ein Trickster bin. Du weißt auch, daß ich Dinger drauf hab, die von einem begrenzenden Begriff von Heiligkeit sehr, sehr weit entfernt sind. Und dennoch bin ich dein größeres und weite­res Selbst. Und ich bin sehr dankbar und froh, daß du mich trotz all dem, was du inzwischen über mich weißt, vollständig als das angenommen hast. Daß du nicht gesagt hast: „Oh, welch gräßliche Wesenheit – damit will ich nichts zu tun haben! Weiche von mir, Dämon!“ Ja? Bin ich sehr froh! Früher, wie gesagt, wär das nicht gegangen. [in Inkarnationen, die sehr stark von kirchlich/christli­chem Denken und Glauben geprägt waren]

Und die Sache ist auch die: Wenn du das in mir annehmen kannst, dann kannst du es auch in dir, weil es ist im Grunde kein Unterschied. Und je mehr du auch die, sage ich mal, von einem ge­wissen Standpunkt aus nicht so schönen Eigenschaften in dir selber drin annehmen kannst, desto mehr kannst du wirklich das werden, was du eigentlich bist. Weil mit jedem bißchen, was du in dir drin annimmst, hebst du ein Stück von der Trennung auf, und du nimmst es wieder zu dir. Weil du dann nämlich sagst: „Ja, ich will ganz sein. Ich will ganz sein, mit allem, was ich bin. Auch mit dem Schrott, auch mit den vielleicht nicht so vorzeigbaren Eigenschaften. Auch mit der ganzen Scheiße, die ich gebaut habe. Ich steh dazu – zu dem, was ich bin, zu dem, was ich gewesen bin, zu allem, was ich getan habe.“ Dann bist du ganz, wenn du das kannst. Und mit jedem kleinen Stückchen, das du wieder zu dir nimmst, kommst du mehr wieder in deine Ganzheit – in eine Be­wußtheit von deiner Ganzheit. Weil deine Ganzheit als solche, die ist immer vorhanden, und die kann nicht aufgehoben werden. Aber du kannst dich vom Bewußtsein dessen abtrennen.

Und je mehr du aber die Teile, von denen du dich abgetrennt hast, wieder zu dir nimmst, desto mehr kommst du zu dir selber, zu einem umfassenderen Bewußtsein deiner selbst, zu einer Verbin­dung mit dem, was du bist. Und das ist das, worum’s letztlich hier geht (lacht) in diesem Spiel, ja? Einfach ganz wieder das sein zu können, was du bist, und dann als ein solches halt eben auch die Dinge tun zu können, die du machen willst.

Okay. Ja. Danke. Das war das, was ich wissen wollte.

Na, dann freue ich mich ja (lacht), daß ich dir weiterhelfen konnte. (lacht noch mehr).

Ja, hast du wirklich. Danke.

Okay, dann laß es uns mal jetzt dabei belassen. Bis später.

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Text ©Zarah Zyankali 2007. Foto © Zarah Zyankali 2016. Bitte diesen Text nur verlinken oder rebloggen, NICHT woanders hinkopieren. Vielen Dank!