Herzmeditation 1: Initiation mit dem Göttlich-Weiblichen

19.12.2019

Die folgende Geschichte ist das erste von mehreren Abenteuern, die ich vor kurzem beim Meditieren mit meinem Herzzentrum erlebt habe. Wir hatten bei Celia Fenn eine Meditation gemacht, bei der man durch einen Wald  ging und auf eine Lichtung kam, auf der ein kristalliner Herztempel stand. In der Mitte des Tempels war ein goldener Thron, und drumherum befanden sich vier Herzkammern – eine für die Erde, eine für den Himmel, eine für das Göttlich-Weibliche und eine für das Göttlich-Männliche. Man sollte nacheinander in alle vier Kammern gehen und erleben, was darin war, dann sollte man sich auf den goldenen Thron setzen und alles miteinander verbinden.

Da die Meditation beim erstenmal für mich nicht so richtig geklappt hatte, beschloß ich, sie später einfach in Ruhe für mich noch einmal zu machen. Die Kammern für die Erde und den Himmel waren recht einfach. Ich sah in der Erdkammer wunderschöne Landschaften und die ganze Schönheit der Erde, in der Himmelskammer sah ich den Sternenhimmel.

Das Göttlich-Weibliche in Tausend Gestalten

Als ich dann aber in die Kammer für das Göttlich-Weibliche kam, da war alles in Rosa und Gold, und eine engelhafte Präsenz schwebte zu mir heran und sagte: „Ich bin das Göttlich-Weibliche.“ Das schien so meine Satire auf das typische weibliche Klischee zu sein. 😉 Also versuchte ich es noch einmal, und dieses Mal erschien eine Frau in schwarzem Leder mit Nieten und Ketten behängt und sagte: „Ich bin Kali, und ich bin das Göttlich-Weibliche.“

Doch dann hörte ich eine Stimme sagen: „Nein.“

Ich sagte : „Wie –  nein?“

Sie meinte: „Das ist nur ein Aspekt des Göttlich-Weiblichen.“

Ich fragte: „Kann man alle Aspekte kriegen, oder ist das zuviel?“ Daraufhin erschien eine Riesengestalt, die anfing zu flimmern und ständig das Aussehen wechselte. Wie bei so einem GIF-Bild mit einer Orakelkarte oder einem Satz, der ständig wechselt, und wenn man dann draufklickt, bleibt es stehen, und das ist dann das Ergebnis. So war das.

DiE Afrikanische Schamanin

Also beschloß ich, draufzutippen und zu sehen, was herauskommen würde. Und dann war es eine afrikanische Kriegerin, deren Haare oben so abstanden, sie trug einen Bastrock und einen Speer. Und der Raum veränderte sich und war dann so eine afrikanische Hütte. Und sie hatte diese Trommel – sie war scheinbar eine Schamanin dort oder so – und Masken und Tierschädel an den Wänden. Es war eine runde Hütte ohne Fenster und mit Lehmfußboden, und vorne war die Tür,.

Dann tanzte sie da und sagte zu mir: „Los! Mach mit! Tanz!“ Und dann haben wir da zusammen ziemlich wild getanzt. Am Anfang war ich eine schwarze Frau mit unglaublich langen Hängebrüsten. Das hat sich dann immer wieder verändert zwischendurch, als wir anfingen zu tanzen. Es war ein sehr merkwürdiges Gefühl, oben ohne zu tanzen, und die Brüste hingen so runter.

Draußen vor der Tür waren die Männer, die auf Djembes trommelten. Ich fragte sie: „Sollen die nicht reinkommen zum Trommeln?“ Darauf sagte sie: „Nein, die können hier nicht rein.“ Ich fragte sie: „Warum nicht?“ Da meinte eine von meinen Guides aus dem Off in ihrem typischen Gouvernantenton: „Weil das eine Frauenhütte ist.“ Ah so. Das ergab dann natürlich Sinn. 😉

Dann fragte ich, was für eine Art Hütte es denn sei – eine Menstruationshütte? Sie sagte: „Nein, es ist für alle Lebensphasen – bevor man anfängt zu bluten, wenn man blutet, und auch wenn man aufgehört hat zu bluten.“

Der Geistertanz

Wir tanzten eine Weile, und dann meinte sie: „So, und jetzt machen wir den Geistertanz.“ Auf einmal trug sie eine Maske aus weißen, blauen und roten Bastfäden und gab mir auch eine, und dann haben wir den Geistertanz gemacht. Erst dachte ich, es würden dann Geister in den Raum kommen – es waren wohl die Geister der Ahnen -, aber sie kamen durch einen durch und benutzten den Körper, um sich durch einen auszudrücken. Irgendwann konnte ich nicht mehr und mußte mich hinlegen. Es war dann auch irgendwie so erotisch. Dann war es nicht mehr so, als ob ich in den Körper bin und es selbst erlebe, sondern ich sah mich selber wie von außen, wie ich mich da auf dem Boden wälzte und schrie.

Und dann kam sie und hat unten irgendetwas Lebendiges in mich reingetan, das so wie schlangenartig, aber flach war, und das hat sich dann in mich reingekräuselt. Ich wußte nicht, was es war, was sie mir da verabreichte, ob das irgendein Parasit oder dergleichen war. Und dann rumorte es da in mir drin. Dann mußte ich auch noch mal aufstehen, und ganz viele Frauen sind auch noch gekommen und haben mich festgehalten, weil ich sonst gleich wieder umgekippt wäre. Die eine meinte: „Stützt sie! Sie fällt gleich!“ Und dann mußte ich mich aber doch wieder hinlegen.

Schließlich kam dieses Ding, das sie reingetan hatte, aus mir rausgekrabbelt und hatte so ein schwarzes Vieh im Mund, so eine Art Insekt, und ist dann aus der Hütte rausgegangen und hat das schwarze Vieh raus in die Landschaft geschickt. Es war so eine Sandlandschaft, und das Vieh ist dann in einem Erdloch verschwunden.

Dann wurde noch mehr getrommelt, und an einem bestimmten Punkt wurde die Tür zugemacht. Am Anfang, als die draußen getrommelt haben, war die Tür noch offen gewesen. Und immer, wenn sie schneller trommeln sollten, riß sie die Tür auf und sagte: „Weiter! Weiter!“ Und dann wußten die, daß sie wieder loslegen müssen.

Und dann waren wir quasi fertig, und ich sollte aus der Hütte rauskommen. Davor mußten die Männer aber in ihre Männerhütte gehen, damit sie mich nicht sehen, weil der Eingang ihrer Hütte in eine Richtung zeigte, wo sie nicht in unsere Richtung gucken konnten. Da brachten sie mich dann raus in die Sonne, und ich sagte ihr, daß ich mal muß. Sie führte mich dann in ein Stück Busch, wo ich hinpinkeln konnte, weil man das nicht mitten im Dorf macht. Da geht man raus.

Das Göttlich-Männliche

Aber ich war ja noch nicht fertig. Ich mußte ja noch in die Kammer des Göttlich-Männlichen gehen. Und ich dachte schon, da würde jetzt sowas Ähnliches kommen, so ein Krieger mit einem Speer oder ein muskelbepackter Bodybuilder oder so. Und so war es gar nicht! Da war so ein Typ in seinem Studierzimmer, der Pfeife rauchte. Das war alles. Und wir haben da auch nicht großartig was gemacht, nur rumgesessen. Nach der ganzen Action war das doch recht überraschend, so nach dem Motto: Wie, das war es jetzt? Erst saß er auf seinem Stuhl vor seinem Schreibtisch und ich auf meinem Stuhl, und dann sagte er: „Ich hab hier auch noch ein Sofa.“ Das war so ein kleines rotes Rokoko-Sofa. Und dann haben wir uns da nebeneinander draufgesetzt. Und ich wußte nicht, ob der Rauch jetzt irgendwas Halluzinatorisches enthielt, aber das war im Prinzip echt alles.

Das war jedenfalls die erste Herzmeditation. Ich war sehr erstaunt und erfreut, daß ich nach so langer Zeit endlich mal wieder was sehen konnte, und sogar in solchen Details! Jetzt muß ich mich noch auf den goldenen Thron in der Mitte setzen und das alles miteinander verbinden, und Celia sagt, wenn das passiert, dann werden unglaubliche schöpferische Kräfte frei. Da bin ich schon echt gespannt!

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