Interview mit einem Fuchs-Schamanen

Es ist immer noch der 15. September 2020, es ist jetzt Punkt 6 Uhr, und ich bin im Gespräch mit einem Fuchsschamanen. Und zwar kam das dadurch zustande, daß der Drache gesagt hat, uns ist dieser Glaube, daß der Körper nur so aussehen kann und sich nicht verändern kann, so eingetrichtert worden, daß selbst Leute, die mit dem Wechseln reichlich Erfahrung gesammelt haben, heutzutage glauben, daß das doch nicht mehr gehen kann.

Und da habe ich gesagt: „Wie, ich hab da Erfahrung gesammelt?“ Da sagt er: „Ja, natürlich.“ Und dann habe ich halt mal gebeten, daß Inkarnationen von mir, die damit Erfahrung haben, sich bei mir melden und mir ihre Erfahrungen mitteilen mögen. Und da kam dieser Schamane, und der hat gesagt, daß er ein Fuchsschamane ist. Und ich hab gesagt: „Kitsune?” Und da hat er gesagt, Fuchsschamanen hat es überall gegeben, nicht nur in Japan. Das weiß bloß heute hier keiner mehr. Und es gab auch Bärenschamanen, Wolfsschamanen … und dann habe ich gefragt: „Gab’s auch Adlerschamanen?“ Sagt er: „Mit Vögeln ist die Sache schwieriger, weil der gesamte Körperaufbau ein anderer ist. Aber das Prinzip beruht darauf, daß man weiß, daß man die Form wechseln kann.“

(zum Schamanen) Und dann wolltest du fortfahren …

ja, was halt auch dazugehört, ist eine gewisse Resonanz zu einem bestimmten Tier – eine innere Resonanz. Weil selbst als Mensch hast du einen gewissen Charakter, und der kommt von deinem Geist, nicht von deinem Körper. Und der ist in Resonanz mit einer bestimmten Seinsweise oder bestimmten Kraft, sodaß ein Mann z.B. die Kraft eines Bären auch als Mensch hat und deshalb mit dem Bären – mit der Bärenenergie, könntest du sagen – mehr in Resonanz ist als mit anderen … Tieren. Und … ich sag nicht gerne „Tiere“, weil das genau solche Wesen sind wie wir auch. Es hat sich halt nur so eingebürgert für euch.

Ach, ihr habt das noch nicht … ?

Nein, wir haben das nicht gesagt. Das sind Leute, genau wie wir. Da gibt’s die Fuchsleute die Wolfsleute, die Bärenleute und die (lacht) Waschbärleute. Und noch ganz viele andere, ja. Wir haben nicht „Tiere“ gesagt. Ich benutze dieses Wort nicht sehr bereitwillig, aber ich entnehme deinem Geist, daß es das ist, wie ihr das heute nennt.

Ja. Wir nennen das so. (lacht)

Aber kannst du dir vorstellen, daß Bären einfach eine Bärenfamilie sind, ein Bärenclan? Keine „Tiere“. Weil „Tier“ bedeutet, wenn ich das deinem Geist richtig entnommen habe, daß ihr der Meinung seid, daß diese Wesen ein niedrigeres Bewußtsein haben als der Mensch, oder ein geringeres Bewußtsein.

Ja. Das kommt ungefähr hin.

Und das ist nicht so. Sie haben ein anderes Bewußtsein als der Mensch, aber es ist nicht geringer. Es ist einfach nur anders. Es ist auf andere Foci ausgerichtet, auf andere Wahrnehmungen, auf andere Lebensweisen, Gefühle … es ist einfach anders. Ja. Das ist richtig. Aber es ist nicht geringer und nicht kleiner und nicht unwichtiger und auch nicht niedriger. Und das ist so, wie wir die Sache betrachtet haben … oder betrachten eigentlich immer noch, ja? Aber von deiner Warte aus betrachtet haben. Weil da, wo du bist, gibt’s uns schon lange nicht mehr, ja? (lacht) Aber es gibt uns. Es ist halt nur sozusagen zeitverschoben, könnte man sagen.

So. Und so, wie du einen Charakter hast, einen Geist, eine bestimmte Art und Weise halt, sich auszudrücken, eine bestimmte Art und Weise, zu fühlen, Ideen zu haben und so weiter – so hast du dann eine Resonanz zu einer bestimmten Familie von anderen Wesen. Und vielleicht hast du eine Bärenresonanz oder eine Fuchsresonanz oder eine Drachenresonanz, ja? Was auch immer deinen Charakter prägt, das prägt dann auch die Form, die du annimmst.

Also ich kann nicht einen Tag ein Fuchs sein und den anderen ein Bär und den dritten ein Wolf?

Wenn du das könntest, wärst du ein sehr großer Schamane, ja. Die meisten haben nur eine alternative Form, zumindest hier, wo ich lebe. Wenn du mehrere hast, bedeutet das, daß du große Kraft hast, große Fähigkeiten, große Möglichkeiten, auch noch ganz andere Erfahrungen zu machen.

Der Unterschied zwischen Reisen und Gestaltwandeln

Es gibt doch bei Terry Pratchett diese Hexe, Granny Weatherwax.

Wer ist Terry Pratchett?

Das ist jemand, der Bücher schreibt, Geschichten erzählt. Diese Geschichten werden aufgeschrieben – gedruckt. Und in diesen Geschichten kommt eine Hexe vor, und die sagt immer, sie ist “borrowing” – also sie leiht sich was aus, einen Körper.

(versteht sofort) Das ist was anderes. Reisen in einem geborgten Körper ist nicht so schwer, wie selbst deinen Körper so zu verändern, daß er diese andere Form annimmt. Ja? Das Reisen ist einfacher, und deshalb brauchst du nicht so viel Kraft, um mit verschiedenen Wesen – mit Vögeln, mit Eichhörnchen oder was auch immer – mal zu reisen, wie du bräuchtest, um jeweils diese andere Form tatsächlich anzunehmen.

Ah so, ja. Danke. Das war der Unterschied.

Ja. Ich verstehe, was du meinst. Aber es ist nicht dasselbe.

Na gut, warum reist man dann nicht einfach als Schamane, statt jetzt irgendwie so eine Verwandlung vorzunehmen? Wenn das so viel Kraft kostet?

Wenn du reist, bist du nur ein Mitfahrer, ein Beifahrer. Das Wort entnehme ich deinem Geist. Jemand, der mit jemand anders mitfährt. Du hast so gesehen über diesen Körper keine Kontrolle, aber du kannst sehen, was, sagen wir mal, dieser Rabe sieht oder dieser Fuchs sieht. Das kannst du sehen. Oder du kannst wahrnehmen, wie er Gerüche wahrnimmt. Aber wenn der sagt: „Ich gehe jetzt hier weg“, dann gehst du mit, oder du mußt den Körper verlassen und in deinen eigenen Körper zurückkehren.

Aber sagen wir mal, du hast einen Grund. Du möchtest gerne an einem bestimmten Punkt Dinge beobachten, die du in deiner Fuchsform leichter beobachten kannst, als wenn du als Mensch da reingehst, ja? Einen Fuchs wird niemand verdächtigen – sage ich mal so, ja? Außer die Leute wissen, daß es Fuchsschamanen gibt. Aber das weiß nicht jeder.

Wenn ich da als Mensch reingehe, werden sie gleich auf mich schießen zum Beispiel, ja? Wenn ich als Fuchs reingehe, wird vielleicht noch nicht mal jemand merken, daß ich überhaupt da bin, weil ich auch viel leiser und vorsichtiger sein kann.

Wenn ich jetzt von einem richtigen Fuchs, der einfach nur ein Fuchs ist und kein Schamane, den Körper borgen würde, und dieser Fuchs hat noch Sachen anderswo zu erledigen, dann geht der weg, und ich kann vielleicht die Dinge, die ich in Erfahrung bringen möchte, dann nicht mehr sehen und hören.

Ah so! Ach, wie die Füchse da in – das sind auch Bücher – in Rivers of London. Da gibt es so sprechende Füchse, und die halten sich für Spione. Und dann tun sie immer so, als wären sie in einem Spionagefilm. (lacht)

Du kannst als Fuchs ein sehr guter Spion sein, ja! Du kannst Dinge beobachten, wo du als Mensch – also z.B. ja, du kommst durch ein Kellerfenster. Das gab’s bei uns nicht. Gab keine Keller. Aber ihr habt das. Oder du kommst durch Höhleneingänge, wo ein Mensch nicht durchkäme.

Beim Kellerfenster ist nur das Problem, daß du hinterher nicht mehr rauskommst.

Das kann natürlich ein Problem sein, ja. Aber du kommst durch – also ich möchte sagen, durch Eingänge, die zu schmal sind für einen Menschen. Das hat alles große Vorteile, wenn man es machen kann.

Aber als Bär würdest du da nicht reinkommen.

Nein. Die Bärengestalt hat andere Vorteile – zum Beispiel, daß du viel, viel mehr Kraft hast. daß du andere Wahrnehmungen hast. daß Leute vor dir auch Angst kriegen, ja.

Ja, aber dann schießen sie auf dich, wenn sie Angst kriegen. Das ist doch gar nicht gut, oder?

(lacht)

Hast du gesagt.

Und wie geht das jetzt?

Ja, dann wollen wir doch mal zum Punkt kommen, wie du das dann machst mit dem Wechseln.

(lacht) Ja, das war klar, daß du das fragen wirst.

Naja nun – ich meine, das ist ja schon ein interessanter Punkt.

Im Prinzip ist es ne geistige Sache. Und das erste ist das schwerste Mal, weil du da noch nicht 100% sicher sein kannst, daß es wirklich geht. Wenn du es einmal gemacht hast, dann weißt du’s.

Ja, das stimmt wohl. Und ist das bei dir zufällig gekommen, daß du dann gemerkt hast, daß es geht, oder wie hast du das rausgefunden?

(lacht verlegen) Ich hab’s mir gewünscht. Da waren so viel Füchse. Und ich hab mir gewünscht: „Ach könnte ich doch so sein wie so ein Fuchs!“ Und dann hab ich auf einmal gemerkt, wie mein Körper sich anfing zu verändern …

(erstaunt) Von allein?

Ja. Weil der Wunsch in mir so stark war. Das war ja nicht nur wie bei dir vielleicht so ein Gedanke mal: „Ach, hätte ich gerne“ oder so, sondern das war wirklich ein starker Wunsch. Wenn du was sehr stark wünschst, dann passiert’s.

Bei mir nicht.

Ja, wenn du denkst, daß es nicht passieren kann – das ist ein Hindernis. Aber wenn du diesen Gedanken fallenlassen kannst – den Gedanken, daß das nicht passieren kann –, wenn du bereit bist, alles für möglich zu halten, dann kann das passieren. Du mußt es nur wirklich wollen. Wenn jetzt, sagen wir mal, ein Teil in dir ist, der es will, und ein Teil, der sagt: „Oh nee, ist mir zu gruselig! Was ist, wenn wir in der Mitte steckenbleiben?“ oder so, ja? (lacht) Oder was auch immer. Oder “Was passiert, wenn ich das mache und dann XYZ eintrifft?“ Irgendwas, was dir unangenehm ist. Ja? Das sind alles Zweifel, und wenn du Zweifel hast, blockiert es deine (überlegt) … ja, daß das, was du gewünscht hast, kommen kann. Du darfst einfach keinen Zweifel haben. Du mußt in dem Wunsch sein, und dann mußt du dir bildhaft vorstellen, wie es passiert. Und das stellst du dir so lange in aller Lebhaftigkeit vor, bis du merkst, daß es wirklich passiert. Und das ist eigentlich alles.

Echt? So einfach?

Ja! So einfach ist es. Wenn du glauben kannst, daß es so einfach ist. Und wenn du es einmal gemacht hast, dann hast du kein Problem mehr, weil dann weißt du, daß es geht. Ist genau wie mit allem, was du einmal gemacht hast. Wenn du einmal … ihr habt Fahrräder, ja? Am Anfang weißt du nicht, ob du auf diesem Fahrrad wirklich fahren kannst. Wenn du es einmal gemacht hast, dann weißt du, daß es geht. Und genauso ist es mit allem anderen auch.

Jetzt ist es so: Es kostet schon Energie, und deshalb mußt du überlegen, ob die Aktion, die du vorhast, diesen Energieaufwand lohnt. Du machst das nicht einfach mal so, nur weil du gerade mal Bock hast oder so, ja? Du machst es schon immer mit einer gewissen Absicht, weil du irgendwas Bestimmtes machen willst, was du in dieser Gestalt besser kannst.

Wie ist es denn eigentlich? Sagen wir mal, wenn du in die Fuchsgestalt gehst – verwandelt es sich automatisch nach einer bestimmten Zeit zurück? Könntest du theoretisch für immer drin bleiben, wenn du das möchtest? Sagen wir mal, du stellst fest: Das Leben als Fuchs gefällt mir so viel besser – da bleibe ich jetzt drin! Würde das funktionieren, oder geht das nicht?

Hm. Es hat alles seine Vor- und Nachteile. Es gibt auch Dinge, die als Mensch besser sind. Also ich würde, wenn ich mehrere Möglichkeiten habe, immer beide nutzen. Insofern kann ich dir nicht sagen, ob das schon jemand gemacht hat, daß er sich verwandelte und dann drinblieb in dem Zustand. Ich kenne niemand, der es gemacht hat.

Okay. Danke.

Ob es theoretisch möglich ist … dein Bewußtsein gibt den Ausschlag. Was passieren könnte, ist, daß du vergißt, wer du bist. Daß du vergißt, daß du nicht wirklich ein Fuchs bist. Ja? Wenn du dich zu sehr von dem Fuchsbewußtsein vereinnahmen läßt, dann vergißt du, daß du noch ein Menschbewußtsein hast. Und dann steckst du drin. Dann kommst du nicht mehr zurück. Dann bist du einfach nur noch ein normaler Fuchs, der mal ein Mensch war, aber das vergessen hat. Das kommt vor, ja.

Aber gerade hast du gesagt, du kennst niemand …

ich kenne niemand, der gesagt hat: „Hey! Mir geht’s als Bär so viel besser, daß ich mich jetzt komplett verwandle.“ Aber Leute, die vergessen – das ist schon manchmal vorgekommen.

Und woher weißt du, ob der da drin blieb, weil er es vergessen hat oder weil er das wollte? Das weißt du doch dann gar nicht, oder? Er kommt doch nicht zurück.

Wenn das jemand will, würde sein Bewußtsein verbleiben. Du könntest weiter mit ihm telepathisch kommunizieren. Wenn es dann einfach wirklich nur noch ein Fuchs ist, dann hat er auch nur ein Fuchsbewußtsein.

Aber vorhin hast du gesagt, ein Fuchsbewußtsein ist nicht niedriger als ein Menschbewußtsein.

Nee, es ist nicht niedriger! Es ist halt nur ein Fuchsbewußtsein. Das hat andere Prioritäten, eine andere Art zu leben, andere Vorstellungen als der Mensch. Ja? Und deshalb, wenn dir ein Fuchs begegnet, kannst du relativ leicht – wenn du weißt, daß es Fuchsschamanen gibt natürlich, ja, was ja bei mir der Fall ist (lacht) – kannst du relativ leicht herausfinden, ob es sich um einen verwandelten Schamanen oder um einen normalen Fuchs handelt.

Ah, das kannst du feststellen? Wie machst du das denn?

Ich sag „Hallo“ zu dem, und dann gucke ich, was er antwortet. (lacht) Ganz einfach.

Ah so!

Ja. Ein Fuchs wird auf eine Fuchsart antworten, und ein Schamane wird „Hallo“ zurück sagen. Wenn das jemand ist, den ich kenne, wird er vielleicht sagen „Hey, und wie geht es dir?“

Was ist normal?

Ach, ihr hattet in der Gegend mehrere Fuchsschamanen?

Ach, wir haben alles gehabt! Ja, sicher. Es war eine andere Zeit, von dir aus betrachtet. Es IST eine andere … ach … Zeit! Arrgh! Für mich ist das die Welt. Für mich existiert keine andere Zeit. Außer daß ich jetzt mit dir spreche und sehe, daß da eine andere Zeit ist. Ja? Aber diese Welt, in der ich lebe, ist – ja, sagen wir es so – ist extrem anders, als die Welt, die du kennst. Es gibt mehr Magie. Es gibt mehr Dinge, die du heute als unmöglich betrachten würdest. Und diese Dinge sind NORMAL! Verstehst du? Ist normal! Das ist nichts Besonderes!

Aber gerade hast du gesagt, es gibt auch Leute, die nicht wissen, daß es Fuchsschamanen gibt.

Ja.

Aber wenn es nichts Besonderes ist, dann würde doch jeder darüber Bescheid wissen, oder?

Es … ach Gott, wie erkläre ich das denn? Es gibt Leute, die einfach ihr normales Leben leben. Sie haben ihren Bauernhof, ihre Tiere, und sie haben mit diesen Dingen nichts zu tun. Und es gibt aber auch genug Leute, die … phhh … auf irgendeine Art und Weise dazu gekommen sind. Meistens ohne es vorgehabt zu haben.

Das ist wie … ah, du hast Bücher gelesen, die heißen „Wächter der Nacht“. Und da gibt es Normale und Andere. Und die Anderen sind Leute, die mit Magie arbeiten, aber diese Normalen, die wissen davon nichts. Aber unter den Anderen ist es eine normale Sache, anders zu sein. So ungefähr kannst du dir das da auch vorstellen. (lacht) Ja?

Ich dachte immer, wenn es sowas gibt, dann ist es auch im Volksglauben verbreitet. Also in unseren Märchen kommt das dann vor. Zum Beispiel daß es da Leute gibt, die wußten … die wußten, daß es so eine Magie gibt. Auch normale Leute. Oder die immer ein Milchschälchen für die weiße Schlange rausgestellt haben, weil die das Haus gesegnet hat und so.

Ja, es gibt Leute, die wissen, und es gibt Leute, die nicht wissen. Und das ist hier genauso, wie es bei euch auch ist – nur daß wir bestimmte Dinge einfach normaler finden, die für euch schon nicht mehr normal sind. Wenn man das mal so (lacht) beschreiben will. Weil ihr seid das Produkt einer langen, langen Entwicklung, wo euch diese Fähigkeiten ausgetrieben worden sind. Ausgetrieben, ausgeredet, ausmanipuliert, ausgefoltert und auf jegliche Weise abtrainiert. Ja? Und deswegen existiert in der Welt, die ihr für normal haltet, kein allgemein verbreitetes Wissen mehr über bestimmte Dinge, die aber eigentlich ganz normal sind, von uns aus gesehen. Die sind normal! Ist keine große Sache.

Wenn es keine große Sache ist, wieso kann es dann nicht jeder bei euch?

Wie gesagt – wie mit deinen Büchern, mit den Anderen. Die merken an irgendeinem Vorkommnis, daß sie anders sind. Und dann gucken sie sich nach anderen Leuten um, die auch so sind. Und dann stellen sie erstmal fest, daß es davon eine ganze Menge gibt, was sie vorher auch nicht dachten. Während ein normaler Mensch, der geht durch sein Leben, er fährt U-Bahn, er geht zur Arbeit, er ist von Anderen umgeben, aber er weiß nicht, daß es Andere sind, weil sie aussehen wie jeder. Und ein Fuchsschamane in seiner Fuchsgestalt sieht einfach nur wie ein Fuchs aus. Und in Japan gibt es noch Überreste des Wissens über diese Dinge. Aber die Japaner sind im großen und ganzen die einzigen, die da noch was von bewahrt haben. In China gibt es noch Geschichten über Menschen, die Drachen sind. Im Westen ist das alles vollkommen verlorengegangen, bzw. hat eure Kirche große Anstrengungen unternommen, diese Dinge den Leuten auszutreiben. Also es ging nicht einfach so verloren, sondern es wurde nachgeholfen.

Nja.

Aber auch heute in China und heute in Japan gehen die Leute nicht hin und sagen: „Oh, ich werde Fuchsschamane!“ Es ist einfach nur noch eine Geschichte, die erzählt wird, verstehst du? Es ist nicht etwas, was Leute praktisch anwenden. Aber es existiert noch ein Wissen darüber, und das ist der Unterschied zu Europa, zu Nordamerika und auch Australien – also den Teilen von Australien, wo keine Aborigines wohnen. Die Aborigines wissen noch solche Dinge. Aber auch sie sind durch die Zustände, die durch die Weißen dort verankert worden sind, nicht mehr in einem Zustand, wo sie diese Dinge noch aktivieren können oder glauben, daß es noch gehen würde.

Nja. Konnte ich dir damit weiterhelfen?

Oh ja! Das ist interessant. Ich weiß zwar nicht, ob ich das jetzt anwenden kann oder sollte …

das ist die Sache. Wenn du es wirklich machen willst, dann muß dein Wunsch vollkommen dein Bewußtsein beherrschen. Du solltest keinerlei andere Zielsetzungen dann haben als das. Dann kannst du es machen.

Du darfst nie vergessen, wer du wirklich bist

Und wie ist es … wo du das zum ersten Mal gemacht hast, ja, und dann hast du gemerkt, auf einmal warst du ein Fuchs – wie bist du wieder zurückgekommen in deine Menschgestalt? Hast du nicht Angst gekriegt, daß du dort drin jetzt bleibst?

(lacht) Das habe ich dir schon gesagt. Du mußt darauf achten, daß du nicht in dem Fuchsbewußtsein untergehst, daß du immer dein Menschbewußtsein behältst. Ich entnehme deinem Geist, du kennst Geschichten, wo jemand, der die Form wechseln konnte, sich in einen Ochsen oder einen Stier verwandelt hat und dann der Person, die ihn [zum Markt] brachte, gesagt hat: „Paß auf dieses Halsband auf, das ich trage, und diese Leine, und gib sie nicht aus der Hand, denn sonst muß ich in dieser Gestalt bleiben!“ Das heißt, er hatte eine Sicherheitsvorkehrung getroffen, daß er in seine normale Gestalt zurückkehren kann. Und er mußte dieser Person, der er das anvertraut hat, 100% vertrauen können, daß die nicht wird dieses Halsband aus der Hand geben. Sonst wäre er – nicht, dann hätte er seine restlichen Tage als Ochse verbracht.

Das ist das Wichtige. Du mußt dein Bewußtsein immer bewahren. Du darfst dich nicht da überwältigen lassen. Sonst bist du drin. Dann bleibst du drin. Wenn nicht irgendwas passiert, was dich wieder erinnert, wer du eigentlich bist.

Das mag vorkommen, ja – daß du in deiner Fuchsgestalt, oder was auch immer deine Gestalt ist, vollständig versunken warst, und auf einmal hörst du ein Lied oder riechst einen Geruch, und das erinnert dich, daß du mal ein Mensch warst, und daß du eigentlich auch immer noch ein Mensch bist. Darauf mußt du wirklich achten, wenn du zurück willst, daß dein Bewußtsein klar bleibt. Daß du weißt: Dieser Fuchs ist nur eine Form. Das bist – nicht – du. Okay?

Und jetzt ist es teilweise mit der Menschform auch nicht anders. Denn die Menschform ist ja auch nur eine Form für dein Bewußtsein. Und wenn du immer wissen kannst, wer dein Bewußtsein wirklich ist, wer du bist, dann ist die Menschform nur eine Form. Wenn du dich aber mit der Form identifizierst, bist du drin gefangen, immer. Du mußt dich immer mit deinem Geist identifizieren und wissen, daß die Form etwas ist, was wechseln kann. Daß diese Form nicht ist, wer du bist. Und das muß dir immer, immer klar sein, selbst wenn du schläfst. Selbst wenn du als Fuchs eingeschlafen bist, mußt du immer noch wissen, du bist eigentlich ein Mensch. Du bist eigentlich ein Wesen, das seine Gestalt gewechselt hat. Kannst trotzdem immer noch hören, wenn jemand draußen einen Fuchs jagt oder so, ja, und deine Instinkte für dich arbeiten lassen, ja. Aber du mußt trotzdem wissen: Du bist nicht der Fuchs. Ganz, ganz wichtig. Und wenn du das immer im Kopf behältst, dann kommst du auch zurück. Dann erzeugst du in dir einen starken Wunsch, daß du jetzt diese Menschgestalt zurückhaben willst. Und dann passiert’s. Ganz einfach.

(lacht) Ja, ganz einfach, klar.

Ja. Es ist im Grunde so einfach. Nur ihr habt euch sehr, sehr viele Hindernisse erschaffen zu diesem einfachen Prozeß. Aber das Prinzip ist einfach: Nichts anderes darf dich interessieren, und du mußt immer dich erinnern, wer du eigentlich wirklich bist. Das ist alles.

Oh hey. Und in was du dich verwandelst, kriegst du erst raus, wenn’s passiert, hm?

Nee. Du hast ne Resonanz zu etwas, du wünschst es dir sehr stark, und dann kommt’s. Das ist immer das, wozu du deine Resonanz hast.

Also es ist nicht so, daß ich sage: „Oh, ich möchte mich in einen Drachen verwandeln“, und dann werde ich ne Maus oder so?

Nein, nein. (lacht)

Weil das eigentlich ist, womit mein Bewußtsein wirklich in Resonanz ist?

Nein. Nein, nein, nein. So ist das nicht.

Ja, weiß ich ja nicht, Mann. Ich hab’s noch nie gemacht.

Du bist nicht die Form

In diesem deinem jetzigen Leben hast du es noch nicht gemacht. Aber ich bin das ja, und ich bin du! Das hast du auch noch nicht verstanden. Du hast gebeten um Kontakt mit einer Inkarnation von dir, die diese Erfahrung gemacht hat oder noch macht. Und ich bin einer Inkarnation von dir! Natürlich nicht von deinem jetzigen Mensch-Selbst, sondern von dem, was du eigentlich wirklich bist. Und darum geht’s ja: zu wissen, was du – wirklich – bist. Und dann hast du diese unterschiedlichen Formen. Dann hast du einen Schamanen, so wie mich. Dann hast du ein Wesen, das im 21. Jahrhundert lebt, so wie du. Dann hast du irgendwelche Leute im 17. Jahrhundert, oder in Atlantis, oder auf Orion irgendwo. Das bist aber alles du! Alles du! Die machen die unterschiedlichsten Erfahrungen dort. Das ist nicht linear. Verstehst du? Das bist alles du! Du bist das, was diese Formen annimmt, um diese Erfahrungen machen zu können. Du bist nicht die Form.

Wenn du einmal weißt, daß du nicht die Form bist, egal wo dein Bewußtsein sich aufhält, dann kannst du Formen wechseln, dann kannst du halt eben auch darüber hinausgehen, ja? Dann kannst du wirklich mit jedem Bewußtseinspartikel Kontakt aufnehmen. Weil du bist ja an diese Form nicht gebunden. Dein Geist ist nicht daran gebunden. Noch nicht mal an deine jetzige, sage ich mal, Persönlichkeit bist du dann gebunden. Denn die Persönlichkeit ist ja nur ein Ergebnis deines Heranwachsens in einer bestimmten Umgebung. Unter bestimmten Einflüssen hat sich diese Persönlichkeit gebildet. Das bist aber nicht du! – Ich sehe, daß du Probleme hast, das zu begreifen. Warum?

Weil ich immer dachte, daß ich das bin, natürlich! (lacht)

Nein! Dein Bewußtsein ist unabhängig von Zeit und Raum, okay? Das geht in bestimmte Formen in bestimmtem Umgebungen in bestimmten Umständen, oder wie auch immer du das nennen willst, um bestimmte Erfahrungen machen zu können. Dein Bewußtsein, das ist, was du bist. Die Form ist nur etwas, was für dich wie ein Werkzeug ist, um diese Erfahrung zu erschaffen. Ja? Wenn ich mich in eine Fuchsgestalt begebe, kann ich bestimmte Erfahrungen machen, die ich in meiner Menschgestalt nicht machen kann. Kann zum Beispiel auch mich mit einer Füchsin paaren, ja? (lacht) Das kann manchmal ganz angenehm sein.

Ah, wirklich?

Jaja. Wichtig ist, auch währenddessen immer noch zu wissen, daß ich kein Fuchs bin – auch während dieses Liebesspiels mit einer Füchsin muß ich immer noch wissen, daß ich eigentlich kein Fuchs bin, sondern nur eine Fuchserfahrung mach.

Ah! (lacht) Ne Fuchserfahrung!

Ja. Du machst ne Menscherfahrung. Okay? Du bist Bewußtsein, das ne Menscherfahrung macht. Ich bin ein Fuchsschamane, der manchmal Fuchserfahrungen macht, ja. Und in meiner eigentlichen Form bin ich genau das, was auch du bist – nämlich ich bin dieses Bewußtsein, das die Erfahrung macht, ein Schamane zu sein, der eine Fuchserfahrung machen kann. (lacht) Ich könnte jetzt zum Beispiel keine Bär-Erfahrung machen, ja? Weil ich mit Füchsen einfach mehr in Resonanz bin. Macht aber nichts – weil es gibt ja unendlich viele Möglichkeiten, wie man diese Bär-Erfahrung noch irgendwann machen kann, in einem anderen Leben, wenn ich das möchte.

Ah, du könntest also zurückgehen in das Bewußtsein, das du eigentlich bist, und eine Person erschaffen, die mehr ein Bär-Bewußtsein hat? Oder hast du in diesem Bewußtsein, das die Menscherfahrung macht, einfach generell mehr Resonanz zu Füchsen?

In meinem ursprünglichen Bewußtsein habe ich schon bestimmte Resonanzen, aber ich kann auch wählen, was ich für eine Erfahrung erschaffen will in einer bestimmten Inkarnation, ja.

Der große Inkarnationszyklus

[fängt Gedanken von mir auf, daß ich das vor meiner jetzigen Inkarnation nicht wählen konnte]

Ja, jetzt ist es natürlich noch mal so: Wenn du einen gewissen Zyklus durchläufst, dann gibt es Erfahrungen entlang des Weges, die du irgendwann machen mußt, auch wenn sie nicht zu deinen bevorzugten gehören, okay? Einfach um diesen Zyklus ganz durchlaufen zu können. Das ist wie, sagen wir mal, du machst ein Studium, und für das Studium mußt du auch Statistik machen, aber Statistik findest du eigentlich irgendwie doof. Und natürlich hast du andere Kurse, die dir mehr Spaß machen, ja? Und du machst halt alle deine Erfahrungen innerhalb dieses Ausbildungszyklus‘, und vielleicht machst du das, was dir am wenigsten Spaß macht, zuletzt. Das ist deine momentane Situation. Du hast dir das aufgehoben, zum Schluß zu machen, weil du immer gesagt hast: „Ach, das mache ich irgendwann mal – später, nicht jetzt.“ (lacht) Und dann kam mal der Punkt, wo es drum ging, zu sagen: „Okay, ich muß es jetzt machen, weil alles andere habe ich durch! Ja? Da ist nur noch dieses eine – das muß jetzt noch gemacht werden, ja. Dann habe ich das Ganze durchlaufen, so.” Aber auch das entscheidest ja du, nicht. Du entscheidest, daß du diesen kompletten Zyklus mitmachst und daß der bestimmte Erfahrungen beinhaltet. Und dann stehen auf dem Curriculum halt auch einige Dinge, die nicht so deine Lieblingssachen sind, ja.

Ah! Okay, ja, danke. Ich dachte nämlich gerade, da hätte ich ja jetzt mir eine Inkarnation aussuchen können, wo ich ne Bär-Erfahrung machen kann. (lacht)

Nee, das ging halt eben nicht an dem Punkt, weil es was gab, was eben an diesem Punkt gemacht werden mußte. Was du natürlich auch schon hättest früher erledigen können, aber du das immer vor dir hergeschoben hast. Du könntest es längst hinter dir haben! Dann würde deine jetzige Inkarnation etwas anders sich gestalten.

Ah, okay.

Ja. Aber weil du immer gesagt hast: „Ach naja, mach ich mal irgendwann“ – deswegen war es halt jetzt nötig, das im jetzigen Leben zu machen.

Okay. Also du bist eine Inkarnation von mir, die schamanische Fähigkeiten hat, die weit über das hinausgehen, was ich im Moment machen kann.

Ja, genau. Und du hast Dinge, die weit über das hinausgehen, was ich im Moment machen kann. Du kannst mit Computern umgehen. Für dich ist das ganz normal. Für mich ist das Magie. Ja? Ich weiß nicht, wie diese Dinge funktionieren. Du weißt es! Du könntest mir das jetzt zeigen. Nur daß ich keine Verwendung dafür hätte, weil es diese Technologie da, wo ich bin, nicht gibt.

Die Technologie mag es nicht geben, aber so manche Sachen funktionieren recht ähnlich wie das Bewußtsein und die multidimensionale Realität funktioniert, so mit Hologrammen und dergleichen.

Ja, das kannst du mir ja mal gelegentlich erzählen, was du da für Dinge gelernt hast – so wie ich dir meins auch erzählt habe.

Können wir machen, ja. (lacht) Bist du denn da dran interessiert?

Ja, schon.

Ah, gut. Dann können wir das ja mal machen. – Ah, ich habe das Gefühl, er zieht sich bis aus meinem Gehirn irgendwie. Hallo! Nicht meine Energie ziehen!

Nein, nein. Nur die Information. Das erspart dir nämlich, mir das alles erzählen zu müssen. Ich finde es interessant, ja. Wobei es eben Dinge gibt, die für euch jetzt spannende neue Dinge sind, die wir immer gewußt haben. Ihr habt sie nur vergessen. Wie zum Beispiel halt eben, daß du nicht die Form bist. Ja? Das ist was, was für uns völlig normal ist. Wobei es natürlich schon vorkommt, daß manche Leute im Banne ihrer anderen Gestalt das tatsächlich vergessen. Aber an sich gehört es zum Grundwissen. Und das sind Dinge, die lernt ihr erst wieder, wenn ich das richtig hier sehe. Für euch ist das wie neues Wissen. Aber für mich ist es interessant zu sehen, was für euch neu ist, was für uns ganz normal ist. Ist für mich auch interessant.

Mhm. Ja, wenn’s dich interessiert – viel Spaß damit, ja.

(lacht) Ich denke, ich hab mehr Spaß als die meisten Leute in deiner Zeit da.

Das kann ich nicht beurteilen, wie viel Spaß andere Leute so haben.

Was ich sehe durch deine Augen, ist, daß viele Leute große Sorgen haben, auch nur das Nötigste zum Überleben zu finden. Daß sie viel arbeiten und Dinge tun, die sie eigentlich nicht tun wollen. Und das scheint mir nicht sehr großen Spaß zu machen.

Ja gut, wenn du so lebst, dann macht das auch kein Spaß, das ist richtig.

Ja, deswegen sage ich, haben wir vielleicht hier mehr Spaß als ihr.

Ja gut, dann wünsche ich dir weiterhin viel Spaß. Oder wolltest du mir noch mehr erzählen?

Wir können gerne wieder sprechen. Aber du kannst ja erstmal gucken, wie weit du kommst mit den Dingen. Alleine schon mit dem Bewußtsein, daß du weder deine Persönlichkeit noch deine Form bist.

Oh! Ich glaube, es bewegt sich schon was in meinem Gehirn!

Ja, gut! Wunderbar! Wer weiß, wenn wir das nächste Mal sprechen, vielleicht sagst du dann zu mir: „Wie konnte ich das nur all diese ganzen Jahrzehnte lang glauben, wo ich doch jetzt seh, wie offensichtlich das eigentlich ist?”

(lacht) Ja, das könnte sein.

Ja, weil, wenn du es erst mal sehen kannst, dann kapierst du eigentlich nicht mehr, wie du das die ganze Zeit nicht sehen konntest. Das ist wirklich so.

Oh, mein Gehirn!

Ja, laß dein Gehirn ruhig diese Dinge erfassen. Denn das wird auf jeden Fall dazu führen, daß du eine andere Sichtweise hast und mehr Möglichkeiten, als was du jetzt glaubst, was möglich ist.

Die Christen sind schon wieder am Läuten, also gehe ich davon aus, daß es gleich 7 ist. Dann haben wir fast eine Stunde gesprochen.

Ja. Wollen wir hoffen, daß es die erwünschten Ergebnisse zeitigt, oder das, was du damit erreichen willst.

Okay, ja. Dann danke ich dir vielmals für deine wertvollen Informationen, und dann gucken wir mal, wie es weitergeht. Bis irgendwann, ja.

Ja. Du kannst immer dich verbinden, weil ich bin ja im Grunde du. Ich bin du. Du bist ich. Wir sind ein Bewußtsein. Und das muß dir einfach nur noch richtig klar werden, daß das tatsächlich so ist. Und dann sind andere Dinge möglich, als jetzt nur zu sprechen. Dann kann man einfach einen direkten Informationsaustausch machen. Das geht zack-zack. Dann brauchst du nicht mehr groß irgendwas zu channeln.

Ach, ich channele eigentlich ganz gerne.

Ja, aber es gibt andere Möglichkeiten. Aber belassen wir es erstmal dabei. Bis später.

Ja, bis später. Danke dir.

Gerne.

Text © Zarah Zyankali 2020. Foto © Zarah Zyankali 2017. Bitte diesen Text nur verlinken oder rebloggen, nicht irgendwo reinkopieren! Danke.

Herzmeditation 2: Aktivierung des Sternenportals

Hier ist jetzt die Fortsetzung vom letzten Post … wie es mit der Herzmeditation weiterging.  Es ist die direkte Abschrift der Audio-Aufnahme, ich hoffe ihr stört euch nicht an der „gesprochenen“ Sprache. Es war teilweise nicht so einfach, den genauen Ablauf zu rekonstruieren … wie bei einem Traum, der nach dem Aufwachen schnell verfliegt.

Viel Spaß beim Lesen! 🙂

31. Dezember 2019, 15:54 Uhr

Ich hab gerade eine Meditation gemacht, oder ich bin noch dabei, aber ich wollte schon mal das Bisherige festhalten, weil es sonst ein bißchen viel wird mit den Details, wenn man erst hinterher sich erinnern muß.

Und zwar bin ich – weil ja Sandra Walter sagt, wie wichtig die  Herzkohärenz ist -, bin ich da noch mal in meinen Herzraum gegangen, so wie er aussah, als wir die Meditation bei Celia gemacht haben, mit den vier Herzkammern und dem goldenen Thron in der Mitte und so. Und als ich zuletzt nachgesehen hatte, war es so, daß mein Göttlich-Männliches (der Typ aus dem Studierzimmer) da auch  mit mir auf dem goldenen Thron saß, so auf der Armlehne. (lacht) Und dann dachte ich heute, das muß doch höllisch unbequem sein, wenn man immer auf der Armlehne sitzen muß! (lacht) Und da habe ich ein Bänkchen draus gemacht, einen Loveseat oder so.

Verbindung mit dem Göttlich-Männlichen

Und dann kam es aber so – das habe nicht ich gemacht, sondern es kam so –, daß wir jeder einen Stuhl hatten und einander gegenüber gesessen haben, also mit dem Gesicht zueinander. Und in der Mitte war ein kleiner Springbrunnen. Und in dem Springbrunnen war scheinbar irgendwie auch noch ein Fisch drin. Das kam einfach von allein. Also Wasser schien irgendwie wichtig zu sein.

Und dann sollten wir erstmal einen Blickkontakt aufnehmen. Das haben wir dann  gemacht,  und dann kamen … beim Springbrunnen ist ja immer so ein bißchen Wasserdunst, so kleine Partikel, die drumherum schweben. Und da kamen so kleine Partikel von Gold rein, als wir den Blickkontakt gemacht haben. Goldene Glitzerteilchen.

Und dann sollten wir (überlegt) – genau, dann sollten wir einen Ton machen. Da habe ich gesagt: „Wie machen wir denn das? Ich hab nur eine Stimme.“ (lacht). Und dann hab ich Obertöne gesungen, und er hat quasi dazu so geistig – in meinem Geist konnte ich’s hören – die tiefere Oktave dazu gesungen.

Und ich weiß nicht mehr, was dann genau passiert ist, aber ich glaube, dann sollten wir von Herz zu Herz verbinden. Oder? Nee. Ich weiß gar nicht. Siehst du, es geht schon weg, die Reihenfolge. Gut, daß ich’s aufnehme.

Ich glaube, wir haben erst den Ton gesungen, und dann kam in dem Springbrunnen, in der Fontäne ein großes rotes Herz. Und da drum war quasi sowas wie eine rote Aura, so ein Oval, ovale Umrisse zu erkennen. Also es war kein ganz komplettes Oval, sondern nur so, wie wenn es in Klammern stehen würde.

Die Paradiesschlange und die Herzversiegelung

Dann haben wir noch einen Ton gesungen. Und dann kam etwas, was aussah wie ein Äskulapstab, an dem die Schlange so hochkriecht.. Dann wurde mir aber gesagt, das sei kein Äskulapstab, sondern die Paradiesschlange, die am Baum sich hochwindet. Und es ging darum, daß durch diese Story von dem Sündenfall und der Ursünde, weil das so viele Leute geglaubt haben, daß dadurch das Herz versiegelt wurde mit einer Membran. Das konnte dann nicht mehr so richtig offen sein oder war nicht mehr zugänglich oder so. Also es war auf jeden Fall versiegelt. Und es ging jetzt irgendwie darum, diese Versiegelung aufzuheben.

Und dann sollten wir eine Herz-zu-Herz-Verbindung machen. Das haben wir dann gemacht. Wir saßen ja einander gegenüber, dann haben wir erst den Augenkontakt gemacht, also einfach verbunden von ihm zu mir, von mir zu ihm, und dann den Ton, und dann das Herz verbunden. Und dann kam als letztes, was ich gesehen habe, auf das Herz quasi sowas wie eine goldene Banderole. Manchmal sieht man ja so Zeichnungen von einem Herz, wo eine Banderole drauf ist mit so Schrift, wo dann „Love” oder sowas draufsteht. Und da stand auch was drauf, aber das konnte ich nicht lesen. Die Banderole war golden, und die Schrift war schwarz. Und es kann sein, daß es einfach Light Language war. Also keine Sprache, die ich irgendwie lesen kann.

Und das war das, was als letztes passiert ist, bevor ich beschloß, den Recorder anzumachen. Und jetzt müssen wir mal gucken, wie es weitergeht, ja.

Der Ursprüngliche Herzraum

Wie war denn das noch mal? Ich glaube, dann haben wir erst die Herzverbindung gemacht, nachdem die Banderole kam. Ja, wie gesagt, die Reihenfolge ist schon nicht mehr ganz klar. Aber auf jeden Fall hat es sich auf das hin, was wir dann gemacht haben, in einen großen Raum ausgeweitet. Also wir waren ja auch schon vorher in einem Herzraum, aber es war dann ein viel weiterer Raum, also im Grunde ein dimensionaler Raum, denn der Raum, in dem wir dann drin waren, war viel zu groß, als daß er noch irgendwie in den Körper paßt.

Es war ja sowieso … ja, es ist schwer zu erklären. Denn wir saßen ja schon drin. Also du kannst ja nicht in dir selber normalerweise sitzen. Also es war ja sowieso schon größer als der Körper. Aber das war halt eben noch mal VIEL größer – wie eine große Kuppel oder sowas. Genau. Das war dann quasi so ein durchsichtiger Raum. Und das war das – ah, jetzt höre ich! – das war das, was der Herzraum ursprünglich war, bevor die Versiegelung stattfand, und dann hat es sich quasi in diese vier Kammern aufgeteilt, weil eben die Spaltung war. Ja – weil eben diese Dualität dann gekommen ist. Und der eigentliche Herzraum war dann versiegelt.

Haben wir das jetzt geöffnet? Oder kommt da noch mehr? (Pause) Ich guck noch mal, was ich sehen kann. Jetzt sollen wir nochmal singen. Okay. Und zwar einen Ton, der dann diese ganze Kuppel quasi ausfüllt. (Es kommen tiefe Töne wie von tibetischen Mönchen mit Obertönen, gefolgt von Light Language.)

Es ist wichtig, seine eigenen Meditationen zu machen

Und jetzt fällt mir auch wieder ein, was ich eigentlich am Anfang machen wollte. Das hatte ich schon wieder vergessen gehabt. Weil ganz viele Leute und auch Sandra Walter sagen, daß das Herz ein Stargate ist, ein Sternentor, ein Portal. Christine Day sagt das auch. Und da wollte ich halt mal dieses Portal dann öffnen. Und das ist mir jetzt erst wieder eingefallen, daß das eigentlich (lacht) meine Absicht war.

Und es scheint wirklich so zu sein – ich weiß nicht genau –, wie wenn man das auf seine eigene Art machen muß. Also wenn ich das so mache, wie Christine Day das beschreibt, dann passiert irgendwie nicht viel, weil das ihre Art ist, das wahrzunehmen oder zu beschreiben, was da ist. Aber ich muß meine eigenen Bilder sehen und meine eigenen Wahrnehmungen herausrufen, damit diese Aktivierung stattfinden kann.

Und zwar, wie ich höre, weil das der Wechsel ist von sich auf etwas Äußerliches konzentrieren oder auf etwas, was jemand dir erzählt hat. Denn die Trennung vom Selbst, die bewirkt ja, daß man dann nach außen guckt, um Anweisungen, Weisheit, Informationen (lacht) und alles mögliche halt zu bekommen. Du gehst halt dann zum Lehrer, der erzählt dir das, dann machst du, was er gesagt hat – aber du gehst nicht zu dir. Und die Rückkehr zu dir selbst bedeutet, daß du deine Informationen aus dir ziehst und nicht von irgendwem anders bekommst. Obwohl, ich muß sagen, Celias Meditation, die hat das ja alles in Gang gesetzt. Da fing das an zu passieren. Aber auch nicht da, wo wir das mit ihr gemacht haben, sondern wo ich gesagt hab, ich mach die Meditation jetzt noch mal allein. Da kam dann alles.

Das heißt also, die eigenen Bilder, die sind wichtig. Wenn sie jetzt z.B. sagt: „Du siehst da Jesus und Maria Magdalena kommen“ und ich die aber nicht sehe, weil bei mir irgendwas anderes ist, was wichtig ist, dann muß ich meine Meditation damit machen. Aber das Grundgerüst von der Meditation, das war gut! Und ich bin ja dann auch gegangen und hab mein eigenes Göttlich-Weibliches und Männliches besucht. Und so ist das ja überhaupt alles in Gang gekommen. Also ich denke, Anstöße von außen können schon helfen, daß man das Innere entdeckt. Aber du mußt dann wirklich deine eigene Meditation machen, um damit weiterzukommen. Sonst hilft es nicht.

Und gerade das Portal – genau, das Portal – Christine Day macht das zwar so, daß sie sagt: „Sing den Heiligen Klang IIIII, dann wird das Portal auf deine Stimmfrequenz reagieren.” Also du bringst etwas von dir selber mit hinein, worauf es dann reagiert. Aber viel besser ist es eigentlich, wenn du selber rausfindest, was du dort machen mußt. Ja. So habe ich es jetzt hier mehr oder weniger bekommen.

Okay. Gucken wir mal weiter. Jetzt muß ich erst wieder reinkommen.

Das goldene Licht und die Riesenfontäne

Jetzt ist der Raum von einem goldenen Licht erfüllt, dieser Kuppelraum. Wir können das aber noch – also da geht noch was. Wir können es noch intensivieren. Also das ist der Anfang. Okay. Und wenn wir jetzt noch ein paar mehr Töne singen, dann wird es so richtig aufleuchten. (singt Obertöne, dann einen hohen Dauerton, dann wieder Obertöne, etwas tiefer, dann kommt Light Language durch)

So, jetzt ist die Fontäne angewachsen und hat jetzt quasi – ich weiß nicht, wie das gekommen ist, aber sie ist quasi über die Kuppel hinausgegangen, und das Wasser läuft jetzt oben drüber. (singt mehr Obertöne) So, jetzt fühle ich Sachen in meinem Körper direkt – in meinem Hals und oberen Rücken. Und vorhin, als wir die Herzverbindung gemacht haben und dieses Herz in der Fontäne erschien, da habe ich auch mein Herz gefühlt, wie es puckerte. (klopft einen Rhythmus auf die Tischplatte und singt ein rhythmisches Lied in Light Language, dann folgt kurz gesprochene Sprache)

Was ist jetzt eigentlich aus dem Herz und dem Baumstamm mit der Schlange geworden, was da in der Fontäne war? Hat sich das aufgelöst? Ich konnte es dann irgendwie nicht mehr sehen, ja. Aber vielleicht auch nur deshalb, weil ich da mit der Aufnahme beschäftigt war.

Jetzt fühle ich was in meinem Hinterkopf. (Eine sehr sanfte, liebevolle Stimme meldet sich auf Ashkani und singt ein Lied in sehr hohen Tönen) Also jetzt ist es so ein rotgoldener Schein geworden, schön warm. Mmmm, das gefällt mir. 🙂

Und jetzt ist es, wie wenn neben dem Wasser auch noch so ein Feuerchen ist. Sollen wir alle Elemente herbeirufen (lacht), oder was passiert hier? Und ich fühle da so am Haaransatz, und in den Ohren habe ich auch so ein Gefühl, aber das könnte von den Kopfhörern kommen. Ja, und überhaupt die ganze Stirn vibriert. Und der Baum ist auch gekommen. Das ist dann wohl das Erdelement. (sucht das Göttlich-Männliche) Aber wo bist du denn jetzt hier eigentlich? Ich sehe dich gar nicht mehr. (er lacht) Also der Baum ist gekommen, dann bräuchten wir ja nur noch die Luft, oder? Luft und Äther. Naja, Äther. Plasma! (lacht) Sandra erzählt immer so viel vom Plasma. Aber Plasma, sagt sie, ist quasi die höhere Oktave von Wasser. Und das Wasserelement haben wir ja schon hier. Also Plasma hat nichts mit Äther zu tun.

Einfache Meditationen sind die besten

Wenn nichts weiter mehr kommt, dann können wir es auch hierbei erst mal belassen und später wieder hingehen und weitermachen. Aber auf jeden Fall finde ich das hier, muß ich sagen, mir mehr gemäß als irgendwie eine Ayahuasca-Zeremonie. (er lacht) Ja, weil Tamra hat erzählt, in der Ayahuasca-Zeremonie war ihr Herz erst ganz leer, und zwei wütende Hunde waren davor, die aufgepaßt haben, daß keiner zu nahe kommt. Und hinterher hatte sie das ganze Weltall quasi drin, alle Lebewesen. Und dafür mußte sie aber 12 Stunden lang in der Sitzung Ho’oponopono machen und immer sagen: Ich liebe dich, bitte verzeih mir, es tut mir leid, und Danke. 12 Stunden lang. Ich hab das Gefühl, es kann einfacher sein (lacht)

Vorläufer Abschluß und Integration

Stellen wir einfach mal die klassische Frage: Muß hier noch irgendwas passieren, oder war es das jetzt erstmal? Beziehungsweise was muß passieren, damit dieses Sternentor sich öffnet? Oder ist es das jetzt schon? (Pause) Ich hab ja das Gefühl, da müßte noch das vierte Element mindestens kommen. Wir haben Wasser, Feuer und einen Baum, da könnte Luft kommen. Aber Luft ist ja eigentlich auch schon drin, oder? Oder ein Symbol, das Luft verkörpert. (Pause) Es scheint, als ob das jetzt erst mal reicht. Der Schluß war es noch nicht. Aber es reicht erst mal. Irgendwas sagt: Okay – so, das muß jetzt integriert werden. – Okay, dann beende ich die Aufnahme an dieser Stelle. Ich weiß gar nicht – geht man dann einfach raus aus dem Raum? Ja, vermutlich.

Ein Teil von dir ist jetzt immer da drin. Das, was du rausnimmst, ist deine bewußte Aufmerksamkeit, die du dann anderen Dingen zuwendest, ja. Aber ein Teil von dir ist immer jetzt in diesem Raum anwesend, und das ist, was der Unterschied ist.

Ah! Aber wir können es doch nicht bei drei Elementen belassen! Das ist doch unvollständig.

(lacht herzlich) Glaub mir, das ist in Ordnung so.

Echt?

Ja. Das wirst du noch sehen.

“I hope so”, sagte der Engländer. Na gut, dann lasse ich es jetzt erst mal dabei und wende meine Aufmerksamkeit anderen Dingen zu. (lacht) Bis später!

Text © Zarah Zyankali 2019,  Foto © Zarah Zyankali 2016. Bitte diesen Text nur verlinken, nicht irgendwo reinkopieren. Danke.

Herzmeditation 1: Initiation mit dem Göttlich-Weiblichen

19.12.2019

Die folgende Geschichte ist das erste von mehreren Abenteuern, die ich vor kurzem beim Meditieren mit meinem Herzzentrum erlebt habe. Wir hatten bei Celia Fenn eine Meditation gemacht, bei der man durch einen Wald  ging und auf eine Lichtung kam, auf der ein kristalliner Herztempel stand. In der Mitte des Tempels war ein goldener Thron, und drumherum befanden sich vier Herzkammern – eine für die Erde, eine für den Himmel, eine für das Göttlich-Weibliche und eine für das Göttlich-Männliche. Man sollte nacheinander in alle vier Kammern gehen und erleben, was darin war, dann sollte man sich auf den goldenen Thron setzen und alles miteinander verbinden.

Da die Meditation beim erstenmal für mich nicht so richtig geklappt hatte, beschloß ich, sie später einfach in Ruhe für mich noch einmal zu machen. Die Kammern für die Erde und den Himmel waren recht einfach. Ich sah in der Erdkammer wunderschöne Landschaften und die ganze Schönheit der Erde, in der Himmelskammer sah ich den Sternenhimmel.

Das Göttlich-Weibliche in Tausend Gestalten

Als ich dann aber in die Kammer für das Göttlich-Weibliche kam, da war alles in Rosa und Gold, und eine engelhafte Präsenz schwebte zu mir heran und sagte: „Ich bin das Göttlich-Weibliche.“ Das schien so meine Satire auf das typische weibliche Klischee zu sein. 😉 Also versuchte ich es noch einmal, und dieses Mal erschien eine Frau in schwarzem Leder mit Nieten und Ketten behängt und sagte: „Ich bin Kali, und ich bin das Göttlich-Weibliche.“

Doch dann hörte ich eine Stimme sagen: „Nein.“

Ich sagte : „Wie –  nein?“

Sie meinte: „Das ist nur ein Aspekt des Göttlich-Weiblichen.“

Ich fragte: „Kann man alle Aspekte kriegen, oder ist das zuviel?“ Daraufhin erschien eine Riesengestalt, die anfing zu flimmern und ständig das Aussehen wechselte. Wie bei so einem GIF-Bild mit einer Orakelkarte oder einem Satz, der ständig wechselt, und wenn man dann draufklickt, bleibt es stehen, und das ist dann das Ergebnis. So war das.

DiE Afrikanische Schamanin

Also beschloß ich, draufzutippen und zu sehen, was herauskommen würde. Und dann war es eine afrikanische Kriegerin, deren Haare oben so abstanden, sie trug einen Bastrock und einen Speer. Und der Raum veränderte sich und war dann so eine afrikanische Hütte. Und sie hatte diese Trommel – sie war scheinbar eine Schamanin dort oder so – und Masken und Tierschädel an den Wänden. Es war eine runde Hütte ohne Fenster und mit Lehmfußboden, und vorne war die Tür,.

Dann tanzte sie da und sagte zu mir: „Los! Mach mit! Tanz!“ Und dann haben wir da zusammen ziemlich wild getanzt. Am Anfang war ich eine schwarze Frau mit unglaublich langen Hängebrüsten. Das hat sich dann immer wieder verändert zwischendurch, als wir anfingen zu tanzen. Es war ein sehr merkwürdiges Gefühl, oben ohne zu tanzen, und die Brüste hingen so runter.

Draußen vor der Tür waren die Männer, die auf Djembes trommelten. Ich fragte sie: „Sollen die nicht reinkommen zum Trommeln?“ Darauf sagte sie: „Nein, die können hier nicht rein.“ Ich fragte sie: „Warum nicht?“ Da meinte eine von meinen Guides aus dem Off in ihrem typischen Gouvernantenton: „Weil das eine Frauenhütte ist.“ Ah so. Das ergab dann natürlich Sinn. 😉

Dann fragte ich, was für eine Art Hütte es denn sei – eine Menstruationshütte? Sie sagte: „Nein, es ist für alle Lebensphasen – bevor man anfängt zu bluten, wenn man blutet, und auch wenn man aufgehört hat zu bluten.“

Der Geistertanz

Wir tanzten eine Weile, und dann meinte sie: „So, und jetzt machen wir den Geistertanz.“ Auf einmal trug sie eine Maske aus weißen, blauen und roten Bastfäden und gab mir auch eine, und dann haben wir den Geistertanz gemacht. Erst dachte ich, es würden dann Geister in den Raum kommen – es waren wohl die Geister der Ahnen -, aber sie kamen durch einen durch und benutzten den Körper, um sich durch einen auszudrücken. Irgendwann konnte ich nicht mehr und mußte mich hinlegen. Es war dann auch irgendwie so erotisch. Dann war es nicht mehr so, als ob ich in den Körper bin und es selbst erlebe, sondern ich sah mich selber wie von außen, wie ich mich da auf dem Boden wälzte und schrie.

Und dann kam sie und hat unten irgendetwas Lebendiges in mich reingetan, das so wie schlangenartig, aber flach war, und das hat sich dann in mich reingekräuselt. Ich wußte nicht, was es war, was sie mir da verabreichte, ob das irgendein Parasit oder dergleichen war. Und dann rumorte es da in mir drin. Dann mußte ich auch noch mal aufstehen, und ganz viele Frauen sind auch noch gekommen und haben mich festgehalten, weil ich sonst gleich wieder umgekippt wäre. Die eine meinte: „Stützt sie! Sie fällt gleich!“ Und dann mußte ich mich aber doch wieder hinlegen.

Schließlich kam dieses Ding, das sie reingetan hatte, aus mir rausgekrabbelt und hatte so ein schwarzes Vieh im Mund, so eine Art Insekt, und ist dann aus der Hütte rausgegangen und hat das schwarze Vieh raus in die Landschaft geschickt. Es war so eine Sandlandschaft, und das Vieh ist dann in einem Erdloch verschwunden.

Dann wurde noch mehr getrommelt, und an einem bestimmten Punkt wurde die Tür zugemacht. Am Anfang, als die draußen getrommelt haben, war die Tür noch offen gewesen. Und immer, wenn sie schneller trommeln sollten, riß sie die Tür auf und sagte: „Weiter! Weiter!“ Und dann wußten die, daß sie wieder loslegen müssen.

Und dann waren wir quasi fertig, und ich sollte aus der Hütte rauskommen. Davor mußten die Männer aber in ihre Männerhütte gehen, damit sie mich nicht sehen, weil der Eingang ihrer Hütte in eine Richtung zeigte, wo sie nicht in unsere Richtung gucken konnten. Da brachten sie mich dann raus in die Sonne, und ich sagte ihr, daß ich mal muß. Sie führte mich dann in ein Stück Busch, wo ich hinpinkeln konnte, weil man das nicht mitten im Dorf macht. Da geht man raus.

Das Göttlich-Männliche

Aber ich war ja noch nicht fertig. Ich mußte ja noch in die Kammer des Göttlich-Männlichen gehen. Und ich dachte schon, da würde jetzt sowas Ähnliches kommen, so ein Krieger mit einem Speer oder ein muskelbepackter Bodybuilder oder so. Und so war es gar nicht! Da war so ein Typ in seinem Studierzimmer, der Pfeife rauchte. Das war alles. Und wir haben da auch nicht großartig was gemacht, nur rumgesessen. Nach der ganzen Action war das doch recht überraschend, so nach dem Motto: Wie, das war es jetzt? Erst saß er auf seinem Stuhl vor seinem Schreibtisch und ich auf meinem Stuhl, und dann sagte er: „Ich hab hier auch noch ein Sofa.“ Das war so ein kleines rotes Rokoko-Sofa. Und dann haben wir uns da nebeneinander draufgesetzt. Und ich wußte nicht, ob der Rauch jetzt irgendwas Halluzinatorisches enthielt, aber das war im Prinzip echt alles.

Das war jedenfalls die erste Herzmeditation. Ich war sehr erstaunt und erfreut, daß ich nach so langer Zeit endlich mal wieder was sehen konnte, und sogar in solchen Details! Jetzt muß ich mich noch auf den goldenen Thron in der Mitte setzen und das alles miteinander verbinden, und Celia sagt, wenn das passiert, dann werden unglaubliche schöpferische Kräfte frei. Da bin ich schon echt gespannt!

Meditation: Sanat Kumara und der Aufstieg der Erde

Zarahs Abenteuer gehen jetzt hier weiter, da mein Blog „Zarahs Abenteuer im Hier & Jetzt“ von Facebook weiterhin blockiert wird. Die inneren Abenteuer werden in letzter Zeit wieder recht interessant, nachdem es eine Zeit lang ziemlich ruhig gewesen war. Hier ist das erste … viel Spaß damit!

Vor einigen Wochen hatte ich mich zu einer geführten Online-Meditation angemeldet, auf der man Drachen begegnen sollte. Leider klappte das nicht so gut, da ich zwischendurch aus dem Internet flog und mir auch die Meditation selbst eher vorkam, als wäre ich in einem Disney-Film gelandet, in dem knuffige bunte Zeichentrick-Drachen durch die Lüfte sausen, was aber mit echten Drachen eher wenig  zu tun hatte.

So beschloß ich am nächsten Tag, es einfach noch mal selbst zu versuchen. Ich begab mich in meiner Vorstellung auf eine Bergspitze, da mir das als der geeignetste Ort erschien, um ein paar Drachen zu begegnen, und hielt nach ihnen Ausschau.

Die Lastesel und die Botschaft

Es kamen aber keine Drachen. Stattdessen sah ich eine lange Reihe von schwerbepackten Eseln langsam den Bergpfad hochlaufen. Jeder Esel hatte rechts und links je eine schwere Satteltasche, deshalb kamen sie nur äußerst langsam voran. Währenddessen stand ich oben auf dem Berg und sah von oben einen großen Vogel kommen mit einer altertümlich wirkenden Schriftrolle im Schnabel, die er mir hinhielt. Zuerst dachte ich, es sei ein Brief, doch als ich sie entrollte, war darauf nur eine Zeichnung von drei großen Fliegenpilzen mit lachenden Gesichtern, ein Bild wie aus einem Kinderbuch. Ich fragte, ob das bedeute, daß ich einen Fliegenpilz-Trip machen sollte, aber es hieß, nein, ich solle nur die Energie der Fliegenpilze in mich aufnehmen, es bedeute nicht, daß ich welche essen sollte. Das tat ich dann auch.

Sanat Kumara und der Aufstieg der Erde

Inzwischen waren die Esel auf der Bergspitze angekommen, und ich machte mich daran, sie von ihren Lasten zu befreien, damit sie ausruhen oder grasen konnten, je nachdem, wonach ihnen war. Nach einer Weile kamen von hinten drei Männer an, die ich zuerst für die Besitzer der Esel hielt. „Nein“, sagten sie, „wir kommen wegen dir.“ Dann sah ich auf einmal den mittleren wie eins von diesen buddhistischen Bildern: Er schwebte im Lotussitz in der Luft und leuchtete von innen heraus in goldenem Licht, und ich wußte in dem Moment irgendwie, daß das Sanat Kumara war. Die anderen sahen mehr wie normale Menschen aus und waren beide von asiatischem Typ. Der eine war scheinbar Djwhal Khul und der andere Konfuzius, aber ganz sicher war ich mir nicht. (Es soll auch noch einen asiatischen Meister namens Lantu geben.)

Leider kam es nicht zu einem Gespräch, da sie sofort anfingen, an meinem Schädel herumzuarbeiten, sodaß ich mich hinlegen mußte. Hinterher fand ich nur noch heraus, da0 es sich bei dem Berg um Machu Picchu handelte.

Claire Avaon: Wie Sanat Kumara zur Erde kam

Am nächsten Tag las ich in dem Buch Wesen und Wirken der weißen Bruderschaft von Claire Avalon die Geschichte, wie Sanat Kumara zur Erde gekommen war. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Vor etlichen Jahrmillionen waren angeblich die Menschen recht widerspenstig geworden und wollten sich nicht weiter entwickeln, sodaß man höheren Orts bereits darüber nachdachte, die Erde vollständig aufzulösen, weil der göttliche Plan nicht funktioniert hatte. Schließlich wurde jedoch beschlossen, jemanden hereinzubringen, der sich darum kümmern sollte, und das war Sanat Kumara, der auf der Venus ein vollendeter Meister war.

Bevor er jedoch überhaupt zur Erde kommen konnte, mußte er 30 Seelen von der Venus vorausschicken, die Shambhala für ihn bauen sollten. Zu der Zeit gab es auf der ganzen Erde nur zwölf Menschen, die als Eltern für diese Seelen überhaupt in Frage kamen, sodaß jedes Elternpaar fünf Venuskinder großziehen mußte. Die Seelen von der Venus inkarnierten sich über einen Zeitraum von ca. 1000 Jahren immer wieder und fanden sich auch immer wieder zusammen, um Shambhala zusammen zu erbauen. Schließlich war es dann geschafft, und Sanat Kumara konnte zur Erde kommen.

Er begann damit, überall nach Menschen zu suchen, die bereit waren, sich geistig weiterzuentwickeln, was scheinbar nicht so einfach war. Sobald eine Seele zu erkennen gab, daß sie interessiert wäre, sich weiterzuentwickeln, wurden diese in Shambhala geschult. Diese Schulungen nachts während des Schlafes statt, was die Menschen dann tagsüber wieder vergessen hatten.

Irgendwann, nach sehr langer Zeit, fand Sanat Kumara, daß er das nicht mehr alleine machen wollte, da es doch recht beschwerlich war, und er beschloß, Leute auszubilden, die ihn unterstützen konnten. Das war der Beginn der Weißen Bruderschaft und der Aufgestiegenen MeisterInnen. Seine Absicht war, genügend Leute auszubilden, die die Aufgabe für ihn übernehmen konnten, damit er wieder zurück auf die Venus gehen konnte. So geschah es dann auch. Als er genügend Leute ausgebildet hatte, die auf der Erde für ihn weitermachen konnten, ging er zurück zur Venus, bat sich aber aus, daß er auf der Erde weiterhin nominell Regent bleiben würde, bis der Aufstieg vollständig abgeschlossen sei, auch wenn er nicht mehr wirklich anwesend war.

Deutungsversuche und Synchronizitäten

Mein Gefühl ist, daß bei dieser Geschichte ziemlich viel ausgelassen wird, aber ich kann es nur so zusammenfassen, wie es im Buch steht. Auf jeden Fall schien mir dann die lange Reihe der schwerbepackten Esel ein Symbol dafür zu sein, wie mühselig der kollektive Aufstieg war (da es ja viele Esel waren). Was ich noch nicht ganz ergründet habe, ist, warum diese Meister sagten, sie kämen wegen mir. Es scheint aber doch so zu sein, daß Sanat Kumara die Botschaft bringen wollte, daß der Aufstieg jetzt wirklich geschafft ist (die Esel hatten ja die Bergspitze erreicht).

Kurze Zeit nach dieser Meditation fing ich an, auf Facebook überall Fliegenpilze zu sehen. Alle möglichen Leute, die ich kannte, posteten Fotos von Fliegenpilzen, die sie bei ihren Spaziergängen gemacht hatten. Eine Freundin machte mich auf einem Video aufmerksam, in dem der Fliegenpilz als Symbol für die Freude und Unschuld der Kindheit beschrieben wurde, zu der wir zurückkehren sollten. Das schien mir ganz gut zu passen, da es ja wirklich wie ein Bild aus einem Kinderbuch ausgesehen hatte und die Gesichter der Fliegenpilze auch breit grinsten. Interessant war aber, dass es gerade in diesem Herbst besonders viele Fliegenpilze zu geben schien. Vielleicht ist es ja ein Zeichen dafür, daß die Menschheit als Kollektiv jetzt mehr zur magischen Seite der Realität erwacht …

Bild: Zahara Celestial